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5 Juni 2020

Sicherheit hat ihren Preis.

Die Branche der privaten Sicherheitsdienstleister stellt sich heute einer Vielzahl von Herausforderungen. Eine davon gründet auf dem Umstand, dass in der Schweiz derzeit keine berufliche Grundausbildung für Sicherheitsberufe existiert. Die vom Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen VSSU angebotenen Berufsprüfungen sind die einzigen Berufsanerkennungen in diesem Bereich. Absolventen der Berufsprüfungen Sicherheitsfachfrau / Sicherheitsfachmann, die in den Fachrichtungen «Bewachung», «Personenschutz», «Anlässe» (ab 2019) und «Zentralendienste» (ab 2020) abschliessen, verfügen über einen eidgenössischen Fachausweis. Sie gelten somit als fachkundige Berufsleute und garantieren die Erbringung hochqualifizierter Dienstleistungen. Ausserdem hat der VSSU hat mit der Einführung und Weiterentwicklung der Berufsprüfungen 17 Jahre Pionierarbeit geleistet. Dies trägt wesentlich zur Professionalisierung der privaten Sicherheitsbranche bei.

Sicherheit dank der VSSU

Im Bereich der Ausbildungen bleibt aber noch vieles zu tun: Der VSSU macht sich stark für die Schaffung einheitlicher Ausbildungsstandards und fördert eine branchenkonforme, stufengerechte Ausbildung. Der Verband arbeitet daran, in Zukunft eine dreijährige Lehre Security/Safety anzubieten – mit der Option, nach einem vierten Jahr eine Matura zu absolvieren. Der VSSU ist überzeugt, dass die private Sicherheitsbranche es nur schafft, sich als seriöse Branche mit angemessenem Lohnniveau zu etablieren, wenn sie über eine fundierte berufliche Grundausbildung verfügt.

Der Mensch wird keinesfalls komplett durch die Technik ersetzt.

Luc A Sergy, Direktor VSSU

Neben der Ausbildungsproblematik ist die Preiserosion ein Phänomen, das der privaten Sicherheitsbranche deutlich zusetzt. Auf dem Markt scheint bei der Auswahl von privaten Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen nicht in erster Linie die Qualität der Konzepte entscheidend zu sein, sondern der Preis. Sicherheit hat aber berechtigterweise ihren Preis. Preisdumping wirkt sich nicht nur negativ auf die Qualität der angebotenen Dienstleistungen aus, sie hat auch Auswirkungen auf das Lohnniveau sowie die Ausbildung der Angestellten. Das schadet letztendlich der gesamten Branche und der Sicherheitslage in unserem Land.

Qualität hat seinen Preis

Um der Problematik entgegenzuwirken, sind vor allem die Auftraggeber gefordert: Bei Grossfirmen und seitens öffentlicher Hand ist ein Umdenken gefordert. Das Preiskriterium darf in den Ausschreibungen nicht mehr an erster Stelle stehen. Die Qualität ist höher zu gewichten. Der VSSU gibt mit dem Best-Value-Lösungsansatz Gegensteuer: Kunden privater Sicherheitsunternehmen sollen Anbieter nach dem «besten Wert» (Best Value) beurteilen. Das heisst sie sollen ein Unternehmen auswählen, das sowohl für qualitativ hochstehende Dienstleistungen als auch für einen wettbewerbsfähigen Preis garantiert. Dank Best Value profitiert die Öffentlichkeit von einer optimalen Sicherheit.

Was bringt die Zukunft? Die Entwicklung der Branche dürfte in Richtung Kombination gehen: Von Menschen erbrachte Dienstleistungen werden immer mehr durch intelligente Videosysteme, Videokameras, Drohnen und Roboter unterstützt. Der Mensch wird keinesfalls komplett durch die Technik ersetzt. Vielmehr kommt es zu einem sinnvollen Zusammenspiel menschlicher Dienstleistungen und technischer Hilfsmittel. Auch in diesem Bereich stellt sich die private Sicherheitsbranche neuen Herausforderungen und arbeitet unablässig an professionellen, sicheren Lösungen.

Text: Luc A Sergy, Direktor VSSU

https://www.vssu.org

 

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