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Zurich
20 Juli 2019

Das Beste aus einem Vollbad herausholen.

Im Winter sind die beruhigenden Schaumbäder besonders beliebt. Baden ist aber nicht gleich Baden. Ätherische Öle rufen im Wasser unterschiedliche Wirkungen hervor und können das Badezimmer in ein Spa verwandeln.

Ein Tag Skifahren oder Snowboardfahren bereitet unheimlich viel Spass, ist jedoch auch ziemlich anstrengend: Früh aufstehen, am Bügellift in der Menschenmenge warten, Piste rauf, Piste runter, am Mittag zur Stärkung ein paar Pommes mit einem Rivella und weiter geht es. Die Schweizer Familie will ihre Tageskarte natürlich ausnutzen. Am Abend sind die Schneesportler durch die vielen Eindrücke richtig zufrieden, aber auch erschöpft. Was da hilft? Ein entspannendes Vollbad. Damit dieses seinen gewollten Effekt nicht verfehlt, gibt es ein paar Tipps und Tricks.

Die Temperatur ist entscheidend

Wer den ganzen Tag gefroren hat, neigt dazu, das Badewasser so richtig warm einzulassen. Wird es zu heiss, ist das für den Kreislauf und das Herz jedoch belastend und der Körper kann nicht wirklich entspannen. Des Weiteren verliert die Haut an Feuchtigkeit und Fett, was im Winter ohnehin ein häufiges Problem darstellt. Durch diese Nebenwirkungen entstand auch der Spruch «Du hast wohl zu heiss gebadet». Gesunde Erwachsene baden idealerweise bei einer Wassertemperatur von 36 bis 38 Grad Celsius. Für Leute, die Kreislaufprobleme haben, empfiehlt sich eher zu kühles statt zu heisses Wasser, wobei die Temperatur nicht unter 15 Grad Celsius liegen darf. Zu kaltes Wasser führt unter Umständen zu einer Unterkühlung.

Gesunde Erwachsene baden idealerweise bei einer Wassertemperatur von 36 bis 38 Grad Celsius.

Mit ätherischen Ölen das Bad gesünder machen

Damit sich ein ätherisches Öl mit dem Wasser verbindet, braucht es einen Lösungsvermittler. Es eignen sich Honig, Milch, Kokosöl oder für trockene Haut auch Rahm. Von dem ätherischen Öl braucht es nur ein paar Tropfen, wobei die genau Menge von der gewählten Essenz abhängt. Je nach Bedürfnis oder Beschwerde ist ein anderer Badezusatz förderlich. Ein Tag im Schnee bringt oft den Wunsch nach Entspannung auf, wobei einem Lavendelöl hilft. Es unterstützt den Körper und die Seele dabei, abzuschalten. Nach einem anstrengenden Tag hilft es, das innere Gleichgewicht wiederzufinden. Heute ist bekannt, dass die Wirkung sanft ausfällt und somit für Kinder und Erwachsene geeignet ist. Früher hingegen setzte man Lavendel einem Nerventonikum gleich. Die Menschen nutzten die Pflanze, um böse Geister zu vertreiben und überreizte Nerven zu beruhigen. Sie wurde, genau wie heute, dem Badewasser beigefügt oder mittels Räucherstäbchen in Wohnräumen verbreitet. Wer sich nicht mit dem Duft von Lavendel anfreunden kann und sich trotzdem ausruhen will, kann Melisse oder Baldrian in die Wanne geben. Sie wirken ebenfalls beruhigend und helfen zusätzlich noch gegen Durchschlafstörungen.

Baden kann auch aktivieren

Nicht alle wollen nach dem Skifahren herunterfahren und relaxen. Diejenigen, denen nach Feiern zumute ist, brauchen eher ein motivierendes Elixier. Die Zitrusfrucht Bergamotte enthält ätherische Öle, die neue Energie hervorrufen. Nicht selten führen sie sogar zu besserer Laune. Bergamotte riecht zwar süss und frisch, ist jedoch roh nicht geniessbar. Die Herstellung von Bergamottöl ist aufwendig. Für einen Liter braucht es rund 200 Kilogramm der Früchte, dadurch ist der Preis eher hoch. Eine Alternative bieten andere Zitrusfrüchte wie Grapefruits, Zitronen und Mandarinen. Sie verleihen ebenfalls eine antreibende Kraft.

Lavendelöf unterstützt den Körper und die Seele dabei, abzuschalten.

Viele kennen das Problem: Eine Woche Skiurlaub gebucht und bereits am zweiten Tag machen sich die Muskeln bemerkbar. Verspannungen oder Muskelkater nerven und haben im Urlaub nichts zu suchen. Während man sich einig ist, dass ein Bad die Schmerzen lindern kann, gehen die Meinungen bei der Temperatur auseinander. Jeder muss für sich selbst herausfinden, ob ein kaltes oder ein warmes Bad bei Muskelkater besser hilft. Egal auf welche Temperatur die Wahl fällt: Als Badezusatz empfiehlt sich Arnika. Denn das ätherische Öl entspannt die Muskeln und lindert die Beschwerden.

Direkt auf die Haut

Körperöle kennen viele von Massagen. Sie riechen gut und fühlen sich noch besser an. Sie können aber auch richtige Wunder bewirken und teure Gesichtscremen ersetzen. «Wichtig ist, dass man unbehandelte Öle ohne chemische Zusatzstoffe verwendet. Denn alles, was auf die Haut aufgetragen wird, dringt ein und kommt in die Blutbahn», weiss eine Komplementärtherapeutin. Bei Hautunreinheiten ist Teebaumöl ein empfehlenswertes Mittel, da es Akne sichtbar bereinigt. Das ätherische Öl kann man mit einem Wattestäbchen direkt auf die betroffenen Stellen auftragen. Ausserdem gehen bei regelmässiger Nutzung die Rötungen und Schwellungen, die Pickel mit sich bringen, sichtlich zurück. Wer die Akne-Zeit bereits hinter sich hat und lediglich unter zu grossen Poren leidet, sollte Zitronengrasöl ausprobieren. Die Essenz trägt man wie ein Gesichtswasser auf und ist bei kontinuierlicher Anwendung zusätzlich noch hautstraffend. Es gibt für jeden Hauttyp, jeden Wunsch und jedes Problem das passende ätherische Öl.

Ätherische Öle und ihre Wirkungen.

Arnika

Entspannt die Muskeln.

Baldrian, Lavendel,
Melisse

Wirken entspannend und helfen dabei, abzuschalten.

Basilikum, Wacholder

Steigern die Konzentration.

Bergamotte, Grapefruit,
Mandarine, Zitrone

Wirken motivierend und machen gute Laune.

Eukalyptus

Verringert die Symptome einer Erkältung.

Kastanie, Rose

Helfen, plagende Gedanken und Sorgen loszulassen.

Pfefferminze

Wirkt gegen Kopfschmerzen.

 

Text: Michelle Christen

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