4.2 C
Zürich
19 Februar 2020

Unten grau, oben blau – ab in die Berge!.

Heute über der Alpennordseite zäher Hochnebel, Obergrenze um 1200 Meter. Darüber strahlend sonnig und nachts sternenklar, so lautet die Wetterprognose. Die grauen Tage haben gerade wieder Hochsaison. Deshalb: ab in die Berge!

Auch grundsätzlich optimistische und fröhliche Menschen werden ab und zu von äussern Faktoren beeinflusst. Dunkle Tage, schlechtes Wetter und das triste Grau-in- Grau des Nebels schlagen auch ihnen aufs Gemüt. Und je negativer die Grundstimmung, umso mehr ist man diesen Einflüssen ausgeliefert. Das Medikament dagegen, ganz ohne Nebenwirkungen, heisst Sonne. Sie hat viele günstige Einflüsse auf den menschlichen Körper. Sie wirkt positiv auf unser Wohlbefinden, bringt den Kreislauf in Schwung und setzt Glückshormone frei. Und sie fördert die Bildung von Vitamin D, das bei der Knochen- und Zahnbildung sowie für die Muskulatur und das Immunsystem eine wichtige Rolle spielt.

Allerdings muss man schon hoch hinaus – wer beispielsweise in Zürich wohnt, kann nicht auf den Üetliberg flüchten, der Hausberg ist zu kurz geraten. Und auch der Lieblingsberg der Berner, der Gurten, regt meistens nicht aus dem Nebel. 1000 bis 1200 Meter müssen überwunden werden, um die Sonne und den blauen Himmel ganz sicher zu sehen.

Viele Aussichtspunkte mit garantierter Sonne über dem Nebel befinden sich nicht mehr als eine Autofahrstunde entfernt.

Die Rigi – die Königin der Berge

Doch wohin? Wer im Grossraum Zürich lebt, wie die meisten Leserinnen und Leser dieser Zeitung, hat es gut. Viele Aussichtspunkte mit garantierter Sonne über dem Nebel befinden sich nicht mehr als eine Autofahrstunde entfernt. So auch die Rigi, die sich ganz unbescheiden als Königin der Berge rühmt. Bereits die Fahrt ab Vitznau mit der ältesten Bergbahn Europas ist ein Erlebnis für sich. Die Zahnradbahn bis Rigi Kulm wurde bereits 1871 eröffnet. Wer lieber hoch über den Wäldern schwebt, mit grossartigem Blick auf den Vierwaldstättersee und uneingeschränkter Sicht bis zu den majestätischen Berner-Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau, besteigt in Weggis die Luftseilbahn bis Rigi Kaltbad. Die Fernsicht hängt übrigens von der Luftfeuchtigkeit ab; je tiefer diese ist, desto besser und klarer die Sicht. Hier oben kann man schöne Winterwanderungen unternehmen und sich in den vielen Restaurant verwöhnen lassen. Ferien pur – auch wenn es nur für einen Tag ist. Das gilt natürlich für alle Jahreszeiten!

Tagesausflug in den Schnee

Richtung Bündnerland geht es, wenn man die Sonne in den Flumserbergen sucht – und meistens auch findet, wenn im Flachland der Nebel drückt. Von Zürich aus ist das Gebiet ideal für einen Tagesausflug auf die Skipiste, für eine Schneeschuhwanderung oder einen Kaffee in einem Bergrestaurant. Beispielsweise im Bergrestaurant Chrüz, das für Ski- und Snowboardfahrer sowie auch Fussgänger sehr gut erreichbar ist. Aber auch hier gilt: Flumserberg ist auch ein Paradies im Sommer mit über 150 Kilometern Wanderwegen hoch über dem Walensee. Viele Feuerstellen, gemütliche Bergrestaurants mit Sonnenterrassen und Kinderspielplätzen laden zur Rast ein. Die Bergluft ist nicht nur gesund, sie sorgt auch für einen guten Appetit.

Die Gletschergrotte, bestehend aus Millionen von kleinen, funkelnden Eiskristallen, befindet sich 20 Meter unterhalb der Gletscheroberfläche.

Titlis – Atemberaubendes Panorama

In knapp 70 Minuten ist der berühmte Titlis von Zürich aus mit dem Auto zu erreichen. Etwas länger, dafür aber mit guter Aussicht auf die abwechslungsreiche Landschaft und Schluchten hinauf nach Engelberg, dauert die Anreise mit dem Zug. Der Titlis, auf der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Obwalden gelegen, ist von hier aus mit der Gondel erreichbar. In einer grossen Etappe führt die Seilbahn bis zur Bergstation Stand, von wo aus die Gäste auf die sich um 360° rotierende Luftseilbahn Titlis Rotair umsteigen können. Der Gletscher ist ein ganzjähriges Ausflugsziel. Das Panorama auf die umliegenden Berge ist atemberaubend. Auf dem Sessellift «Ice Flyer» können Gäste über den faszinierenden Gletscher schweben und diesen bestaunen. Für nicht schwindelfreie Besucher kann die massive Eismasse auch von unten betrachtet werden: Die Gletschergrotte, bestehend aus Millionen von kleinen, funkelnden Eiskristallen, befindet sich 20 Meter unterhalb der Gletscheroberfläche.

Geheimtipp Alp Mora

Im Sommer kann es ja sein, dass man nicht vom Nebel, sondern vor der Hitze und dem Smog in die Berge flüchten will. Dafür eigenen sich die Gletschermühlen auf der Alp Mora bestens, auch für einen Tagesausflug. Hier hat der Maliensbach, der seinen Ursprung auf der Alp Mora in Trin hat, über Jahrhunderte grosse Wannen ausgewaschen, die sich wie Perlen aneinanderreihen. Kristallklares, türkisfarbenes Wasser füllt die knapp 20 Gletschermühlen nach der Schneeschmelze und lädt – allerdings nur für ganz Tapfere – zum Baden ein. Erreichbar ist dieser ausgewöhnliche Ort nur zu Fuss. Entweder ab Trin oder von Bargis, wo man sich von einem Shuttle bequem hinfahren lassen kann. Von hier aus geht es über einen ersten Aufstieg auf die Alp Lavadignas, dann weiter den imposanten Felswänden entlang bis zum Hochtal Muletg und vorbei an der Lawinenverbauung Platt’Alva. Von da aus sind es nur noch wenige Minuten bis zu den Gletschermühlen. Die Wanderung von Bargis und zurück dauert ungefähr sechseinhalb Stunden.

Weltweite Bekanntheit

Etwas weiter entfernt aber dafür auf der ganzen Welt bekannt sind die Gemeinde Zermatt und das Matterhorn. Die markante Gestalt des Berges übt seit jeher eine Faszination auf die Menschen aus und zieht Touristen aus aller Welt in das charmante Dorf. Bis zu 3 000 Bergsteiger versuchen jede Saison, den Gipfel zu bezwingen, an Spitzentagen sogar über 100. Besonders eindrücklich ist das Matterhorn jedoch am Morgen. Wer es früh aus den Federn schafft, wird Zeuge eines einzigartigen Lichtspektakels: Die ersten Sonnenstrahlen bescheinen das Matterhorn von der Spitze her und klettern langsam die Matterhorn Ostwand hinunter. Kein Wunder, haben sich durch den wachsenden Tourismus auch die angebotenen Übernachtungsmöglichkeiten vervielfacht. Dennoch sind im Dorf keine grossen Hotelkomplexe oder Flachdächer zu finden und auch Autos sucht man vergebens, denn seit 1961 ist Zermatt autofrei. Dies lässt ein entspanntes Flanieren bei frischer, klarer und gesunder Luft zu.

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