11 C
Zürich
11 April 2021

Macht Schokolade wirklich glücklich?.

Liebhaber und –liebhaberinnen von Schokolade würden diese Frage natürlich sofort mit Ja beantworten. Die braune Köstlichkeit mag schon so einigen den Tag versüsst haben. Ob im Dessert der Schweizer Nation jedoch wirklich kleine Glücklichmacher drinstecken oder ob es eine andere Erklärung besser trifft; die Ernährungsexpertin Tamara Meier gibt des Rätsels Lösung. 

Ein Stück Schokolade auf der Zunge zergehen lassen und die Welt sieht schon wieder besser aus. Ein Allerweltsmittel, das viele anwenden. Auch die Zürcher Ernährungsberaterin Tamara Meier gönnt sich ab und zu Schokolade, welches sie ganz bewusst geniesse. 

Bringt das Genussmittel der Schweizerinnen und Schweizer wirklich eine Dosis Glückseligkeit mit sich? Die Ernährungsberaterin weiss Rat: «Ja! Der Grund dafür ist der Kakao. Kakao beinhaltet Stoffe, die Neurotransmitter im Gehirn aktivieren, welche dann das Glückshormon Serotonin freisetzen. Viel spannender ist jedoch der Grund, weshalb wir Glücksgefühle in der Schokolade suchen. Hier spielen insbesondere unsere Stresshormone eine grosse Rolle. Wir sind täglich einem grossen Stresspegel ausgesetzt. Das beginnt am Morgen im Stau auf der Autobahn, dem Druck bei der Arbeit und vielem mehr.

Das Glücksgefühl, welches durch Schokolade folgt, sei meist nur von kurzer Dauer

Irgendwann ist dieser Pegel einfach zu hoch, sodass der Körper bemüht ist, die Stresshormone wieder abzubauen.» Dies sei ein ganz natürlicher Prozess, erklärt Tamara Meier. Es gebe viele Möglichkeiten, Stresshormone abzubauen. Schokolade sei eine davon, wenn auch nicht die beste. Bestimmte essenzielle Aminosäuren zum Beispiel seien für den Transport von Hormonen zuständig, davon hätten Herr und Frau Schweizer allgemein viel zu wenig. Das Glücksgefühl, welches durch Schokolade folgt, sei meist nur von kurzer Dauer: «Oft hält das Glück nicht lange an, da viele danach das schlechte Gewissen plagt und dies erneut Stresshormone freisetzt. So schaukelt sich das Ganze immer weiter nach oben. Wenn man sich also Schokolade gönnt, sollte man diese auch unbedingt geniessen!»

Schoggi – was sonst?

Für viele sei Schoggi der Inbegriff einer süssen Belohnung. Doch eigentlich gibt es laut der Ernährungsberaterin unzählig viele Belohnungsarten: «Man kann sich seine Belohnung aus allem holen, was man liebt. Viele Menschen bauen Stresshormone beispielsweise mit Sport ab oder der richtigen Ernährung zum richtigen Zeitpunkt. Wie gesagt ist der Ursprung unser Stresspegel, welchen es zu senken gilt.» 

Wenn man jedoch eine kleine Nascherei nicht missen möchte, gibt es auch Alternativen zur Schokolade: «Ein hochwertiger Schokoladen-Proteinriegel mit einem guten Aminosäurenprofil, möglichst vielen Ballaststoffen (15 Gramm pro Riegel ist gut) und einem geringen Anteil an pflanzlichem Zucker kann ein sehr guter Ersatz zur Schokolade sein.» Hochwertige Proteinriegel gebe es jedoch nicht sehr viele. Hier lohnt es sich also, besonders gut hinzuschauen. 

Ob es nun doch die klassische Schokolade oder ein vollwertiger Ersatz sein soll, Genuss ist das oberste Gebot. 

Text: Tina Spichtig

Lesen Sie mehr.

Arbeit 4.0 ist in aller Munde

Unternehmen müssen...

Generation 50 Plus auf dem Arbeitsmarkt

In der heutigen Berufswelt fallen Entscheidungen immer schneller. Der wirtschaftliche Druck lastet dabei auf den Gross- sowie Kleinunternehmen. Kostet ein älterer Arbeitnehmer zu viel oder erbringt er die erwünschte Leistung nicht mehr, folgt die Kündigung. Doch wie können ältere Arbeitssuchende in der Berufswelt schnell wieder Fuss fassen?

Wenn der Körper auf Sparflamme schaltet

Das Telefon klingelt ununterbrochen, die Agenda ist vollgespickt mit Terminen und im Posteingang häufen sich unbeantwortete E-Mails. Alle wollen etwas von Ihnen, aber keiner merkt, wie Sie langsam aber sicher ausbrennen.

Archiv.

Mut zur Farbe in der Wohnungseinrichtung

Wir kleiden uns bunt, fahren ein Auto in unserem Lieblingsrot und umgeben uns gerne mit fröhlichen Farben – doch beim Wohnen verlassen...