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20 September 2019

Darum braucht es die Komplementärmedizin.

Das Zusammenspiel verschiedener Faktoren führt in vielen Bereichen zum optimalen Ergebnis. So ist es auch in der Medizin und ihren verschiedenen Therapieformen. Nebst der Schulmedizin braucht es weitere Alternativen, denn eine allein hat nicht immer die optimale Lösung für alle Krankheitsbilder.

Christoph Züllig

Die meist synthetisierten Monopräparate der Schulmedizin entfalten eine chemische Wirkung im menschlichen und tierischen Körper, welche zudem oft problematische Nebenwirkungen hervorruft. Generell werden Monosubstanzen vom Körper weniger gut aufgenommen als Vielstoffgemische. Sie wirken jedoch durch ihre hohe Dosierung. Die Phytotherapie beruht auf der chemischen Wirkung von Inhaltsstoffen verwendeter Pflanzen. Als Vielstoffgemische sind sie in ihrer Grundstruktur den Lebensmitteln ähnlich und werden daher vom Körper besser aufgenommen und entfalten so auch eine intensivere Wirkung. Natürlich gewonnene Vitamine sind bei vergleichbarer Dosierung den synthetisch hergestellten Vitaminen deutlich überlegen. Gegen pflanzliche Vielstoffgemische entwickeln sich zudem keine Resistenzen. Die Homöopathie wirkt bei tiefen Potenzen ähnlich wie die Phytotherapie. Bei den mittleren und hohen Potenzen, die nur noch Spuren oder keine Ausgangsstoffe mehr enthalten, besteht die Wirkung nur noch auf den dem Körper übertragenen, energetischen Informationen. Diese lösen im menschlichen oder tierischen Körper Aktionen oder Reaktionen aus, die zur Selbstheilung führen.

Folgend gibt es zahlreiche exemplarische Situationen, in denen die Komplementärmedizin der Schulmedizin vorgezogen oder mit ihr kombiniert werden kann.

Schmerzlindernd in der Menopause

Die Standardtherapie für Beschwerden während der Menopause ist die Hormontherapie. Weil diese Therapie nicht problemlos ist, versuchen viele Gynäkologen, die Beschwerden so weit wie möglich mit Komplementärmedizin zu lindern. Es ist ein Herantasten an die optimale Lösung für jede einzelne Patientin. Viele Patientinnen werden auf verschiedene Weisen therapiert: Sowohl mit der Hormontherapie als auch mit dem homöopathischen Mittel Sanguicimin. Die Beschwerden werden auf diese Weise auf ein erträgliches Mass reduziert. Oftmals fühlten sich Patientinnen erst mit dem homöopathischen Mittel wieder im eigenen Körper. 

Schwindelfrei dank der Alternativmedizin

Schwindel ist für die Betroffenen unangenehm und wegen der damit verbundenen Sturzgefahr auch ein erhebliches Risiko. Die Schulmedizin verwendet in der Regel Antihypotonika (z.B. den Wirkstoff Etilefrin), die eine kurzfristige Erhöhung des Blutdrucks bewirken, dafür aber wegen der teils erheblichen Nebenwirkungen in der Kritik stehen. Eine Problemlösung für die Schwindelanfälle stellt dies nicht wirklich dar. Hier bietet die Homöopathie mit dem Komplexmittel Circuvin eine erfolgsversprechende und vielschichtige Therapiemöglichkeit, die dem Patienten auch langfristig den gewünschten Erfolg bringen kann.

Mit Phytotherapie heilen

Asthma bronchiale wird in der Regel mit Cortison-haltigen oder mit Beta2-Sympathomimetika-Präparaten behandelt. Bei Kindern und bei Patienten, die eine langfristige Therapie benötigen, ist Cortison wegen der Nebenwirkungen oft problematisch. Wenn ein Kind wegen dieser Therapie massiv an Gewicht zunimmt, empfiehlt es sich, die Cortison-Therapie abzubrechen. Das Phytotherapeutikum Respirin zeigt gute Heilwirkungen und ist darum in Ländern mit erheblicher Luftverschmutzung und entsprechend hohen Zahlen von Asthmaerkrankungen ein beliebtes Heilmittel.

Pflanzliches Herzmittel 

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind ein Therapiefeld, bei dem der Patient oft in eine gefährliche Multimedikations-Spirale gerät. Die unerwünschten Nebenwirkungen der primären Medikamente müssen mit zusätzlichen Medikamenten gedämpft werden, die ihrerseits wieder kritische Nebenwirkungen haben. Oft werden Patienten mit Medikamenten-Cocktails therapiert, bei denen eine Übersicht über Wirkungen, kritischen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen kaum mehr möglich ist. Auch erfahrene Schulmediziner versuchen daher, mit dem kombinierten Einsatz von phytotherapeutischen oder homöopathischen Mitteln eine Reduktion des Einsatzes von synthetischen Monopräparaten zu ermöglichen. Das pflanzliche Herzmittel Corsanin ist eine gute Möglichkeit für dieses Unterfangen.

Auch bei Tieren wirksam

Mastitis ist beim Milchvieh ein weit verbreitetes Problem. Die übliche Therapie mit Antibiotika bringt zwar in der Regel eine schnelle Besserung. Enttäuschend ist allerdings die hohe Zahl von Rückfällen. Zudem besteht der wirtschaftliche Nachteil, dass die Milch in der Behandlungsphase nicht verwendet werden darf. Der oft verwendete homöopathische Phytolacca-Komplex hat bei Mastitis ebenfalls eine zuverlässige Heilwirkung und führt zu weniger Rückfällen. Die Milch kann deshalb immer gebraucht werden. Diese Therapie leistet auch einen Beitrag zur sparsameren Verwendung von Antibiotika in der Landwirtschaft.

Natürliche Lösung

Die Zeckenplage hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Traditionell wurden schulmedizinische Mittel auf die Haut oder das Fell aufgetragen, die in der Regel Fipronil oder Pyrethroide enthalten. Beides sind bedenkliche Giftstoffe, die keineswegs in den Körper gelangen sollten. Gerade das aber geschieht, wenn die Kinder über das Streicheln der Haustiere die Giftstoffe aufnehmen. Die Homöopathie bietet mit dem Psorinum-Komplex ein Mittel mit absolut ebenbürtiger Effizienz. Aufgrund der hohen Verdünnungsstufen ist eine Giftwirkung ausgeschlossen.

Borreliose ist am Anfang mit Antibiotika heilbar. Bei alten und verschleppten Fällen wirken diese Mittel aber nicht mehr. Nach dem aktuellen Wissensstand kann die Erkrankung nur noch mit Phytotherapie angegangen werden. Das Mittel ist die Urtinktur von Terebinthina laricina.

Text. Christoph Züllig

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