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28 September 2020

Erektionsstörungen: Wie der Mann wieder kann.

Was wünschen sich Männer, die mit beiden Beinen im Leben stehen? Eine glückliche Partnerschaft beispielsweise, einen gesunden Körper, gutes Essen und Trinken – und bestimmt auch ein erfülltes Liebesleben.
Um diese Wünsche zu verwirklichen, braucht es Engagement und manchmal auch den Mut, sich Rat und Unterstützung zu holen. Die gute Nachricht: Diese Hilfe gibt es, selbst bei Tabuthemen wie Erektionsstörungen.

Ein Mann im besten Alter, glücklich verheiratet, drei gesunde Kinder. Mit seinem Job ist er sehr zufrieden, und auch sonst läuft es eigentlich top. Eigentlich. Denn irgendwie fühlt er sich oft etwas müde, nicht ganz frisch halt, und beim Aufstehen am Morgen merkt er jeweils schon, dass er nicht mehr 20 ist. Was ihn aber wirklich belastet: Seit einigen Monaten hat er Mühe, eine Erektion zu bekommen oder diese aufrecht zu erhalten. Gegenüber seiner Frau rechtfertigt er sich währenddessen mit dem Stress im Büro, mit Müdigkeit, mit einem Unwohlsein. In Wahrheit weiss er, dass es wohl andere Gründe sind. Und so tut er dann, was heutzutage jeder tut: Er recherchiert im Internet. Was lässt sich gegen Erektionsstörungen machen?

Der Einfluss der Hormone

Es gibt viele mögliche Gründe für Erektionsprobleme: Diese können psychisch bedingt sein (Stress), aber auch auf einen Rückgang von Hormonen wie Testosteron oder einen Vitalstoffmangel zurückzuführen sein. Dieser Rückgang ist allerdings bei jedem Menschen unterschiedlich. Eine Folge des sinkenden Hormonspiegels können Erektionsstörungen sein, aber beispielsweise auch Gewichtszunahme, Erschöpfung und Gelenkschmerzen. 

Die mit Abstand häufigste Ursache für Erektionsstörungen ist die Rückbildung von Gefässen in den Schwellkörpern des Penis. Dabei handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der bereits häufig um das dreissigste Lebensjahr einsetzt. Ein sexuell aktiver Mann hat verständlicherweise Mühe damit, wenn er sein Liebesleben nicht mehr ausleben kann – schliesslich ist dies eines der menschlichen Grundbedürfnisse und wichtig für das männliche Selbstvertrauen. Zur symptomatischen Behandlung einer nachlassenden Erektion werden beispielsweise verschiedene chemische Produkte, bekannt als Potenzpillen, angeboten. Obwohl massenhaft in Europa angewendet, treten teilweise erhebliche Nebenwirkungen auf. Ebenso ein risikobehafteter operativer Eingriff an den Penisgefässen wird manchen Männern empfohlen. 

Blutplättchen und Stosswellen als Alternative

Als sicher, effizient und schnell hat sich die PRP-Methode bewährt (siehe Infobox). Sie nutzt die natürlichen Regenerationsfunktionen des körpereigenen Blutes zur Bildung neuer Gefässe und zum Wiederaufbau des Schwellkörpers. Das speziell konzentrierte Blutplasma enthält eine Vielzahl an Wachstumsfaktoren, die im Körper folglich Heilprozesse auslösen und unterstützen. Die Anregung der Gefässneubildung durch die PRP-Methode wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt. Dieselbe Methode wird seit Längerem bei der Regeneration von Gelenken, Knochen, Haaren und Hautzellen angewandt. 

Ein sexuell aktiver Mann hat verständlicherweise Mühe damit, wenn er sein Liebesleben nicht mehr ausleben kann

Bei einer schlechten Durchblutung des Penis kann aber auch die Stosswellenbehandlung (siehe Infobox) eine effektive Behandlung sein. Bei der ambulanten und schmerzfreien Anwendung werden in mehreren Sitzungen niedrig-energetische Stosswellen eingesetzt, welche die Bildung neuer Blutgefässe im Penis stimulieren sowie Schwellkörpergewebe und Nerven regenerieren. Die Durchblutung des Penis wird nachhaltig verbessert und die Erektionsqualität deutlich gesteigert.

Persönliche Beratung entscheidend

In unserer Kultur zählen Erektionsstörungen nach wie vor zu den Tabuthemen. Hilfreich und längerfristig wirkungsvoll ist ein vertrauensvolles, lösungsorientiertes Gespräch, das eine umfassende Betrachtung des Problems ermöglicht. Durch eine solche Unterhaltung bekommt der Arzt wertvolle Hinweise auf mögliche Ursachen, wovon es wie erwähnt schliesslich viele gibt. Gemeinsam mit dem Patienten kann dann das passende Vorgehen gewählt werden. So erhält Mann wieder das, was für ihn wichtig ist: Anhaltende Vitalität, ein positives Körpergefühl und dank einer gesunden Erektion ein erfülltes (Sexual-)Leben.

Die PRP-Methode

Plättchenreiches Plasma (PRP) bezeichnet Blutplasma, das besonders viele Blutplättchen (Thrombozyten) aus dem körpereigenen Blut des jeweiligen Patienten enthält. Die Blutplättchen sind die Träger einer Vielzahl von Wachstumsfaktoren. PRP aktiviert und fördert im Gewebe gezielt die Regeneration. Die PRP-Methode basiert auf den natürlichen Heilungsprozessen unseres Körpers.

Die Stosswellen-Behandlung

Niedrig-energetische Stosswellen lösen im behandelten Gewebe eine sehr starke Regeneration aus. Dieser Effekt ist in der Medizin seit vielen Jahren bekannt und erforscht. Die Übertragung der Stosswellenenergie an das Gewebe führt zur Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und der Einwanderung von Stammzellen. So wird eine Gefässneubildung in den Schwellkörpern und eine Verjüngung des Penisgewebes erzielt.

«Wir nutzen die Kräfte, die jeder in sich trägt»

Dr. Geoffrey Hürtgen berät in seiner Praxis in Basel Männer mit Erektionsproblemen. Der Experte in der Anwendung der PRP-Methode und der Stosswellenbehandlung erklärt im Interview, welche Männer seine Praxis besuchen, wie er sie berät und welche Vorteile die PRP-Methode und die Stosswellenbehandlung bieten.

Dr. Hürtgen, was hat Sie zur Gründung Ihrer spezialisierten Praxis inspiriert?

Ich habe immer wieder erlebt, dass Patienten bei gewissen Problemen mit ihrer Sexualität kaum zufriedenstellende Lösungen geboten wurden. Als ich mich dann intensiv mit ursächlichen Behandlungsmöglichkeiten wie der Anwendung von PRP und der Stosswellentechnologie beschäftigt habe, war mir klar, dass ich das machen und meinen Patienten anbieten muss. Jeder Mann soll Zugang zu diesen natürlichen und nachhaltigen Therapieformen haben.

Ein Mann kommt zu einem Gespräch in Ihrer Praxis vorbei. Wie gehen Sie vor?

Ganz wichtig ist mir, möglichst viel über den Menschen zu erfahren, der mir gegenübersitzt. Wie lebt er? Was läuft gut? Wo liegen die Probleme? Wie ist es um seine Vitalität bestellt? Nur so erhalte ich die nötigen Informationen, um ihn kompetent beraten und eine passende Lösung vorschlagen zu können.

Sind es eher ältere Männer, die Sie aufsuchen?

Keineswegs. Erektionsstörungen können jeden Mann treffen. Die meisten sind zwischen 35 und 50 Jahren alt, aber es kommen auch jüngere Männer ab 18 sowie reifere Männer jenseits des 80. Lebensjahrs. Sie haben ganz unterschiedliche Hintergründe, Lebensweisen und Erwartungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität haben. Am häufigsten wird über Erektionsbeschwerden berichtet. Aber auch Schwierigkeiten mit der Libido, dem Samenerguss, dem Orgasmus, Beschwerden nach vorangegangenen Operationen oder Verletzungen führt die Männer zu mir in die Sprechstunde.

Was ist der Grund für diese Schwierigkeiten?

Die Ursachen sind ebenso unterschiedlich wie die Menschen – deshalb ist das offene und lösungsorientierte Beratungsgespräch auch so wichtig. Wenn verengte Gefässe oder Durchblutungsstörungen im Schwellkörper des Penis das Problem sind, kann die PRP-Methode alleine oder in Kombination mit der Stosswellenbehandlung die Lösung sein. Die Wirkungen von PRP und Stosswelle ergänzen sich wunderbar, sodass die Kombination beider Verfahren zu einem besseren Ergebnis führt. Wenn die Ursache im hormonellen Bereich liegt, schlage ich eine Hormontherapie mit körperidentischen, natürlichen Hormonen vor. Nur in seltenen Fällen bestehen rein seelisch-emotionale Probleme; in solchen Fällen empfehle ich, den Rat eines Sexualtherapeuten einzuholen.

Wie führen Sie diese Behandlungen durch?

Bei der PRP-Methode entnehmen wir dem Mann zuerst eine kleine Menge Blut, das anschliessend aufbereitet wird, um das blutplättchenreiche Plasma (PRP) zu gewinnen – also jenen wichtigen Bestandteil des Blutes, der für den Heilungsprozess in unserem Körper zuständig ist. Anschliessend wird das PRP schmerzfrei an der zu behandelnden Stelle wieder zurückgegeben.

Und die Stosswellenanwendung?

In der Regel sind sechs Sitzungen im wöchentlichen Abstand – ebenfalls ambulant und absolut schmerzfrei – für eine effektive Behandlung ausreichend. In einer 30-minütigen Sitzung wird so der gesamte Penis behandelt. Neben der lokalen Ausschüttung von Wachstumsfaktoren, die zu einer Gefässneubildung führt, kommt es auch zu einer verstärkten Aktivierung und Einwanderung von Stammzellen. Dieser Cocktail heilt und regeneriert Blutgefässe, Nerven und den Schwellkörper. Neben der Förderung der Erektionshärte wurden mit dieser Methode auch sehr gute Erfahrungen bei Männern mit chronischer Prostatitis oder chronischen Beckenbeschwerden gemacht.

Kontakt

Dr. med. Geoffrey Hürtgen
CH-4051 Basel
+41 61 283 21 21
www.huertgen.ch

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