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26 Februar 2020

Anwältin und Anwalt: Ein Beruf mit Zukunft.

Daniel Daeniker, Senior Partner bei Homburger

Wenn die Menschen vom Anwaltsberuf hören, denken viele an TV-Serien wie «Ally McBeal», «Suits» oder «Better Call Saul». Ganz so glamourös geht es im echten Anwaltsleben selten zu und her. Trotzdem ist der Anwaltsberuf jeden Tag spannend und abwechslungsreich.

Wer heute Anwältin oder Anwalt werden will, weiss sich in guter Gesellschaft. Persönlichkeiten wie Abraham Lincoln, Nelson Mandela oder Mahatma Gandhi waren als Anwälte tätig, bevor sie anderweitig zu Ruhm und Ehre kamen. Auch ihnen dürfte damals die Vielfalt des Anwaltsberufs zugesagt haben. Und vielfältig wird dieser Beruf auch in Zukunft sein.

Anwälte sind stets gefragt

Denn die Gesellschaft wird immer mehr von Regeln durchsetzt, in der Schweiz und anderswo. Folglich brauchen auch immer mehr Leute die Hilfe von Anwältinnen und Anwälten, um sich in diesem Dickicht zurecht zu finden. Egal ob beim Hauskauf, bei einer Scheidung oder vor einem Strafrichter, immer mehr Situationen erfordern den Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts. Ganz zu schweigen von einem grenzüberschreitenden Unternehmenskauf oder einem komplexen Gerichtsverfahren; hier setzen sich ganze Anwaltsteams für ihre Klienten ein. Dies hat zur Folge, dass auch die Spezialisierung im Anwaltsberuf an Bedeutung gewinnt. «Fokus Law Guide»  bietet einen spannenden Einblick in die Branche und ihre Spezialgebiete, denn Anwalt ist nicht gleich Anwalt.

Heute gibt es in der Schweiz eine ganze Reihe Kanzleien mit 100 oder mehr Vertretern des Berufsstandes.

Der Anwaltsberuf hat sich im Laufe der Jahre verändert. Vor 30 Jahren bestand die Schweizer Anwaltschaft fast ausschliesslich aus Einzelanwälten und kleinen Praxisgemeinschaften. In der grössten Kanzlei der Schweiz arbeiteten gerade mal 20 Anwältinnen und Anwälte. Heute gibt es in der Schweiz eine ganze Reihe von Kanzleien mit 100 oder mehr Vertretern des Berufsstandes. 

Digitalisierung der Branche

Verändert hat sich auch die Art, wie wir arbeiten. Unsere Branche wird zunehmend digitaler. Immer mehr Abläufe werden automatisiert, immer mehr Dokumente elektronisch überprüft. Die Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz bringen laufend neue Möglichkeiten mit sich. Anwältinnen und Anwälte sind gut beraten, sich die Vorteile der neuen Technologien anzueignen und sich gegenüber der Digitalisierung zu öffnen. Die Qualität der Dienstleistung kann dadurch nur gewinnen. Doch auch die Digitalisierung wird den menschlichen Kontakt in unserem Beruf nie überflüssig machen. Das persönliche Gespräch, der Auftritt vor Gericht, die Verhandlung, bei der man sich in die Augen schaut und über den Tisch die Hände schüttelt, werden nie verschwinden.

Um Nachwuchs muss sich das Gewerbe keine Sorgen machen: Noch immer studieren viele junge Leute Recht an den schweizerischen Universitäten. Ein Genderproblem kennt das Jus-Studium übrigens nicht – mehr als die Hälfte der Absolventen der juristischen Fakultäten sind weiblich. Somit hat der Anwaltsberuf auf alle Fälle eine interessante, vielfältige und attraktive Zukunft vor sich.

Text: Daniel Daeniker

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