8.6 C
Zürich
26 September 2020

In Sporttalente investieren lohnt sich immer.

Roger Schnegg, Direktor Swiss Olympic

Mit einer sympathischen Schlussfeier im Eisstadion von Malley ist gestern Abend ein Ereignis zu Ende gegangen, das die Schweiz während zwei Wochen begeistert hat: die Olympischen Jugend-Winterspiele. In den Austragungsorten von Lausanne bis St. Moritz wurden olympische Wettkämpfe auf höchstem Niveau ausgetragen. Solch wunderschöne Kulissen kann nur das Mutterland des Wintersports bieten.

Es war das erste Mal seit über 70 Jahren, dass das olympische Feuer wieder in der Schweiz brannte. Fast 2000 junge Sportlerinnen und Sportler begeisterten uns mit ihrer Leidenschaft und ihren Leistungen. Der Auftritt vor Heimpublikum war für die 112 Schweizer Sporttalente eine unbezahlbare und wertvolle Erfahrung auf ihrem Weg an die Weltspitze. 

Nutzen für die Gesellschaft

Doch wer glaubt, bei diesen Olympischen Jugendspielen sei es nur um die Sportwettkämpfe gegangen, der irrt. Es war von Beginn an ein erklärtes Ziel von Swiss Olympic und dem Organisationskomitee, dass dieser Anlass einen langfristigen Nutzen für den Schweizer Sport und damit auch für unsere Gesellschaft haben muss. So steht schon lange fest, dass alle Wettkampfanlagen auch künftig intensiv für Training und Wettkämpfe genutzt werden. Das spektakuläre Gebäude Vortex in Lausanne (meine Empfehlung: Googlen Sie «Vortex Lausanne»!), in dem die jungen Sporttalente gewohnt haben, wird zum Studentenwohnheim. Und noch ein Beispiel: Unter dem Motto «Für, von und mit der Jugend» wurden fast 130 000 Schulkinder und Studierende in die Vorbereitung und Organisation des Anlasses einbezogen, in dem sie unter anderem das Maskottchen, die visuellen Elemente von «Lausanne 2020» und die offizielle Hymne kreiert haben.

Sporttalente fördern

Es ist keine leere Phrase, dass der Leistungssport wichtig für eine Gesellschaft ist. Er schafft verbindende Erlebnisse, er formt Leaderinnen und Leader, er motiviert dazu, sich zu bewegen. Deshalb lohnt sich jede Investition. Die Familien der Sporttalente, die hunderttausenden Freiwilligen und Ehrenamtlichen in den Sportvereinen und an Sportanlässen, die Wirtschaft oder die öffentliche Hand, sie alle müssen viel investieren. Denn Leistungssport ist teuer und gerade im Nachwuchsbereich privat oft nicht finanzierbar. Zu viele Talente gehen verloren, weil die Eltern und die Sportverbände nicht über genügend Mittel verfügen, um Material, Infrastruktur und Trainer alleine zu finanzieren. Deshalb braucht es insbesondere in der Nachwuchsförderung gezielte und nachhaltige Hilfe der Politik. Und diese lohnt sich für die ganze Gesellschaft: Leistungssport ist die vielleicht beste Lebensschule überhaupt. Er lehrt Kinder und Jugendliche fokussiert, strukturiert und leistungsorientiert durchs Leben zu gehen. Ganz egal, ob sie mal an Olympischen Spielen teilnehmen oder nicht.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen und schneereichen Winter voller sportlicher Highlights. Ganz egal, ob sie diese Höhepunkte vor dem TV-Gerät erleben, oder auf Pisten, Loipen, Eisfeldern und Winterwanderwegen.

Text: Roger Schnegg

Lesen Sie mehr.

Babybrei ist nicht gleich Einheitsbrei

Ernährung ist ein gesellschaftliches Megathema, betrifft aber auch die Kleinsten unter uns. Säuglinge interessieren sich zwar nicht für Ingwer und Quinoa, doch gesunde und ausgewogene Nahrung ist für sie genauso wichtig wie für Erwachsene.

Die Freuden und Leiden des interkulturellen Schaffens

Durch Globalisierung und Migration sind viele Gesellschaften «multikulti» geworden. Entsprechend vielfältig sind heute auch die Teams im Arbeitsleben. Mitarbeiter aus verschiedenen Kulturen einzustellen, gilt bei immer mehr Arbeitgebern als Erfolgsfaktor. Was sind die Vorteile, die ein solcher Mix bringen kann – und was die Herausforderungen? Eine Spurensuche.

Unten grau, oben blau – ab in die Berge!

Heute über der Alpennordseite zäher Hochnebel, Obergrenze um 1200 Meter. Darüber strahlend sonnig und nachts sternenklar, so lautet die Wetterprognose. Die grauen Tage haben gerade wieder Hochsaison. Deshalb: ab in die Berge!

Schlafapnoe: Wenn das Schnarchen gefährlich wird

Schlafapnoe bezeichnet kurze Atemaussetzer während des Schlafs, die von der betroffenen Person jedoch unbemerkt bleiben. Gemäss einer Medienmitteilung der Lungenliga sollen in der Schweiz über 150 000 Menschen betroffen sein.

Archiv.

Mut zur Farbe in der Wohnungseinrichtung

Wir kleiden uns bunt, fahren ein Auto in unserem Lieblingsrot und umgeben uns gerne mit fröhlichen Farben – doch beim Wohnen verlassen...