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22 Oktober 2020

Schlaf – das Elixier des Lebens.

Wer liebt es nicht? Ein entspannendes Nickerchen nach dem Mittagessen oder am Ende eines anstrengenden Tages ins einladende Bett zu fallen. Schlaf ist ein grosser Teil unseres Lebens, denn wir verbringen fast ein Drittel unseres Lebens im Bett. Am 13. März wird deshalb der internationale Weltschlaftag zelebriert.

Der Schlaf war lange Zeit unerforscht. Er wurde nur mit einer kompletten Ruhephase des Körpers in Verbindung gebracht und deshalb lieblos der kleine Bruder des Tods genannt. Obwohl das Schlafen in der Zwischenzeit umfassend analysiert wurde und es heutzutage sogar Schlafforschungszentren gibt, liegen noch viele Informationen darüber wortwörtlich im Dunkeln. Fest steht jedoch eines: Ohne geht es nicht, denn während wir unsere Ruhe geniessen, arbeitet unser Gehirn auf Hochtouren.

Weshalb ist Schlaf so wichtig?

Alle Lebewesen verbringen ihr Dasein in zwei unterschiedlichen Stadien: Ruhe- und Aktivitätsphasen. Der Mensch ist da nicht anders. Im Thalamus, dem grössten Teil des Zwischenhirns, steuern Nervenzellen in einem konstanten Rhythmus den Impuls während gewissen Zeiten wach zu sein oder zu schlafen. Um diese Regelmässigkeit des Schlafes einzupendeln, wird das ganze erste Lebensjahr benötigt. Schichtarbeit respektive Jetlag stören diesen vorgegebenen Takt, der mit keinem Mittel umgepolt werden kann, und können deshalb längerfristig gesundheitliche Schäden auslösen.

Ein gesunder und regelmässiger Schlaf ist lebenswichtig. Denn während der Schlafphase macht das Gehirn aktive Prozesse durch, die zur Erhaltung eines gesunden Körpers und einer intakten Psyche notwendig sind.

Drei Auswirkungen von gesundem Schlaf

1. Gedächtnisinhalte werden verarbeitet

Dabei werden wichtige Informationen in unterschiedliche Kategorien geordnet, während überflüssige wieder gelöscht werden. Dieser Prozess ist nur während der Schlafphase möglich, da es sonst zu einer Störung der Reize kommt und man halluzinieren würde. Erlernte Fähigkeiten und Informationen werden jedoch nicht nur sortiert, sondern auch gefestigt. Dies sollte man sich für das Lernen zunutze machen, indem man wichtige Inhalte vor dem Schlafengehen am besten noch einmal repetiert.

2. Der Körper wird rundumerneuert

Schlaf dient in erster Linie zur Erholung, die dazu da ist, dem Körper durch Zellerneuerung täglich neues Leben einzuhauchen. Diese Regeneration stärkt das Immunsystem und schüttet eine Vielzahl an immunaktiven Stoffen aus. Repräsentative Studien wiesen dies sogar nach: Eine Gruppe von Probanden, die sich direkt nach einer Impfung gegen Hepatitis A schlafen legen durften, zeigten danach bei einem Test doppelt so viele Antikörper als solche, die wach bleiben mussten.

3. Schlaf macht gross und stark

Während des Schlafes werden auch Wachstumshormone ausgeschüttet. Nicht nur der Körper, sondern auch das Gehirn entwickelt sich während des Schlafes. Dies ist ein wichtiger Grund, weshalb Babys und Kleinkinder so viel Ruhezeit benötigen. Rund 16 Stunden schlafen Säuglinge täglich, wobei die Länge der Schlafenszeit mit zunehmendem Alter immer kürzer wird. Vor allem die REM-Phase, in der man sich im absoluten Tiefschlaf befindet sowie meist auch lebhaft träumt, ist absolut notwendig. Mangelt es im jungen Alter an dieser Schlafphase, kann das in späteren Jahren zu Entwicklungsproblemen führen.

«Schlafen macht schön»: Mythos oder Wahrheit?

Man nennt es nicht umsonst Schönheitsschlaf. Schwedische Forscher haben herausgefunden, dass sich eine gute Portion Schlaf positiv auf unser Erscheinungsbild auswirken kann. Gut erholte Menschen wirkten in einer Studie auf die Testpersonen ferner attraktiver und gesünder. Die nächtliche Ruhephase wirkt sich auch auf unseren Stoffwechsel aus und aktiviert ihn. Unser Hungergefühl wird reguliert und abgedämpft und somit wird einem auch das Abnehmen leichter fallen. Auch unsere Haut kann unter zu wenig Schlaf leiden, denn Schlafmangel führt zu einer schlaffen Haut mit fahlem Teint und vorzeitiger Alterung.

Folgen von Schlafmangel

Es kann vorkommen, dass man einige Tage unruhig schläft und deshalb immer wieder aufwacht. Kurzfristig fühlt man sich schnell erschöpft, müde und antriebslos. Während der Arbeit oder der Schule leidet man unter einer geringen Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis macht Probleme. Auch die Stimmung leidet unter der Schlaflosigkeit, denn man ist schnell reizbar und jedes Problem wird von der Mücke zum Elefanten gemacht. Im Strassenverkehr kann es sogar gefährlich werden, wenn man zu wenig schläft. Denn die Aufmerksamkeit nimmt drastisch ab und das Reaktionsvermögen arbeitet nur noch verlangsamt.

Leidet man über einen längeren Zeitraum an akuter Schlaflosigkeit, werden die Probleme grösser und die Krankheitsbeschwerden gefährlicher. Im Herz kann es durch die Überforderung des ständigen Wachseins zu Rhythmusstörungen kommen und der Blutdruck steigt an. Der nicht mehr regulierte Stoffwechsel kann dann zu Diabetes und erhöhter Gewichtszunahme führen. Schlafmangel hat nicht nur physische Folgen, sondern wirkt sich auch negativ auf die Psyche aus und kann im schlimmsten Fall zu schweren Depressionen führen.

Man merke: Schlaf ist das A und O. Um den Weltschlaftag 2020 deshalb auf die beste Weise zu feiern, geht man am 13. März am besten früh ins Bett und geniesst einen erholsamen und langen Schlaf bis einen die innere Uhr wieder weckt.

Tipps für einen besseren Schlaf

Bei einem gehäuften Schlafmangel gibt es einige Tipps und Tricks, um bald wieder eine ruhige Nacht geniessen zu können:

1. Gut gebettet

Zu einem ruhigen Schlaf kann man nur in einer erholsamen Atmosphäre gelangen. Somit sollte erstens in ein gutes Bett investiert werden, da darin durchschnittlich 24 bequeme Jahre verbracht werden sollten. Vor allem die Matratze macht es aus: Studien haben belegt, dass es sich auf mittelharten Matratzen am besten schläft.

2. Blaulicht macht die Nacht zum Tag

Smartphones, Laptops und Fernseher haben im Schlafzimmer nichts verloren. Das Blaulicht, das diese Geräte ausstrahlen, stört den Schlaf-Wach-Rhythmus, indem das Gehirn es als Tageslicht interpretiert und die angemessene Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin verhindert.

3. Gutes Essen für einen guten Schlaf

Am Abend sollten keine zu schweren Mahlzeiten gegessen werden. Die lange Verdauungszeit führt zu einer verspäteten Entspannungsphase. Besser sind leichte Mahlzeiten mit Lachs oder Thunfisch als Proteinquelle. Die darin enthaltenen Fett- und Aminosäuren fördern die Bildung von Melatonin und verhindern Schlafstörungen.

Text: Flavia Ulrich

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