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28 September 2020

Innovationen für die Schweiz von morgen.

Annalise Eggimann
Annalise Eggimann

Die Schweiz ist ein innovatives Land. Das zeigen internationale Vergleiche und Rankings, bei welchen sie seit Jahren Spitzenplätze belegt. Denn eine stark exportorientierte, international hochgradig vernetzte Wirtschaft, ein hervorragendes Bildungssystem und Hochschulen mit Weltruf sind wichtige Faktoren für diesen Erfolg. Und nicht zuletzt stimmen auch die Rahmenbedingungen: Der Arbeitsmarkt ist offen, die Infrastrukturen modern, das Steuersystem vergleichsweise attraktiv.

Jedoch garantieren vergangene Errungenschaften noch keine erfolgreiche Zukunft. Deshalb steht die Schweiz als Innovationsstandort vor grossen Herausforderungen. Die digitale Transformation durchdringt alle Lebensbereiche und verändert Gesellschaft und Wirtschaft fundamental. Mit dem damit einhergehenden Strukturwandel sind Risiken verbunden, insbesondere aber auch grosse Chancen, die es zu packen gilt. Die Coronakrise hat die Dringlichkeit zu handeln und den Wandel aktiv zu gestalten nochmals deutlich erhöht. Innovation ist der Schlüssel, um erfolgreich zu bleiben und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. In einem wirtschaftlich hochentwickelten Land mit kleinem Heimmarkt, wie die Schweiz, hängen Wohlstand und Vollbeschäftigung direkt davon ab.

Nötig sind kreative, visionäre und mutige Köpfe aus Wirtschaft und Wissenschaft. Ihnen kommt die Aufgabe zu, gemeinsam und über disziplinäre und sektorale Grenzen hinweg die Digitalisierung aktiv voranzutreiben und dabei auch Risiken einzugehen, um Innovationen für die Schweiz von morgen hervorzubringen. Businessmodelle sind zu überdenken und neu zu gestalten, um das Potenzial zu nutzen, das sich etwa aus neuen, vernetzten Produktions- und Wertschöpfungsprozessen, aus der Verbindung von Produkt und Dienstleistung zu attraktiven Angebotsbündeln mit erhöhtem Kundennutzen oder aus der Auflösung von geografischen und zeitlichen Grenzen für Angebot und Nachfrage ergibt.  

Nötig sind kreative, visionäre und mutige Köpfe aus Wirtschaft
und Wissenschaft.

Damit Innovationen nicht unnötig scheitern, sind gerade KMU oft auf den Zugang zu externem Wissen und externen Ressourcen aus Wissenschaft und Forschung angewiesen, um ihre innovativen Ideen konkretisieren und umsetzen zu können. Wollen sie sich diesen Zugang sichern, finden sie in der Schweiz bereits heute zielgerichtete Unterstützung für ihre Innovationsaktivitäten und können so ihre digitale Innovationskraft stärken. Es gilt dafür zu sorgen, dass diese Unterstützung erhalten bleibt und immer wieder auf den sich wandelnden Bedarf abgestimmt wird.  

Text Annalise Eggimann, Direktorin Innosuisse – Schweizerische Agentur für Innovationsförderung

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