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18 Mai 2021

Mobilität: Chancen nutzen!.

Delphine Morlier
Delphine Morlier

Noch ist unklar, was uns der nahende Herbst bringen wird. Deshalb wird auch die Diskussion über Mobilitätsthemen vom grossen Thema 2020 überschattet – dem Virus, der uns weit über Gesundheitsfragen hinaus beschäftigt. Die aktuelle Pandemielage konfrontiert uns schonungslos mit unserer globalisierten Lebensweise. Sie verschärft Ungleichheiten und verdeutlicht, wie komplex es ist, Lösungen zu finden, egal ob auf globaler oder lokaler Ebene. Die Pandemie zwingt uns auch, uns anzupassen. Eine Fähigkeit, die wir uns zwar stets zusprechen, aber bisher selten unter Beweis stellen mussten. 

Der Lockdown

Von einem Tag auf den anderen hat der Lockdown unsere geografische Mobilität eingeschränkt. Flexibilität und Kreativität waren gefragt, um mit Familie, Freunden oder der Arbeit in Kontakt zu bleiben. In kürzester Zeit haben sich zuvor wenig beachtete Lösungen durchgesetzt – beispielsweise Homeoffice, Videokonferenzen oder Webinare. Der Veloverkehr, dessen Wachstum stagnierte, hat die Strasse zurückerobert. Verkäufe von E-Bikes sind markant gestiegen, Massnahmen zur Förderung der Velonutzung wurden kurzfristig umgesetzt.

Auf den Strassen sind mittlerweile schon fast wieder gleich viele Autos unterwegs wie vor dem Lockdown. 

Delphine Morlier, Leiterin Mobilität, ‎Bundesamt für Energie BFE

Eine weitere erfreuliche Entwicklung dieser letzten Monate: Der Anteil der Elektroautos bei den Neuzulassungen ist weiter angewachsen und hat per Ende August 10,5 Prozent erreicht. Das trägt zum Ziel bei, die Energieeffizienz der Privatautos zu verbessern, die für fast einen Viertel des CO2-Ausstosses in der Schweiz verantwortlich sind (2018). Die aktuelle Krise darf die Dringlichkeit solcher Massnahmen zur Erreichung der Klimaziele nicht überschatten. Im Gegenteil, kann sie sogar dazu beitragen, vorgefasste Meinungen zu überwinden. So verdient es das bisher umstrittene Elektroauto, als sinnvolle, ja sogar notwendige Alternative zu Verbrennungsfahrzeugen anerkannt zu werden. Für das Elektroauto sprechen neben der Ökobilanz auch die TCO (Total Cost of Ownership), die Reichweite, das Ladestellennetz, das Fahrvergnügen und die Auswahl an Modellen.

Stausituation in der Stadt
Mobilität im Wandel
Verhaltensänderungen

Die unerwartete Krisensituation hat in der Mobilität einige Verhaltensänderungen ausgelöst. Wir sollten jetzt darüber nachdenken, wie diese zu einer nachhaltigen, ressourcenschonenderen und treibhausgasärmeren Mobilität beitragen können. Denn auf den Strassen sind mittlerweile schon fast wieder gleich viele Autos unterwegs wie vor dem Lockdown.

Dabei wäre jede Fahrt, die nicht unternommen wird, ein Gewinn für das System. Dass man Homeoffice, Videokonferenzen und -unterricht auch künftig regelmässig nutzt, ist jedoch weniger eine technische als vielmehr eine kulturelle Herausforderung. Es geht um Managementpraktiken, den gesellschaftlichen Wert der Berufstätigkeit und die Zugehörigkeit zu einem Netz von Akteuren. Die Unternehmen haben jetzt die Chance, ihre Strategien anhand der Erfahrungen aus dem «Praxistest» der ersten Jahreshälfte zu überdenken.

Erkannt haben dies 80 Gemeinden mit insgesamt über einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern, die sich im September an der allerersten Ausgabe der Veloförderaktion Cyclomania beteiligen. Auf spielerische Weise motivieren sie die Bevölkerung zum Velofahren und sammeln wertvolle Daten, um langfristig Infrastrukturen und Velorouten zu optimieren.

Text Delphine Morlier

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