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21 Oktober 2020

Gesundheit wird zum zentralen Thema für Firmen.

Die Mitarbeitenden sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens. Und gerade heute tun Betriebe gut daran, in die Gesundheit ihrer Belegschaft zu investieren. Worauf es dabei ankommt und welche Erwartungen Angestellte in Zeiten von Corona an ihre Firma hegen, erfahren Sie hier.

Die Coronapandemie hat viele Unternehmen dazu gezwungen, ihre Prozesse nicht nur zu überdenken – sondern sie auch direkt gehörig auf den Kopf zu stellen. Daraus scheint aber in vielen Fällen etwas Positives erwachsen zu sein: Untersuchungen zeigen nämlich, dass sich rund drei Viertel der Firmen dazu entschieden haben, auch in Zukunft Homeoffice-Lösungen anzubieten; wenn auch vornehmlich in einem Wechselmodus mit einem Präsenzmodell im Büro. Und wenn man eine aktuelle StepStone Erhebung zu Rate zieht, zeigt sich: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind ebenfalls von der neuen Arbeitswelt angetan. Dies geht aus der Befragung von 8500 Personen hervor, darunter 1200 Führungskräfte. Diese wurden zu ihren Erfahrungen während des Lockdowns befragt. Die überwältigende Mehrheit, ganze 86 Prozent der Angestellten, begrüssen es demnach, künftig vermehrt von zu Hause aus arbeiten zu können. Allerdings favorisiert man auch hier ein Hybrid-Konzept klar; nur gerade vier Prozent der Befragten möchten ausschliesslich zu Hause arbeiten.

Die überwältigende Mehrheit, ganze 86 Prozent der Angestellten, begrüssen es demnach, künftig vermehrt von zu Hause aus arbeiten zu können.

Büroalltag und Homeoffice

Diese Vermischung aus Büroalltag und Homeoffice bedeutet, dass sich auch das betriebliche Gesundheitsmanagement verändern muss. Es stellen sich nämlich neue Fragen: Wie garantieren und fördern wir die Gesundheit einer Belegschaft, von der immer nur ein Teil anwesend ist? Welche Rotationsmodelle und Arbeitsplatzkonzepte bringt das mit sich? Und wie werden Hygienemassnahmen sinnvoll umgesetzt? Diese und weitere Fragen vollumfänglich zu beantworten, wird Zeit in Anspruch nehmen. Grundsätzlich ist gemäss Corporate Health Initiative (CHI) aber bereits klar, dass dem Gesundheitsschutz künftig allergrösste Relevanz zukommen muss. Hier werde von den Angestellten eine professionelle interne Kommunikation erwartet. Auch Geschäftsführer und Unternehmer seien stärker als je zuvor mit der Arbeitssituation und der Gesundheit ihrer Mitarbeiter beschäftigt. 

Vertrauen ist da

Wie die StepStone Erhebung zeigt, haben mittlerweile schon über 70 Prozent der Unternehmen ein individuelles Gesundheitsschutzkonzept konzipiert und in die Praxis bringen können. Auch die Umsetzung der Konzepte funktioniere im Großen und Ganzen reibungslos, so die Einschätzung der Führungskräfte. Und das Vertrauen von Arbeitnehmerseite scheint ebenfalls vorhanden zu sein: 77 Prozent der Befragten gaben an, ihrem Arbeitgeber in Sachen Gesundheitsschutz zu vertrauen.

77 Prozent der Befragten gaben an, ihrem Arbeitgeber in Sachen Gesundheitsschutz zu vertrauen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) geht aber über den Gesundheitsschutz hinaus. Während es bei letzterem aktuell vor allem darum geht, durch gezielte Verhaltens-, Prozess- und Hygienemassnahmen die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern, zielt BGM auch darauf ab, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu verbessern und so die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens aufrecht zu erhalten. Das erhöht nicht nur die Zufriedenheit in der Belegschaft, sondern minimiert auch krankheits- oder unfallbedingte Fehlzeiten. 

Wie umsetzen?

Massnahmen kennt das BGM viele. Zu den Klassikern gehören u.a. die Förderung der körperlichen Bewegung (etwa durch das Mitfinanzieren von Fitnessangeboten, der Organisation gemeinsamer Bewegungsevents etc.), das Bereitstellen von gesunder Verpflegung sowie das Einrichten ergonomischer Arbeitsplätze (darunter z.B. das Bereitstellen von höhenverstellbaren Tischen, die man auch im Stehen nutzen kann). Man darf und sollte das BGM gemäss Fachleuten aber nicht auf dieses Set an Massnahmen reduzieren. Vielmehr müssten sich die HR-Verantwortlichen darüber Gedanken machen, mit welchen gesundheitlichen Herausforderungen die Mitarbeitenden ihres Unternehmens konfrontiert werden – und darauf entsprechende Antworten finden. Damit das funktioniert, muss die HR-Abteilung aber auch mit den notwendigen Ressourcen und Befugnissen ausgestattet werden, um diese Massnahmen umzusetzen. Ein guter konzeptioneller Startpunkt für ein umfassendes BGM ist das Schutzkonzept, das viele Betriebe wegen Corona bereits verfassen mussten. Dieses kann man als Basis nehmen, um weitere Massnahmen verbindlich festzuhalten. 

Text SMA

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