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25 Januar 2021

Investieren: Sind Schimpansen die besseren Vermögensberater?.

Erfolgreiches Investieren in einer Finanzwelt, in der das Unerwartete zu erwarten und Vertrauen schwierig zu fassen ist. Eine Selbstreflektion über eine Industrie auf dem Prüfstand.

Sie hiessen Adam Monk, Lusha oder Raven, waren Affen und haben in Experimenten vor dem aufgeschlagenen Wall Street Journal Aktien angekreuzt, mit Bauklötzchen ein Aktienportfolio zusammengestellt oder Dartpfeile auf Unternehmenslisten geworfen. Und, sie waren mit «ihrem» Portfolio erfolgreicher als mancher hochbezahlte Wertpapierverwalter. 

Ein Witz? Nein, denn niemand ist in der Lage, die Zukunft vorauszusagen. Die Meinungen von Analysten und Ökonomen sind keine Fakten, sondern lediglich Prognosen, deren Eintreffen stark vom Zufall beeinflusst wird. Das erinnert an Casino-Wetten oder eben an Adam Monk & Co. Förderlich für das Vertrauen der Anleger sind solche Aussagen aber sicher nicht. Im Gegenteil: Sie wecken Misstrauen gegenüber Banken und Anbietern von Finanzprodukten. Wem dienen die vorgeschlagenen Anlagelösungen? Dem Investor oder dem Anbieter? Hier können tatsächlich Interessenkonflikte entstehen. 

Ein Witz? Nein, denn niemand ist in der Lage, die Zukunft vorauszusagen.

Das Trump-Syndrom

Welcher Investor kann von sich sagen, dass er an der Performance der Aktienmärkte der letzten 20 Jahre zu 100 Prozent partizipiert hat? Wir haben natürlich alle einen Bekannten, der stolz über seine erfolgreichen Anlagen berichtet. Die Flops werden jedoch gerne verschwiegen. Banken und Asset Manager machen hier keine Ausnahme: Sie werben in erster Linie mit ihren erfolgreichen Anlagefonds, die Verlierer unter den eigenen Produkten erwähnen sie kaum. Ein typisches «Trump-Syndrom».

Fake News versus Fakten

Finanzkrisen kreieren Unsicherheiten und Ängste. Die Folge sind emotionale Reaktionen, die langfristig zu signifikanten Einbussen führen können. Menschen neigen dazu, sich beeinflussen zu lassen, sei es von Experten, Nachrichten, Ereignissen oder eben den Geheimtipps des Bekannten. Fakt ist jedoch, dass der US-Aktienmarkt in den letzten 50 Jahren eine durchschnittliche Jahresrendite von über 8.5% erzielte. Und in 74 Prozent aller Jahre waren die Märkte positiv.

Warum?

Der Unternehmenszweck (fast) aller Konzerne ist es, Wachstum zu generieren und Gewinne zu erwirtschaften. In regelmässigen Abständen verändert sich das Konsumverhalten der Menschen, oft verursacht durch äussere Umstände. Dadurch verändert sich auch die Firmenlandschaft. Das beste Beispiel der jüngeren Vergangenheit ist das enorme Wachstum von Online-Anbietern als Folge der Covid-19 Krise, während etablierte Firmen aus der Event- oder Reisebranche vor dem Konkurs stehen. 

Wetten oder Investieren?

Jede Krise führt zu Innovationen und einem Wandel der Wertschöpfungskette. Zwei Konstanten bleiben jedoch: a) Akteure in der Volkswirtschaft suchen nach Lösungen, um weiter oder wieder Gewinne zu erzielen und b) Konsumenten streben nach Lösungen, ihr Leben schöner, komfortabler und angenehmer zu leben. Dafür geben sie Geld aus. Der Investor kann unmöglich wissen, welche Firmen die Gewinner und welche die Verlierer sein werden? Was also ist die Lösung?

Wir sehen sie im Systematischen Anlageansatz, einer Form des Investierens, welche die Spezialisten von Finaport seit vielen Jahren mit grossem Erfolg praktizieren. Dieser basiert auf den beiden Pfeilern Emotionen und Anlagen, die wiederum in sechs Prinzipien aufgeteilt werden, nämlich Fokus, Disziplin, Emotionsfreiheit, Liquidität, Risiko und Netto-Performance.

Darauf basierend werden nachvollziehbar hervorragende Renditen erzielt. Gleichzeitig gewährleistet eine solche regelbasierte Strategie eine gut strukturierte und transparente Risikoverwaltung.

finaport-grafik
Erfolgreich Investieren 

Ziel ist, das Risiko einzelner Firmenbeteiligungen auszublenden und mit breit diversifizierten, passiven Anlageinstrumenten die Gesamtwirtschaft zu erfassen. Dabei transformiert das Anlageportfolio von einer Spielcasino-Wette auf Einzelfirmen und/oder Produktanbieter zu einem umfassenden Spiegel der globalen Unternehmenswelt.

Das Portfolio wird also zu einer internationalen Beteiligungsgesellschaft. Bildlich gesprochen wird der Investor zum Inhaber seiner eigenen, weltumspannenden Firma. Finaport steht dabei als umsichtiger und aktiver Geschäftsführer zu Seite. 

Ein Dienstleister, der seine Versprechungen nicht erfüllt, wird gemieden. Er muss sich deshalb immer und immer wieder beweisen und seine Kunden durch Leistung und Transparenz begeistern, über Jahre hinweg. In einer Welt voller Überraschungen lohnt es sich deshalb, eine klare, statistisch fundierte Strategie zu verfolgen und sich nicht durch emotionale Einflüsse ablenken zu lassen. Die von den grossen Börsengurus erzielten Renditen basieren häufig auf solchen Prinzipien. Es ist wichtig, die Durchschnittsrendite über Jahrzehnte im Auge zu behalten! Unsere Emotionen und die damit verbundene Kurzsichtigkeit hindern uns oft daran. Um erfolgreich zu investieren, brauchen wir – nebst Know-how – einen kühlen Kopf. 

Finaport ist eine global tätige, unabhängige Schweizer Vermögensverwaltung mit Niederlassungen in Europa und Asien sowie einer separaten Gesellschaft für Kunden aus den USA. Angeboten wird die Beratung von Privat- und Firmenkunden, gekoppelt mit Asset Management und Investment Banking Advice.

www.finaport.com

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