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25 Januar 2021

Wie Wasserstoff die Energie der Zukunft bestimmen wird.

Erdwärme, Photovoltaik, Biogas – nur einige der Innovationen, die bezüglich der Energiewende eine zentrale Rolle spielen. Wasserstoff befindet sich im Zuge dessen ebenfalls auf Erfolgskurs. «Fokus» über das enorme Potenzial des Energieträgers der Zukunft.

Wasserstoff ist nicht nur das einfachste und leichteste chemische Element, sondern auch das häufigste chemische Element im Universum. Auch in puncto Energie der Zukunft ist es zudem von grosser Bedeutung. «Mit zunehmendem Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion wird Wasserstoff im Energiebereich eine immer grössere Rolle zugeschrieben», berichtet Stefan Oberholzer, beim BFE für das Programm Wasserstoff & Brennstoffzellen zuständig.

Der Bedarf an Wasserstoff wird zunehmen

Denn das Sustainable Development Scenario der IEA, wonach die Klimaziele im Paris Abkommen erreicht werden könnten, geht von einem globalen Wasserstoffbedarf in 2050 von 287 Megatonnen pro Jahr aus. «Zum Vergleich: 2019 lag der Verbrauch bei rund 71 Megatonnen pro Jahr», so Stefan Oberholzer. 

Die Nutzung von Wasserstoff

Bezüglich der Nutzung des Elements gibt es zudem mehrere Möglichkeiten. «Wasserstoff kann direkt thermisch genutzt oder mit einer Brennstoffzelle direkt in Strom und Wärme umgewandelt werden», erläutert Stefan Oberholzer. Im industriellen Bereich könne Wasserstoff zudem beispielsweise in der Stahlproduktion eingesetzt werden. «Im Mobilitätssektor bietet sich Wasserstoff in Kombination mit Brennstoffzellen im Bereich des elektrischen Schwerverkehrs und für die Elektrifizierung von Zügen an.» Im Stromsektor könne Wasserstoff des Weiteren als saisonaler Energiespeicher dienen.

Über den Umgang mit Wasserstoff

Nichtsdestotrotz gilt es im Umgang mit Wasserstoff einige wichtige Punkte zu beachten. «Der Umgang mit Wasserstoff erfordert spezielle Massnahmen», bestätigt Stefan Oberholzer. «Wasserstoff ist relativ leicht flüchtig und in einem verhältnismässig grossen Mischbereich mit Luft leicht entzündlich.» Man muss sich vor dem Umgang mit Wasserstoff aber nicht fürchten: «Allgemein kann man sagen, dass Wasserstoff nicht speziell gefährlich oder problematisch wäre.» Der Umgang mit Wasserstoff sei bekannt, sodass Brennstoffzellen oder Wasserstofffahrzeuge normal betrieben werden können.

Stefan Oberholzer verrät die Vorteile von Wasserstoff als Energieträger

  • Wasserstoff lässt sich aus einer Vielzahl an Quellen gewinnen. Mit Elektrolyse und sauberem Strom kann Wasserstoff mit einer sehr geringen CO2-Belastung gewonnen werden.
  • Als chemischer Energieträger lässt sich Wasserstoff speichern, transportieren und handeln.
  • Es bietet sich eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere die Kombination mit Brennstoffzelle ermöglicht eine effiziente Nutzung.
  • Wasserstoff ist nicht giftig und es entstehen keine Emissionen bei der Anwendung.
  • Man kann das Wasserstoff-Molekül für einen Herkunftsnachweis «labeln» (grün, blau, grau, türkis); je nach Produktionsart und CO2-Belastung. Im Vergleich dazu ist das beim Strom im Netz schwieriger.

Text Lars Gabriel Meier 

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