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26 Februar 2021

Höhere Lebensqualität während und nach einer Krebserkrankung.

Wie geht man auf Krebsbetroffene zu? Es ist stets wichtig, das Individuum zu betrachten und bei einer Krebserkrankung einen interdisziplinären Ansatz zu wählen, der im Dienst des Menschen als Ganzes steht.

Die integrative Medizin bietet bei einer Krebserkrankung eine Kombination aus schul- und komplementärmedizinischen Angeboten mit dem Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Durch multidisziplinäre und -professionelle Teams haben Patienten und Patientinnen Zugang zu bestimmten Therapien, die eine Verbesserung der Lebensqualität bewirken können.

Die integrative Medizin ist gewachsen. Das liegt teilweise daran, dass Erkrankte eine aktivere Rolle in ihrer Gesundheitsversorgung übernehmen wollen. Dazu wenden sie sich Behandlungen zu, die sich auf ganzheitliche Gesundheit und Heilung konzentrieren. Die integrative Medizin kombiniert komplementäre und alternative Medizin. Dazu gehören Akupunktur, Selbsthypnose, restaurative Dermopigmentierung, Faszientherapie, Shiatsu, Lymphdrainage, Bioresonanz, Fussreflexzonenmassage, Meditation, Pilates, Yoga, Qi Gong, Kunsttherapie und mehr.

Interdisziplinarität

Einige Behandlungen lindern die Schmerzen, andere machen stärker. Daher ist es wichtig, an einem einzigen Ort eine Reihe von Fähigkeiten zu vereinen, die Beratung, alternative Medizin, Aktivitäten und Lösungen für das Wohlbefinden kombinieren. Ziel ist es, allen Betroffenen eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Antwort zu bieten und auch Therapierenden die Möglichkeit zu geben, Wissen und Know-how zusammenzuführen. So findet jede Geste und jedes Wort seinen Platz in einer globalen, gezielteren und effektiveren Begleitung.

Die Vorteile von ganzheitlichen Therapien bei einer Krebserkrankung

Eine Krankheit betrifft nicht nur den Körper, sondern auch den Geist und die Beziehung zur Welt. Auch die Beziehungen zu anderen, zur Familie und zur Arbeit verändern sich. Es ist wichtig, Therapien zu fördern, welche die Gesamtheit des Menschen berücksichtigen. Man muss sowohl die physischen und emotionalen als auch die mentalen und spirituellen Aspekte berücksichtigen. 

Kein Teil des Selbst darf vernachlässigt werden, wenn man in der eigenen Heilung aktiv sein möchte. Wie verändert der Krebs das Verhältnis zum Körper und zum Selbstbild? Inwiefern hat sich das Dasein als Frau verändert? Wie kann dieser schmerzende, veränderte Körper wieder Lust und Freude empfinden? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung?

Wie verändert der Krebs das Verhältnis zum Körper und zum Selbstbild?

Das sind alles Fragen, die Frauenkreise – die aus den Traditionen der Vorfahren stammen, in denen sich Frauen früher versammelten – zu beantworten versuchen können. Diese Gesprächsgruppen zielen darauf ab, sich wieder mit der eigenen Weiblichkeit, der Selbstliebe und dem eigenen Körper zu verbinden. Dies geschieht im Geiste der Schwesternschaft.

Meditation

Die Achtsamkeitsmeditation ist ein Werkzeug, um mit stressbedingten Schwierigkeiten besser umgehen zu können. Ziel dieser Meditation ist es, Resilienz aufzubauen.  Die Achtsamkeitsmeditation hingegen bietet Werkzeuge, um mit stressbedingten Schwierigkeiten besser umgehen zu können. Ziel dieses Ansatzes ist es, Resilienz (Entdeckung von Fähigkeiten zur Stressbewältigung, erhöhte Kontroll-, Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit, aber auch erhöhte Energie), körperliches Wohlbefinden (Harmonisierung des endokrinen Systems, Stärkung des Immunsystems und verbesserter Schlaf), emotionales und soziales Wohlbefinden (reduzierte Ängstlichkeit, bessere emotionale Stabilität und verbessertes Selbstbild) zu schaffen.

Ernährung

Darüber hinaus können in Workshops zum Thema Ernährung praktische Tipps ausgetauscht werden, insbesondere zum Thema Immuntherapie und Mikrobiota. Tatsächlich hat die Forschung gezeigt, dass der Erfolg dieser Therapie mit der Mikrobiota in unserem Darm zusammenhängt. Deshalb ist es wichtig, sich gut zu ernähren und die Darmflora zu stärken.

Lachyoga

Besser lachen, besser leben! Lachen hilft, die Wohlfühlhormone im Körper anzukurbeln. Ebenso fördert es das Immunsystem und stärkt das Herz. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass 20 Minuten Lachen ausreichen, um physiologische Vorteile sowie eine positive mentale Einstellung zu entwickeln, die der Person helfen, tägliche Herausforderungen besser zu bewältigen.

All dies unterstreicht, wie wichtig es ist, sich im Kampf gegen die Krebserkrankung zu engagieren, indem man konkret dazu beiträgt, die Lebensqualität der betroffenen Menschen (Erwachsene, Jugendliche und Kinder) zu verbessern, aber auch indem man ihre Angehörigen unterstützt.

Die Angebote zur Beratung, Unterstützung und Betreuung zielen darauf ab körperliches, soziales und moralisches Wohlbefinden während und nach der Behandlung zu erreichen.

Text:Linda Kamal, Centre Otium, Otium.center / Übersetzung uns dem Französischen: Fatima Di Pane

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