wi-fi 6 devices
Business IT Digitalisierung

Was kann Wi-Fi 6?

25.03.2022
von Melanie Cubela

1997 erschien ein Nischenprodukt, welches die Welt verändern würde: WLAN 802.11. Seither wurden unzählige weitere Standards verabschiedet, welche laufend für Optimierung sorgen sollten. Der neueste Standard erhielt den Namen Wi-Fi 6. Was kann dieser?

IEEE 802.11 ist ein Standard für drahtloses LAN. Wi-Fi wiederum ist der Marketingbegriff. IEEE steht für den Herausgeber der Norm, Institute of Electrical and Electronics Engineers. Der erste Standard wurde 1997 lanciert. Zwölf Jahre später folgte IEEE 802.11n, auch bekannt als Wi-Fi 4. Im Jahr 2013 wurde Wi-Fi 5 verabschiedet. IEEE 802.11ax ist der neueste Standard, bekannt als Wi-Fi 6.

Vorteile von Wi-Fi 6

 «Wi-Fi 6 verwendet die Technologie OFDMA (Orthogonal Frequency Division Multiple Access). Dies sorgt für geringere Latenz und gewährleistet bei dicht besiedelten WLANs eine stabile Verbindung», sagt Erik Fuchs, System Engineer bei Netplans Schweiz AG. Laut Herrn Fuchs übermittelt Wi-Fi 6 1024 Quadraturamplitudenmodulationen, kurz QAM. Zum Vergleich waren es bei Wi-Fi 5 QAM256, demnach stieg der Datendurchsatz um das Vierfache. Die Zahlen stehen jeweils für die Anzahl an Zuständen, welche gleichzeitig codiert werden können. 

Weiter erklärt Herr Fuchs, dass durch «Multiple User – Multiple Input, Multiple Output», kurz MU-MIMO eine bessere Nutzung der Routerantennen erreicht werden kann. Dadurch werden gleichzeitig mehrere Datenströme an unterschiedliche Geräte verteilt, was wiederum für weniger Verzögerung und höhere Stabilität sorgt. Laut Suissedigital verfügt Wi-Fi 6 ausserdem über eine Aktivierungsfunktion, welche den Stromverbrauch von mobilen Geräten um bis zu 30 Prozent senken kann.

Wie sicher ist Wi-Fi 6 in Bezug auf Cyberangriffe?

Die neue Generation von WLAN-Verschlüsselungen, WPA3, besitzt bessere Sicherheitsmerkmale. «Diese schützt auch mit schwachen Passwörtern verschlüsselte Netzwerke, die dadurch von Brute-Force-Attacken geknackt werden könnten. Somit wird durch WPA3 auch das Surfen sicherer. Dennoch steht fest, dass dadurch der Wettlauf mit den Angreifer:innen nicht beendet wird», erläutert Fuchs.

Wann macht es für Unternehmen Sinn, auf Wi-Fi 6 zu wechseln?

Der System Engineer meint, ein Umstieg ist vor allem dann sinnvoll, wenn Unternehmen drahtlose Netzwerke in grossem Stil benötigen wie beispielsweise beim Campusnetz oder an Messen. «Da sich zum Beispiel an einer Universität viele Nutzer:innen gleichzeitig mit dem WLAN verbinden, wäre hier die Effizienz des Wi-Fi 6 bemerkbar», erläutert Herr Fuchs.

Text Melanie Cubela

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