Wohnen

Japandi, der stilvolle Wohntrend aus Japan und Skandinavien

22.09.2021
von Akvile Arlauskaite

Der Einrichtungsstil Japandi vereint skandinavische Gemütlichkeit mit japanischer Schlichtheit. «Fokus» liefert Inspiration, sich diesen Wohntrend in die eigenen vier Wände zu holen.

Japandi Livingroom

Auf den ersten Blick scheinen die beiden Wohnwelten gänzlich verschieden zu sein. Im japanischen Stil eingerichtete Räume zeichnen sich durch dunkle Töne, strengen Minimalismus und filigrane Elemente aus, während der Scandi-Stil auf helle Farben, Gemütlichkeit und Modernität setzt. Dennoch weisen der japanische und skandinavische Wohnstil auch einige Parallelen auf: Beide greifen auf natürliche Materialien, Funktionalität, eine reduzierte Formensprache sowie die Handwerkskunst zurück und sind somit hervorragend miteinander vereinbar. Ein Japandi-Zuhause ist demnach ein auf das Wesentliche reduzierter Wohlfühlort, bei dem es einige Grundprinzipien zu beachten gilt.

Schlichte Gemütlichkeit

Maximalismus und Ausgefallenes sind bei der Japandi-Einrichtung fehl am Platz. Vielmehr werden simple, aber dennoch funktionale Stücke sowie zeitlose Designklassiker miteinander kombiniert. Typisch für Japandi sind filigrane Objekte mit klaren Linien, wie etwa leicht wirkende Stühle mit schlanken Beinen. Die Möbel sind in Anlehnung an den japanischen Wohnstil niedrig gehalten, wie beispielsweise Futonbetter oder bodennahe Polstermöbel, um den Raum nicht zu erdrücken. Damit diese so richtig zur Geltung kommen, werden sie mit möglichst viel Abstand zueinander platziert. Gleichzeitig soll es nicht an Gemütlichkeit fehlen – Kissen, Tagesdecken und Teppiche sorgen für Wärme, restaurierte Vintagemöbel für Behaglichkeit, Pflanzen für ein Stück Natur und wenige, dafür aber besondere Accessoires für das gewisse Etwas in den Räumen.

Hochwertige Naturmaterialien

Im sonst eher schlichten Japandi-Innenraum nimmt die Haptik eine wichtige Position ein. Somit spielt der Stil vermehrt mit den Strukturen hochwertiger Naturmaterialien, unter anderem mit Elementen aus Holz, Bambus, Stein und Papier. Die Natur wird beispielsweise mit Holzkommoden mit Rattan oder Pendelleuchten aus Papier in das Zuhause getragen. Doch auch Naturtextilien wie Baumwolle, Jute, Wolle und Leine sind sehr beliebt. Darüber hinaus nehmen handgefertigte Unikate, wie Keramikgeschirr oder Vasen aus Stein, einen hohen Stellenwert im Japandi-Stil ein.

Harmonische Farbkontraste

Das Japandi-Zuhause besticht mit harmonischen Farbkontrasten zwischen Hell und Dunkel. Die Farbpalette an Brauntönen entstammt hauptsächlich den verschiedenen Holzarten der kombinierten Einrichtungsstile. Während Naturfarben wie Weiss, Beige oder Grau für Leichtigkeit sorgen, dienen sorgfältig ausgewählte Akzente in gedeckten Grün-, Blau-, Aubergine- oder Terrakottatönen als Blickfang. Ins Auge springen zudem die für den japanischen Einrichtungsstil typischen schwarzen Details, die sich in den Möbeln oder Accessoires finden lassen. Diese schaffen eine optische Tiefe und damit eine Balance zu den in einem Japandi-Raum vorherrschenden hellen Tönen.

 

Inspiration zu weiteren Wohnstilen gibts hier.

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