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Zürich
24 September 2020

Das Engadin – weit mehr als nur eine Winterdestination.

Winter im Engadin? Kennt jeder. Was viele nicht wissen: Das Engadin hat auch unter dem Jahr einiges zu bieten. Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm viele attraktive Angebote.

«Der Herbst ist des Jahres schönstes farbiges Lächeln.» Dieses Zitat stammt vom deutsch-kanadischen Aphoristiker und Publizist Willy Meurer. Selbstverständlich hat jeder andere Präferenzen, wenn es um die Lieblingsjahreszeit geht. Was den Herbst jedoch hervorhebt, sind dessen farbenfrohe Umgestaltungen der Natur: von Grün zu Gelb, Orange, Rot und Braun. Die Landschaft durchläuft dabei eine wunderbare Metamorphose vom grünen Sommerfeld zum malerisch bunten Wunderland. Was für viele ein Grund ist, nach Nordamerika zu fliegen, lässt sich auch hierzulande erleben. Fokus «Travel & Discover» nimmt den Leser mit auf eine Reise durchs Engadin – über Berge, Seen und Flüsse bis hin zum Hallenbad.

Erster Stopp: Mili Weber-Haus

Im Wald über dem St. Moritzersee versteckt sich etwas ganz Besonderes. Das Mili Weber-Haus, von aussen unscheinbar in die Landschaft eingebettet, beinhaltet wahrlich Unerwartetes. Wer das Wohnhaus der Schweizer Künstlerin betritt, trifft auf eine andere Welt, eine Welt der Bilder. Das über 60 Jahre aufgebaute Gesamtkunstwert Webers umfasst farbenfrohe Aquarelle, Ölbilder, Puppenhäuser, Deckenmalereien sowie eine zweimanualige Hausorgel mit Pedal; Zeugnis ihres vielfältig künstlerischen Talents. Heute zu einem Museum umgewandelt, steht das Haus der breiten Öffentlichkeit zur Besichtigung offen.

Für die Gemütlichen

Mit der Rhätischen Bahn (RhB) vorbei an Bergen, Seen und Gletschern hinunter zu den Palmen im italienischen Veltlin – so sieht die Reise von St. Moritz ins 55 Kilometer entfernte Tirano im Norden Italiens aus. Die weltbekannte Berninastrecke gehört seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf ihrer Reise an die Italienisch-Schweizerische Grenze raffen sich die Wagons mit teils immenser Steigung bis auf 2‘253 Meter über Meer hoch und liefern einzigartige Ausblicke auf den Morteratschgletscher und die Montebellokurve, bei welcher der Zug eine 180-Grad-Kurve beschreibt: ein hervorragend gelegener Fotopunkt, damals wie heute. Beim Zwischenstopp auf der Alp Grüm lohnt sich der Abstecher ins Albergo Ris- torante Alp Grüm. Besonders beliebt sind dort die Pizzoccheri und das Cordon Bleu.

Für Romantiker, Träumer und Nostalgiker ist die Kutschenfahrt zum Moorsee Lej da Staz ideal. Auf den idyllischen Trip zum Stazersee zwischen St. Moritz, Celerina und Pontresina kann man einen Aufenthalt im Hotel Restaurant Lej de Staz folgen lassen. Auf 1‘815 Meter über Meer gelegen, servieren sie typische Gerichte aus der Region – ob auf der geräumigen Sonnenterrasse oder in der «Stazer Clubstuba» mit Lounge und Seeblickterrasse im ersten Stock. Und wer gleich dableiben will, kann in einem der zehn Hotelzimmer die Ruhe und Behaglichkeit der Engadiner Bergwelt geniessen. Und das Beste daran: Dort oben verkehren keine Autos!

Für Romantiker, Träumer und Nostalgiker ist die Kutschenfahrt zum Moorsee Lej da Staz ideal.

Hoch hinaus

Die Bergsteigerschule Pontresina, die älteste im ganzen Kanton Graubünden, nimmt die Besucher mit auf eine unvergessliche Reise auf die Gipfel der Bündner Berge. Egal, ob Geniesser oder erfahrener Himalaya-Kletterer, jeder kommt auf seine Kosten. Oben angekommen, bietet sich ein atemberaubendes Farbspektakel beim Übergang der Dämmerung zu Sonnenaufgang mit Blick auf das ganze Bernina-Massiv.

Ein weiterer Aussichtspunkt befindet sich auf dem Oberengadiner Berg Muottas Muragl. Die Sicht über das Engadin bei Sonnenuntergang ist einmalig und sorgt schon mal für offene Münder. Sollten sich diese nicht wieder schliessen lassen, ist ein Besuch am «Mountain-Dining» im Panoramarestaurant zu empfehlen. Verwöhnt wird man dabei nach allen Regeln der Koch-Kunst. Und auch für die Übernachtung ist gesorgt. Das Romantik Hotel Muottas Muragl ist das erste Plusenergie-Hotel im Alpenraum, was bedeutet, dass es jährlich mehr Energie gewinnt als es von aussen bezieht.

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Sollte der Ausflug ins Wasser fallen, gilt es, nur nicht zu verzweifeln. Abhilfe bietet das Ovaverva Hallenbad & Spa. Mit herrlichem Blick auf die Berge und den farbigen Herbstwald fällt das Entspannen und Träumen umso leichter. Nebst Innen- und Aussenbecken besitzt das Bad auch einen Wellness- und Fitnessbereich sowie zahlreiche sportliche Outdoor-Angebote.

Und wieso sollte man nicht einfach mal im Hotelzimmer oder Ferienhaus bleiben, wenn das Wetter nicht will? Spät frühstücken und einfach entspannen gehört genauso zu einem erholsamen Urlaub wie das Auskundschaften des Ferienortes.

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