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Zürich
12 August 2020

Im Wohnwagen wird der Weg zum Ziel.

Man nehme ein Bett, eine Küche und eine Toilette und hievt das Ganze auf Räder.
Hinzu streut man eine Prise Abenteuerlust und voilà, fertig ist das Rezept für eine unvergessliche Reise im Wohnmobil oder Wohnwagen!

Sommer, Sonne, Sonnenschein – und möglichst weit weg in die Ferien. Auch dieses Jahr haben wieder viele den Zug oder das Flugzeug in die Ferne genommen. Meist wird dann ein Hotel gebucht und die Destination zu Fuss oder mit dem ÖV erkundet. Doch wieso sollte man nicht das eine mit dem anderen, also Mobilität und Wohnen, verbinden? In Form eines Wohnwagens oder Wohnmobils ist dies möglich. Wieso also nur die Destination spannend gestalten, wenn man auch den Weg zum Abenteuer machen kann? Fokus hat Europas schönste Routen zusammengefasst und aufgezeigt, was auf den Strassen zu beachten ist.

Einmal um die Insel

Auf einer Strecke von 1 332 Kilometern fährt der Reisefreudige an fast allen wichtigen Orten und Sehenswürdigkeiten Islands vorbei. Von der Hauptstadt Reykjavík bis Selfoss umkreist man einmal die Hauptinsel; deshalb auch der Name «Hrinvegur», zu Deutsch «Ringstrasse». Verschiedene Reiseportale empfehlen, eine Spanne von einer Woche einzuplanen, um gemütlich alle Attraktionen kennenzulernen. Dazu gehören u.a. die grossen Gletscher Islands im Süden, der Seljandsfoss-Wasserfall sowie die Polarlichter im Herbst.

Der Strassenverkehr in Island ist gemäss dem Online-Reiseführer «inreykjavik.is» ziemlich gemächlich. Verkehrsregeln würden allgemein eher als Vorschläge betrachtet und weniger als gesetzlich festgelegte Bestimmungen. Platz hat es auf den Strassen genug, genauso wie Abstellplätze. Auf der Hringvegur-Strecke gibt es ausserdem immer wieder mal ein Schild mit Temperatur- und Windgeschwindigkeitsanzeige. Von Zeit zu Zeit sollte man nämlich mit Windstössen rechnen. Deshalb ist es – wie immer eigentlich – von Vorteil, aufmerksam auf den Strassen zu verkehren.

Strecke der Superlative

Über acht Brücken und mehrere Inseln hinweg erstreckt sich die «Atlantikstrasse» zwischen Molde und Kristiansund. Umgeben von Wasser schlängelt sie sich über mehr als acht Kilometer entlang der norwegischen Westküste. Am spektakulärsten ist dabei wohl die Stor- seisund-Brücke mit einer Höhe von 23 Metern. Am Abend, wenn die Sonne langsam hinter den Hügeln untergeht und sich der Himmel traumhaft orange färbt, ist ein Halt auf einer der zahlreichen Raststätten möglich, um über den Höhenweg auf der Insel Eldhusøya zu schlendern und den Sonnenuntergang zu geniessen. Nicht umsonst nannte «The Guardian» die Route «eine der schönsten Strecken der Welt».

Wieso nur die Destination spannend gestalten, wenn man auch den Weg zum Abenteuer machen kann?

Für Wohnmobile liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts bei 50 km/h, ausserorts und auf Autostrassen bei 80 km/h. Das Befahren von Autobahnen ist kostenpflichtig, wobei der durchschnittliche Tarif vom Fahrzeugtyp und der Strecke abhängt. Fahrzeuge ab einem Gewicht von 3.5 Tonnen und mehr können mit «AutoPASS», einem Teil des norwegischen Systems für Mauterhebung, von zehn Prozent Rabatt profitieren, sofern sich die Besitzer im Vorfeld dafür anmelden. Die Blutalkoholgrenze liegt etwas tiefer als bei uns: Sie beträgt 0.2 Promille.

Hoch hinaus

Vom Genfersee an die Côte d’Azur im Südosten Frankreichs – von einem Traum in den anderen sozusagen – führt die «Route des Grandes Alpes». Auf rund 700 Kilometern durchquert man saftige Wiesen, wildromantische Flusstäler, geschichtsträchtige Bauten und insgesamt 21 Pässe. Schwindelfreiheit ist bei den 15 700 Metern Höhendifferenz, die man dabei hinter sich lässt, zwar kein Muss, aber gewiss von Vorteil. Mehrere Etappen bilden Teilstrecken der Tour de France. Es gilt also, die Reise möglichst ausserhalb dieses Zeitraums durch- zuführen, um Staus zu vermeiden. Durchgängig befahrbar ist sie von Juni bis Mitte Oktober. Für die komplette Durchreise sollte mit einer Zeitspanne von drei bis vier Tagen gerechnet werden.

Beim Fahren in Frankreich ist Vorsicht geboten! Grob gesagt: Alles, was zur Ablenkung führt, ist nicht erlaubt. Dazu gehören Essen und Schminken am Steuer, sehr laute Musik sowie das Betrachten eines Bildschirmes, welcher nicht Teil des Navis ist. Des Weiteren werden auch Fahrer mit losem Schuhwerk wie etwa Flip-Flops bestraft. Sämtliche am Ohr getragenen Geräte wie z.B. Headsets oder Kopfhörer – ausgenommen Hörgeräte – sind ebenfalls verboten. Einzig erlaubt ist das Telefonieren mit einem direkt integrierten System. Auf den Autobahnen herrscht ein Tempolimit von 110 km/h, ausserorts beträgt dieses noch 80 km/h und innerorts düst man mit maximal 50 km/h durch die Gegend.

Ab ins Weisse

Die «Ruta de los Pueblos Blancos», «Strasse der weissen Häuser», was der Name übersetzt bedeutet, verspricht nicht zu viel: Schneeweiss glänzen die Dörfer in der Ferne, wenn das Sonnenlicht auf sie hereinbricht. Die gekalkten Häuser und imposanten Herrschaftsgebäude Andalusiens zeugen auch heute noch von einer ereignisreichen Geschichte. Wer auf dieser Route unterwegs ist, fährt in einer teils gebirgigen Naturlandschaft durch eine Reihe von Kleinstädten und Dörfern. Für die teils sehr verwinkelten und schmalen Wege und Treppen empfiehlt sich eine Wanderung zu Fuss.

Auf den Autobahnen Spaniens herrscht für Wohnmobile von mehr als dreieinhalb Tonnen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 90 km/h, innerorts beträgt die maximale Geschwindigkeit 50 km/h. In Barcelona darf die Innenstadt zu bestimmten Zeiten nicht befahren werden und wird zur Fussgängerzone. Die Blutalkoholgrenze liegt – wie in der Schweiz – bei 0.5 Promille.

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