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21 Oktober 2020

Dr. Daniel Fässler: Fairer Markt für viele – nicht für wenige.

Schweiz steht für Wohlstand, hohe Lebensqualität, beste Infrastruktur – und guten Wohnraum für alle. Dass es dafür Investoren braucht, ist jedoch vielen nicht klar. Ich erfahre dies regelmässig in Gesprächen, mitunter sogar im Bundesparlament.

Welchen wertvollen Beitrag die Immobilienbranche und insbesondere die Immobilieninvestoren für unsere Volkswirtschaft und für die Gesellschaft leisten, wissen viele nicht. Und dass institutionelle Investoren vor allem Geld von Versicherten anlegen und in der Entwicklung von gutem Wohnraum eine grosse Rolle spielen, ist vielfach ebenfalls nicht bekannt. Information der Bevölkerung und Vernetzung der Branche tun daher not. Der Verband Immobilien Schweiz VIS engagiert sich in diesem Sinne, an der Front mit einem Team engagierter Vorstandsmitglieder, die alle täglich am Immobilienmarkt tätig sind. Der VIS bündelt die Interessen von institutionellen Investoren, die in Immobilien investieren und darin Kapital anlegen, wie Pensionskassen, Versicherungen und private Immobilienunternehmen. Der VIS vertritt deren Interessen in Politik, Wirtschaft und gegenüber der Öffentlichkeit.

Wie wichtig eine Teilnahme der Immobilienwirtschaft am demokratischen Prozess ist, hat sich vor Kurzem gezeigt: Der Bundesrat hat im Juni 2018 richtigerweise von seinem ursprünglichen Vorhaben Abstand genommen, die «Lex Koller», das Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland, einer Revision zu unterziehen. Diese Revision hätte nicht bloss der Immobilienbranche geschadet, sondern der gesamten Wirtschaft.

Verschärfung der «Lex Koller» wird abgelehnt

Wir können heute feststellen, dass das gemeinsame, vom VIS angeführte Engagement gegen eine unnütze und schädliche Verschärfung geltenden Rechts wirkungsvoll war. Bereits die Vernehmlassung hatte überdeutlich gezeigt, dass eine Verschärfung der «Lex Koller» auf eine breite Ablehnung stösst. Ausländische Investitionen in Schweizer Immobilien sollen in den heute geltenden Schranken weiterhin möglich sein. Denn die Behauptung, der Schweizer Immobilienmarkt sei stark von ausländischem Kapital beeinflusst, ist falsch. Der Mietwohnungsmarkt würde ohne ausländische Investitionen nicht entspannter, Mietzinse nicht tiefer. Möglicherweise würde weniger investiert. Dies würde den Wettbewerb behindern, das Angebot verschlechtern und nicht zuletzt die Preise antreiben.

Welchen wertvollen Beitrag die Immobilienbranche für unsere Volkswirtschaft und für die Gesellschaft leisten, wissen viele nicht.

Dr. Daniel Fässler

Nicht minder bedeutungsvoll ist aus ähnlichem Grund eine weitere Allianz gegen unnötige und schädliche Regeln: Gemeinsam mit anderen im Bau- und Immobilienbereich tätigen Verbänden engagiert sich der VIS gegen die hängige Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen». Wir informieren, vernetzen und bringen die gemeinsamen Argumente auf einen Nenner, um im Parlament wie gegenüber der Öffentlichkeit aufzuzeigen: Noch mehr staatliche Mittel und noch mehr staatlicher Einfluss würden den Immobilienmarkt lähmen und die Suche gerade für jene erschweren, die in den urbanen Zentren Mühe bekunden, eine passende Wohnung zu finden. Die Initiative begünstigt wenige, statt wie vorgegeben mehr. Deshalb setzen wir uns dagegen ein.

In einem Jahr sind nationale Wahlen. Als Präsident des VIS erinnere ich schon heute gerne daran: Wir benötigen eine liberale Immobilienpolitik, damit die Schweiz auch in Zukunft für Wohlstand, hohe Lebensqualität und beste Infrastruktur steht. Tun wir unser Bestes, diese Eigenschaften zu erhalten!

Dr. Daniel Fässler, Nationalrat a.i. Präsident Verband Immobilie Schweiz VIS

Text: Dr. Daniel Fässler, Nationalrat a.i. Präsident Verband Immobilie Schweiz VIS

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