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Zürich
4 Juni 2020

Immobilien gehen alle Menschen etwas an.

Immobilien sind vor einigen Jahren aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Nachdem sich früher nur wenige für Immobilien interessiert haben, hat dieses Thema seither stark an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile kann kaum jemand von sich behaupten, Immobilien gingen ihn nichts an. 

Es ist noch nicht allzu lange her, da waren Immobilien Sache von ausgewählten Spezialisten wie etwa Architekten, Ingenieuren oder Baufachleuten. Vertiefte Kenntnisse über Immobilien oder Immobilienmärkte waren ausserhalb dieser Kerngruppe kaum vorhanden. In den Unternehmen fristeten Immobilien ein Dasein als stille Reserven. 

Mittlerweile sind Immobilien zu einem Gut geworden, für das sich jedermann interessiert. So sind sie etwa für professionelle Anleger wie Pensionskassen, Versicherungen oder Family Offices zur wohl beliebtesten Asset Class geworden, da sie vergleichsweise hohe Renditen versprechen. Aus demselben Grund haben Liegenschaften auch die Aufmerksamkeit privater Investoren geweckt. Selbst Pensionäre schenken den Immobilienmärkten Beachtung, da ihre Rente immer stärker von der Performance von Liegenschaften abhängen. Darauf hat der Markt prompt reagiert und neue indirekte Anlageformen wie etwa kotierte Immobiliengesellschaften geschaffen. Obwohl das Angebot seit der Jahrtausendwende an Immobilienanlagemöglichkeiten stark gewachsen ist, kann es mit der Nachfrage nicht mithalten. Das Resultat sind rekordhohe Preise, sowohl auf den professionellen Anlagemärkten als auch beim privaten Wohneigentum. 

Das Wirkungsfeld von Immobilien ist breiter als gemeinhin angenommen

Immobilien haben aber nicht nur als Anlagemöglichkeit an Bedeutung gewonnen. Unsere Arbeitswelt ist komplexer geworden, weshalb sich selbst Arbeitgeber vertieft mit Immobilien auseinandersetzen müssen. Sie benötigen immer mehr Raum für ihre Büros, Gewerberäume oder Fabriken und begegnen dabei Konzepten wie etwa Co-Working, Desk-Sharing, Sale-and-Leaseback oder Energie-Contracting. Als Folge des gestiegenen Interesses an Immobilien sind zahlreiche Unternehmen entstanden, die ihr Geld damit verdienen, indem sie Marktdaten sammeln, veredeln und weiterverkaufen. Auch die Nachfrage nach Immobiliendienstleistern wie Bewirtschafter, Vermarkter, Juristen oder Facility Manager steigt seit Jahren. Als Antwort darauf sind zahleiche neue Aus- und Weiterbildungsinstitutionen rund um Immobilien entstanden und formen Jahr für Jahr hunderte frischgebackener Fachleute. Das scheint aber nicht zu reichen, denn trotz diesem Zufluss von Fachkräften klagt die Immobilienbranche immer stärker über chronischen Mangel an qualifiziertem Personal. 

Immobilien sind die Erfolgsgeschichte der letzten 20 Jahre.

Dr. Roman H. Bolliger Experte für Immobilien und Marketing sowie Betreiber der Netzwerke Swiss Circle, SwissPropTech und alaCasa.ch

Die wachsende Bedeutung von Liegenschaften hat schlussendlich auch dazu geführt, dass zahlreiche helle Köpfe und gute Ideen von ausserhalb der Immobilienmärkte dazugekommen sind. Das äussert sich u.a. durch eine grosse Anzahl an Quereinsteigern und Startup-Unternehmen, die sich kein geringeres Ziel vorgenommen haben, als die Immobilienwelt neu zu erfinden. Sie haben einen eigentlichen Innovationsschub ausgelöst, der dem allzu offensichtlichen quantitativen Wachstum der Immobilienmärkte hoffentlich auch eine qualitative Steigerung bringen wird.

Wir dürfen gespannt sein, ob sich die Immobilienwelt auch weiterhin so ungestüm entwickelt und wie lange dieser Höhenflug andauern wird!

Gerät der Immobilienmarkt in Schieflage? Die Antwort gibt es hier.

Text Dr. Roman H. Bolliger

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