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17 Oktober 2019

Logistik der Schweiz zeigt sich vielfältig und attraktiv.

Prof. Dr. -Ing. Herbert Ruile

Mit Gottfried Duttweiler wurde heuer das 12. Mitglied der Swiss Supply Chain Hall of Fame ausgezeichnet. Damit steht er in einer Reihe herausragender historischer und lebender Persönlichkeiten. Sie alle haben das Bild der Logistik in der Schweiz nachhaltig und zukunftsorientiert geprägt. Bei ihrer Gründung stand die Migros unter dem Einfluss von Fuhrwerken und der aufkommenden Massenproduktion der Motorisierung. Duttweilers Lieferwagen, ein Ford T-Modell, wurde zu Spitzenzeiten 300 000 Mal pro Jahr produziert. Der Preis dafür hatte sich bei 325 Dollar fast halbiert. Der LKW setzte sich somit als gängiges Transportmittel durch. Dies ermöglichte deutlich schnellere und flexiblere Lieferzeiten auf langen Strecken. Eine moderne und technologieorientierte Logistik hatte begonnen und ermöglichte somit ein enormes Wirtschaftswachstum.

Bedeutender Wirtschaftszweig

Heute gehört die Logistik zu den grössten Arbeitsfeldern der Schweiz. Mehr als 250 000 Angestellte arbeiten in 13 600 Firmen. Gemeinsam erwirtschaften sie einen Umsatz von knapp 40 Milliarden Franken. fast zwei Drittel der transportierten Güter wurden im Jahr 2016 auf der Strasse befördert. Zählt man alle Funktionen zusammen, ist nahezu jeder zehnte Arbeitsplatz der Schweiz mit der Logistik verbunden. Sie gehört zu den zehn attraktivsten Berufsfeldern hierzulande. Die Logistik bietet mehr als 4 000 Diplome in insgesamt 36 verschiedenen Berufen. Die Logistik der Schweiz zeigt sich vielfältig und attraktiv! Soweit so gut.

Heute gehört die Logistik zu den grössten Arbeitgebern der Schweiz. 

– Prof. Dr. -Ing. Herbert Ruile (MBA), Präsident, Verein Netzwerk Logistik
VNL Schweiz

Doch wie sehen Zukunftsbilder für ein mehrheitlich urbanisiertes Umfeld aus? Eine auf Nachhaltigkeit und Ressourcen achtende und dem demographischen Wandel folgende Logistik? Wie wird der technologische Fortschritt genutzt?

Ein Blick in die Zukunft

Die Logistik wird in hohem Mass autonom werden. Wie schon im Lager, werden auch im gesamten logistischen System zumindest teilweise autonome Systeme im Einsatz sein: menschenähnliche Roboter, um Waren zu verladen und zuzustellen. Auf allen Verkehrsträgern werden Fahrzeuge autonom unterwegs sein. Damit kann ein Teil der fehlenden Personals ersetzt werden.

Der Mangel an Verkehrs- und Lagerinfrastruktur in den urbanen Gebieten bringt auch einen Vorteil: Er zwingt Firmen dazu, versteckte, ungewöhnliche und ungenutzte Kapazitäten zu nutzen.

Der globale Handel hat sich nicht zuletzt mit dem Ausbau der neuen Seidenstrasse weiterentwickelt. Die regionale Wertschöpfung ist damit vernetzt und kann profitieren. Dabei hat es die Logistik geschafft, einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen zu leisten: Ihre Arbeit ist treibhausgasneutral!

Mit «last mile production» sind Handel und Logistiker zu Produzenten geworden. Mit der damit gelungenen Vorwärts- und Rückwärtsintegration ist die Logistik tatsächlich zu einem Supply-Chain-Management geworden. Dem einen oder anderen wird es sogar gelungen sein, den Wertschöpfungskreislauf zu schliessen. Die «Sechs R» der Logistik werden nun anders definiert: replenisch, return, repair, replace, reuse and recycle!

Noch ein Zukunftsbild wäre zu erwähnen: Die Logistik hat es geschafft, ihr Berufsfeld durch die Gründung einer Hochschule für Logistik weiter zu professionalisieren.

Herzlichen Glückwunsch!

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