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11 Juli 2020

Lesen öffnet Türen – International Book Giving Day.

Beim Datum des 14. Februars denkt man zunächst an den Valentinstag. Wer jedoch von kommerzialisierten Liebesbekundungen wenig hält, findet im International Book Giving Day eine sinnvolle Alternative.

Wer in der Schweiz aufgewachsen ist, wird Bücher kaum als Luxusgut ansehen. Schlimmstenfalls hat man in der Schullaufbahn mühsame Erfahrungen sammeln dürfen, hat uninteressanten Lesestoff vorgesetzt bekommen, der auf dem Lehrplan stand. Aber ein Mangel an Büchern wird man kaum erlebt haben. Die meisten Schweizer Schulen verfügen über eine einigermassen gut sortierte Schulbibliothek.

Lesend zum Erfolg

Der International Book Giving Day wurde 2012 von amerikanischen Buchbloggern ins Leben gerufen. Anstoss gab eine Studie, welche ans Licht brachte, dass eine Vielzahl von Kindern in Amerika keine Bücher besitzen. Eine grosse Anzahl dieser Kinder kam aus armen Verhältnissen und fiel mit unterdurchschnittlichen schulischen Leistungen auf. Eine deutsche Studie konnte ausserdem zeigen, dass sich ausserschulisches Lesen positiv auf die Schulnoten eines Kindes auswirkt

Eine Lektion in Empathie

Manche mögen sich fragen, warum es so wichtig sein soll, Kindern Literatur nahe zu bringen. Um jeden einzelnen Grund dafür aufzuzählen, fehlt hier schlichtweg der Platz, aber die wichtigsten sollen nicht unerwähnt bleiben. Mithilfe von Büchern, seien es fiktive Werke oder Sachbücher, erweitert sich der Horizont eines Kindes. Durch das Lesen lernt es andere Lebensumstände und Kulturen kennen und kann sich Wissen über interessante Themen wie das Lieblingstier aneignen. Geschichten lassen den Leser die Welt durch andere Augen sehen und an Denkprozessen anderer Menschen teilhaben. Dies schult auch die Empathie.

Kind liest mit grauer Katze
Worte sind Brücken

Stundenlang in einem Buch zu blättern und sich zwischen den Kapiteln zu fragen, wie es wohl weitergeht, schult Konzentration und kritisches Denken. Durch das angeeignete Vokabular lernt das Kind auch, sich auszudrücken und andere an seinem Innenleben teilhaben zu lassen. Die Fähigkeit, sich genau auszurücken, hilft in jedem Lebensbereich, sei es in Freundschaften und Beziehungen oder im Berufsleben.

Lesekompetenz schadet der Dummheit

Informationen aus einem Buch zu erhalten, stärkt das Gefühl der Eigenverantwortung. Auf jede Frage des Lebens steht die Antwort in einem Buch. Das Wissen, sich selbstständig Informationen über die Welt aneignen zu können, macht handlungsfähig. In Zeiten von Fake News ist es ebenfalls zentral, mithilfe des eigenen Denkens abwägen und hinterfragen zu können. Eine hohe Lesekompetenz ist der Schlüssel dazu.

Zugang zu Büchern

Der International Book Giving Day schafft Gelegenheit, Kindern das Lesen näherzubringen. Die Möglichkeiten dazu sind schier unendlich und müssen auch nicht mit Geld verbunden sein. Wer mehr ausgeben kann, unterstützt eine Organisation wie Book Aid International, welche benachteiligten Kindern weltweit den Zugang zu Büchern ermöglicht.

Wer lieber lokal handeln möchte, kann sich an Orte wie Schulen, Jugendtreffs oder kantonale Asylunterkünfte wenden. Einfach mithilfe einer E-Mail das Vorhaben erklären, und fragen, wie man helfen kann.

Mutter und Kind lesen Bilderbuch
Nahe an den Interessen des Kindes

Auch in der Familie und im Umfeld können Kinder zum Lesen animiert werden. Jedes Kind freut sich über ein Buch über das Lieblingshobby. Wer selbst Kinder oder welche in der Familie hat, kann sich bewusst öfters die Zeit nehmen, etwas vorzulesen. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Wer sich im Kinderliteraturdschungel nicht auskennt, findet beispielweise auf der Webseite www.kinderbuch-couch.de viele Tipps, übersichtlich nach Themen und Altersgruppe sortiert.

Allgemein ist es die beste Strategie, sich an die Interessen des Kindes zu halten. Ist ein Kind von Dinosauriern fasziniert, bleibt kaum ein Dino-Sachbuch unberührt.

Auch falls der 14. Februar bereits vorüber ist; es verhält sich ähnlich wie mit der Liebe; Die soll man auch nicht nur am Valentinstag zeigen. Und Bücher, mit denen man einem Kind eine Freude bereiten kann, gibt’s das ganze Jahr.

Text: Fatima Di Pane

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