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Digitalisierung Sponsored Sicherheit

«Sicherheit funktioniert nur ganzheitlich – alles andere ist Flickwerk»

16.05.2024
von SMA

NorthC betreibt Rechenzentren in der Schweiz, Deutschland sowie in den Niederlanden. Diese fungieren als digitale Ökosysteme, in denen Organisationen aller Art mit Cloud- und IT-Anbietern kooperieren können. Gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Phoenix Systems AG und seiner «souveränen Cloud» bietet man Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, Daten in einer der modernsten und sichersten Cloudlösungen in der Schweiz unterzubringen.

Miki Mitric,Senior Director Business Development DACH NorthC

Miki Mitric
Senior Director Business Development DACH NorthC

Florian Nöll,CEO Phoenix Systems AG

Florian Nöll
CEO Phoenix Systems AG

Herr Mitric, Herr Nöll, das Thema «Cybersicherheit» steht heute bei praktisch allen Unternehmen oben auf der Agenda. Was zeichnet «echte» Sicherheit aus?

Miki Mitric: Meines Erachtens kann Sicherheit nur holistisch angegangen werden – alles andere ist Flickwerk. Man benötigt also eine ganzheitliche Perspektive. Wir von NorthC sind darauf spezialisiert, die physische Sicherheit von IT- und Dateninfrastrukturen zu gewährleisten. Das heisst, wir kümmern uns um die Resilienz der jeweiligen Immobilien unserer Rechenzentren und stellen unter anderem sicher, dass Stromversorgung und Kühlung redundant vorhanden sind. Gleichzeitig kümmern wir uns auch um die Nachhaltigkeit der Anlagen, wobei die Auflagen für Datacenters äusserst streng sind. Mit unserer technischen Expertise sowie unserer langjährigen Erfahrung im Betrieb von Rechenzentren schaffen wir eine wichtige Basis für die Cybersicherheit unserer Kundschaft.

Die bekanntesten Public Cloud und Datacenter Provider liegen ja mehrheitlich in den USA.

Miki Mitric: Das stimmt – und genau darin liegt ein wesentliches Problem, gerade hinsichtlich der Datensouveränität. Wir stellen vermehrt fest, dass mit zunehmendem Bewusstsein für Cybersicherheit sich auch immer mehr Unternehmen die Frage stellen, wie sicher die Daten im Ausland tatsächlich sind. Gerade für Firmen, die in der Finanz- und Pharmabranche oder dem Medtech-Sektor tätig sind, ist dieses Thema nicht nur aus regulatorischen Gründen enorm relevant. Denn diese Unternehmen müssen sowohl hochgradig sensible Daten als auch ihre Intellectual Property schützen. Wir bemerken daher, dass die Nähe und Regionalität eines Rechenzentrums immer mehr geschätzt und gesucht wird. Wir von NorthC stehen für diese anspruchsvollen Kundengruppen für Sicherheit und Verlässlichkeit. Dies spiegelt auch unser Firmenname wider: NorthC ist eine Abwandlung von Nordsee – denn unsere europäischen Strukturen trotzen auch starkem Wind. Das gilt umso mehr, da wir mit unserem Partner, der Phoenix Systems AG, unsere Stärken noch besser ausspielen können, ganz im Sinne der holistischen Sicherheit.

Wie ergänzt die Phoenix Systems AG denn die Rechenzentren von NorthC?

Florian Nöll: Wir begegnen dem steigenden Sicherheitsbedürfnis mit unserer «souveränen Cloud». Das heisst, wir ergänzen die von NorthC gelebte Sicherheit auf Ebene des Rechenzentrums um unsere sichere Hardware sowie weitere Aspekte. Dazu gehören etwa der Bereich Operations sowie weitere spezielle Technologien, auf die wir zurückgreifen.

Können Sie das Prinzip der «souveränen Cloud» näher ausführen?

Florian Nöll: Aus unserer Perspektive besteht die digitale Souveränität aus drei Bereichen: Datensouveränität, technologische Souveränität und operationale Souveränität. «Operational» bedeutet, dass unsere Mitarbeitenden alle in der Schweiz sitzen und wir damit nicht von bilateralen Verträgen zwischen Ländern abhängig sind. «Technologisch» meint, dass wir auf Open-Source-Lösungen setzen und nicht abhängig von Dritten oder Lizenzmodellen sind, was auch die Preisstruktur planbar und transparent macht. Datensouveränität beruht unter anderem darauf, dass die Daten in der Schweiz liegen. Dies wiederum schaffen wir mit unserem Partner NorthC. Wir bei Phoenix sind überzeugt davon, dass eine «Swiss Sovereign Cloud» nicht weniger als das Rückgrat der souveränen digitalen Zukunft der Schweiz darstellt – und somit entscheidend dazu beiträgt, dass Organisationen widerstandsfähig und unabhängig bleiben. Die Zusammenarbeit mit NorthC war dementsprechend ein logischer und sinnvoller Schritt für uns, der letztlich Schweizer Unternehmen aller Branchen und Grössen zugutekommt. Und die Kooperation reicht weit über das Erbringen einer sicheren, regionalen Cloudlösung hinaus: Wenn man sich die Entwicklung des letzten Jahres anschaut, dann stellt man fest, dass acht von zehn Firmen die Frage umtreibt, wie sie KI nutzen sollen und können. Im Zuge dieser Entwicklung erhält auch die Sicherheitsthematik eine ganz neue Dimension. Deshalb lancieren wir gemeinsam mit NorthC ein souveränes AI-as-a-Service-Angebot.

Wir stellen vermehrt fest, dass mit zunehmendem Bewusstsein für Cybersicherheit sich auch immer mehr Unternehmen die Frage stellen, wie sicher die Daten im Ausland tatsächlich sind. Miki Mitric

Wie kann man sich ein solches Angebot konkret vorstellen?

Miki Mitric: Wie Florian Nöll ausgeführt hat, ist die künstliche Intelligenz ein brennendes Thema in praktisch allen Industrien. Unser Rechenzentrum in Basel wird nun die Basis für die neue Anwendung bilden. Mit diesem AIaaS-Angebot können Unternehmen verschiedene KI-Funktionen bedarfsgerecht nutzen, ohne dass sie dafür eine eigene, kostenintensive KI-Infrastruktur entwickeln müssen. Vielmehr können sie die künstliche Intelligenz ideal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt über uns beziehen – und die Lösung dennoch individuell an ihre Anforderungen und Möglichkeiten anpassen. Und dank des Standorts in Basel ist die Datensouveränität jederzeit gewährleistet.

Florian Nöll: Unsere KI-Plattform kann Unternehmen bei einer Vielzahl von Anwendungsfällen unterstützen. Gerade für die Pharma- und Life-Sciences-Industrie sehen wir ein enormes Potenzial für die erste KI-Cloud dieser Art. Vor allem, da diese Betriebe für ihre Forschungen zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit auf künstliche Intelligenz als Unterstützung angewiesen sein werden und gleichzeitig von der Datensouveränität sowie den hohen Sicherheitsstandards profitieren, um ihre Unternehmenswerte zu schützen. Die Schweiz ist gut positioniert, strebt nach Perfektion und Exzellenz und kann mit ihrer Rolle ausserhalb der EU mutig denken, was helfen wird, die KI-Thematik im Zentrum der Digitalisierung von Unternehmen zu positionieren.

Wie könnte ein konkreter Kundencase aussehen?

Miki Mitric: Nehmen wir das Beispiel eines etablierten Schweizer Unternehmens. Dieses verfügt über ein stabiles Business-Modell und die Initiativen der digitalen Transformation sind durch die «Journey to the Cloud» entsprechend im Gange. Seit dem «ChatGPT-Moment» vor anderthalb Jahren ist das Management stark fokussiert darauf, AI im Alltag für Business-Vorteile einzusetzen. Das können wir ihnen abnehmen und gleichzeitig erstklassige Sicherheit gewährleisten. Somit können sie sich auf ihr Kernbusiness konzentrieren, indem sie die anderen Aspekte an uns auslagern. Und weil wir die Datensouveränität gewährleisten können, behalten sie nach wie vor die Kontrolle. Doch nicht nur die grossen und etablierten Unternehmen profitieren von unserem Schulterschluss, sondern auch die kleinen und agilen: Viele Jungunternehmen verfügen über tolle Ideen, die Finanzierung ist ebenfalls gesichert und die Motivation «zum Durchstarten» ist entsprechend hoch. Doch dann müssen sich die Gründerinnen und Gründer zuerst mit der ganzen Basistechnologie herumschlagen. Ebenso erschliesst sich das Unternehmen durch das Know-how von Phoenix erstklassige KI-Ressourcen, mit denen es seine fachliche Innovation vorantreiben kann.

Florian Nöll: Damit Unternehmen die Potenziale unseres KI-Angebots vollumfänglich nutzen können, sollten sie eine klare Datenstrategie verfolgen, was entsprechende Vorarbeit voraussetzt. Dann nämlich erlaubt es ihnen unsere souveräne Schweizer KI, spannende interne und externe Use Cases zu verfolgen. Im Grunde erschliessen wir diesen Firmen die Möglichkeiten eines Supercomputers – den sie für ihre unternehmerischen Zwecke nutzen können. Und das Ganze, ohne befürchten zu müssen, dass die dadurch entstehenden Daten, das Wissen und die Anwendungen irgendwann fremder Kontrolle unterliegen.

Wie können Unternehmen vorgehen, die von dieser KI-Lösung profitieren möchten und/oder eine souveräne Cloud benötigen?

Florian Nöll: Bei Phoenix vertrauen wir auf Neugier sowie Forschungsdrang und ganz nach dem Prinzip «fail fast and learn» können wir mit Unternehmen gemeinsam grossartige Projekte in kürzester Zeit im Bereich AI umsetzen. Das heisst, «Cloud first» muss nicht amerikanisch sein. Im Bereich «souveräne Cloud» helfen wir erfahrenen Managementteams, die Vorteile einer Schweizer Lösung auf ihre Unternehmensprozesse und Daten nachzuvollziehen und umzusetzen.

Miki Mitric: Ferner setzen wir auf regelmässige Updates und Meilensteinbesprechungen, damit unsere Kundschaft immer auf dem Laufenden ist. Eventuelle Anpassungen setzen wir zeitnah und präzise um und pflegen auch nach der Implementierung einen engen und regelmässigen Kontakt. Dadurch ist sichergestellt, dass die Unternehmen maximal von unserer souveränen KI-Lösung profitieren.

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Die Unternehmen

Über NorthC
Mit aktuell über 170 Mitarbeitern an insgesamt 19 Standorten in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden gehört NorthC zu den stark expandierenden Anbietern von Rechenzentren in Europa.

www.northcdatacenters.ch

Logo NorthC

 

Über die Phoenix Systems AG
Das Unternehmen besteht aus Cloud-Spezialistinnen und -Spezialisten, die sich der Mission verschrieben haben, die modernste und kosteneffizienteste Cloud für eine souveräne Schweiz anzubieten.

phoenix-systems.ch

Logo Phoenix

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