Digitalisierung
Editorial Innovation KMU

Dank Innovation die Krise als Chance nutzen

01.04.2021
von SMA

Die Pandemie bringt viele KMU ins Straucheln. Bewährte Geschäftsmodelle funktionieren plötzlich nicht mehr. Gleichzeitig zeichnen sich viele Unternehmen hierzulande durch ihre Innovationskraft aus und nutzen so die Krise als Chance. Für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer KMU bleibt es zentral, gerade in Krisenzeiten auf Innovation zu setzen.

Annalise Eggimann
Annalise Eggimann

Die zweite Coronawelle hat die wirtschaftliche Erholung in der Schweiz gestoppt. In gewissen Branchen sehen sich KMU gegenwärtig in ihrer Existenz bedroht wie beispielsweise in der Reisebranche, der Gastronomie oder der Hotellerie. Auch der für Schweizer KMU wichtige Aussenhandel brach im Jahr 2020 stark ein. Für die nahe Zukunft bleiben die wirtschaftlichen Aussichten düster. Doch jede Krise bietet auch Chancen.

Die Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat den Bedarf an strukturellem Wandel in fast allen Bereichen aufgezeigt und ihn beschleunigt. Die Krise hat insbesondere der Digitalisierung einen starken Schub verliehen und uns aufgezeigt, welche tragende Rolle das Digitale spielt, um heutige Probleme rasch lösen zu können. Sie hat uns vor Augen geführt, wie sehr unsere Gesellschaft und Wirtschaft davon abhängen.

Die Wirtschaftskrise im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat den Bedarf an strukturellem Wandel in fast allen Bereichen aufgezeigt und ihn beschleunigt.

Annalise Eggimann CEO von Innosuisse

Solche tiefgreifenden Veränderungen eröffnen neue Geschäftsfelder und Modelle für KMU. Die letzten Monate haben gezeigt, dass schwierige Marktbedingungen viele Unternehmungen zu innovativen Ansätzen leiten. Wenn Unternehmen diese Veränderungen als strategische Opportunität sehen, kann ein Strukturwandel mit erfolgreichen Zukunftsaussichten gelingen. Neue, digitale Geschäftsmodelle einfach zu kopieren, verspricht jedoch kaum längerfristigen Erfolg. Innovationen bieten Mehrwert, wenn neuartige Dienstleistungen und Produkte schwierig nachzuahmen sind.

Nicht nur aufstrebende Jungunternehmen, sondern auch etablierte KMU sind fähig, diese Chancen zu packen. Die Anpassungsfähigkeit hängt stärker vom Unternehmergeist und der Innovationskraft als von der Art der Unternehmung ab. Als wichtiger Erfolgsfaktor für Innovation erweisen sich gutqualifizierte und zukunftsorientierte Mitarbeitende: Mit ihrer hervorragenden Berufs- und Hochschulbildung startet die Schweiz diesbezüglich mit guten Karten.

KMU brauchen auch nicht zwingend eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung aufzubauen, um innovativ zu sein. Sie können dafür Ressourcen der Hochschulen nutzen. Bei neusten Entwicklungen beispielsweise im Bereich der künstlichen Intelligenz, digitalen Lösungen oder Robotik sind Schweizer Hochschulen führend. Die unternehmerische Initiative und die Offenheit, mit externen Partnern wie Forschungsinstituten aber auch mit den Kunden zusammenzuarbeiten, bilden wichtige Pfeiler der Innovation. So können KMU für den Markt relevante und neuartige Produkte und Dienstleistungen entwickeln.

Die Zukunft des Werk- und Denkplatzes Schweiz hängt also nicht nur von den marktaufmischenden Start-ups und den Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Grosskonzerne ab: Wegweisend bleibt die Innovationskraft der etablierten und zukunftsfähigen Schweizer KMU. Geschäftsmodelle neu zu denken und neuartige Lösungen auf dem Markt zu lancieren, bieten ihnen Möglichkeiten für eine erfolgreiche Zukunft. Die Pandemie zwingt uns alle, neue Wege zu gehen. Dadurch kann viel Neues entstehen – eine gute Voraussetzung für bahnbrechende Innovationen.

Text Annalise Eggimann

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