waner auf einer schneebedeckten straße im hochgebirge. symbolbild schweizer winter
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Editorial Winter

Die schönsten Seiten des Schweizer Winters

20.12.2025
von SMA
Christian Hürlimann,Direktor HotellerieSuisse

Christian Hürlimann
Direktor HotellerieSuisse

Wenn die ersten Schneeflocken die Landschaft weiss einkleiden und die Luft klarer wird, beginnt in der Schweiz eine Jahreszeit, die viele Sinne berührt. Winter heisst hier nicht nur Kälte und Schnee. Der Winter ist die Einladung zum Ruhigerwerden, zum bewussten Erleben und zum Zusammensein. In den Bergen beeindrucken imposante Gipfel, in den Tälern duftet es nach regionalen Spezialitäten und in den Städten verfliessen Kultur und winterliche Gemütlichkeit zu einem stimmigen Ganzen.

Die Schweiz ist und bleibt eine weltweit geschätzte Winterdestination. In den Bergen laden spektakuläre Naturkulissen zu jeglicher Art von Wintersport ein. Auf weiten Pisten, malerischen Loipen und verschneiten Wanderrouten kommen Sportbegeisterte und auch Ruhesuchende auf ihre Kosten. Dabei begeistern weltbekannte Destinationen wie St. Moritz, Wengen oder Verbier sowie familienfreundliche Destinationen wie Charmey, Chäserrugg oder Sörenberg Wintersportbegeisterte mit vielfältigen Angeboten. Die Beherbergungsbetriebe in den Bergregionen laden die Gäste nach einem anstrengenden Tag auf der Piste oder den Loipen ein, sich auszuruhen und in winterlicher Atmosphäre zu verweilen. Die unterschiedlichen Spa-Angebote oder lokale Kulinarikerlebnisse heben die Erholung dabei auf ein zusätzliches Level an. Wer es noch gemütlicher mag, setzt sich mit einem heissen Getränk an den Kamin und lauscht dem Knistern des Feuers.

Doch Winter in der Schweiz spielt sich längst nicht nur in den Bergen ab: In den Städten warten einzigartige Kunst- und Kulturanlässe und entführen die Gäste in zauberhafte Winterwelten. So laden die Weihnachtsmärkte in Städten wie Montreux, Bellinzona oder Luzern in der Adventszeit zum Schlendern ein, die vielfältigen Winterfestivals – beispielsweise in Murten oder Lausanne – sind ideale Gelegenheiten, um Freundinnen und Freunde, Bekannte und Familie zu treffen. Einzigartige Boutique-Hotels verwöhnen die Gäste mit kulinarischen Highlights und einmaliger Ästhetik. Die Schweizer Seen bieten auch in den kälteren Monaten besondere Rundfahrten und erlauben es den Gästen, die Natur rund um die Städte aus einer ganz neuen Perspektive zu sehen. Nach einem Tag voller Entdeckungen in den Schweizer Städten sind Hotelbars dann der ideale Ort, um den Abend ausklingen zu lassen und sich auszutauschen.

Immer mehr Gäste suchen heute nach tiefergehenden, bewussten Reisen. Der Trend zu «Slow Travel» prägt die Nachfrage – längere Aufenthalte, entschleunigte Erlebnisse und intensiveres Eintauchen in eine Region prägen das Reiseverhalten. Die Initiative «Travel better» von Schweiz Tourismus unterstreicht und begleitet diesen Wandel. Sie motiviert dazu, die Schweiz achtsam zu entdecken – zur richtigen Zeit am richtigen Ort, im Einklang mit Natur, Kultur und Gastgebern. Schweizer Hotels knüpfen daran an, indem sie Erholung, Regionalität und Nachhaltigkeit selbstverständlich miteinander verbinden.

Ein Blick voraus wagt der «Hospitality Trendreport 2035», der in Zusammenarbeit von HotellerieSuisse und dem Zukunftsinstitut entstanden ist. Er zeigt, wohin sich die Branche bewegen und welche Gästebedürfnisse das Verhalten im Jahr 2035 prägen könnten. Die sieben Szenarien reichen vom nachhaltig geführten Zukunftshotel über subtil digitalisierte Rückzugsorte bis hin zu Betrieben, die als emotionale Kulturräume der Gastfreundschaft wirken. Die Szenarien sind dabei kein Katalog von Einzeltrends, sondern eine Einladung an alle, die sich für die Zukunft der Beherbergungsbranche interessieren, Zusammenhänge zu erkennen. Sie ermutigen dazu, Entwicklungen früh zu verstehen, Fragen zu stellen und einen offenen Zukunftsdialog zu führen, der von Austausch und Neugier lebt.

Zu den aktuellen Trends gehören «Workation» oder «Bleisure», beides Mischwörter aus den Begriffen «Work» und «Vacations» sowie «Business» und «Leisure». Diese zeigen, dass immer mehr Gäste Arbeit und Erholung verbinden. Sie suchen Orte, an denen produktive Phasen und Freizeiterlebnisse selbstverständlich nebeneinander Platz finden. Viele Schweizer Beherbergungsbetriebe haben darauf reagiert und schaffen passende Angebote – auch im Winter. Das heisst, Gäste finden verlässliche Infrastruktur, die ortsunabhängiges Arbeiten ermöglicht und gleichzeitig unmittelbare Nähe zu Bergwelten, der Natur oder urbanen Zentren schafft. So wird aus dem Aufenthalt ein Wechselspiel aus Fokus, Entspannung und Entdeckung. Eine ideale Möglichkeit für alle, die unterwegs neue Energie tanken möchten.

Nachhaltig und lokal zeigen sich Beherbergungsbetriebe in allen Teilen der Schweiz – bereits über 900 Beherbergungsbetriebe sind Teil des Programms «Swisstainable». Vom «Hidden Champion» zum Nachhaltigkeitsleader: So lautet das Motto des Nachhaltigkeitsprogramms von Schweiz Tourismus und der Tourismusbranche. Echte Nachhaltigkeit wird in der Schweiz bereits seit Jahren gelebt. Bei renommierten Rankings ist die Schweiz stets ganz vorne mit dabei. Die Nachhaltigkeitsstrategie macht diese Bemühungen der touristischen Anbieter sichtbar und zeigt diese den Kunden transparent auf.

Aber auch die Gäste selbst können mithelfen, nachhaltiges Reisen zu fördern: Dank der flächendeckenden Anbindung an den öffentlichen Verkehr können beispielsweise fast alle Ecken der Schweiz mühelos ohne Auto erreicht werden. Besonders bequem wird die Reise mit den praktischen Gepäckdienstleistungen der Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs. Das Gepäck wird dabei bequem bei den Gästen abgeholt und ins Hotel transportiert – die Organisation übernehmen die Transportunternehmen und die Hotels.

Neben dem Programm «Swisstainable» setzt die Branche mit dem neuen Nachhaltigkeits-Framework von HotellerieSuisse ein starkes Zeichen. Es wurde gemeinsam mit Expertinnen, Experten und zahlreichen Betrieben entwickelt – ein Framework von der Branche für die Branche. Die wissenschaftlich begleitete Analyse strukturiert Nachhaltigkeit in 13 zentrale Themen entlang der gesamten Gästereise und zeigt konkrete Massnahmen auf, die Betriebe kurz-, mittel- und langfristig umsetzen können. Für Gäste bedeutet das: Sie können sich darauf verlassen, dass hinter vielen Details des Aufenthalts, sei das von regionalen Produkten über den Energieeinsatz bis hin zur sozialen Verantwortung, ein klarer, durchdachter gemeinsamer Nenner steht.

Die Gastgeberinnen und Gastgeber sind das Herzstück dieses Versprechens, denn Beherbergungsbetriebe sind mehr als Übernachtungsorte. Sie sind Bühnen für Begegnung, Orte des Genusses und Oasen des Rückzuges zugleich. Ob ein traditionelles Ferienhotel, familiärer Gasthof oder urbanes Design-Hotel: Die sorgfältig kuratierte Gastfreundschaft, die Verwendung lokaler Produkte und die persönliche Zuwendung schaffen jene Wärme, die einen Aufenthalt unvergesslich macht. Gleichzeitig prägen Beherbergungsbetriebe das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben einer Destination und Region. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden die nächste Generation von Fachkräften aus und stärken die lokale Zusammenarbeit im Tourismus und weit darüber hinaus.

Der Schweizer Winter erzählt viele Geschichten. Diese reichen von verschneiten Gipfeln über lebendige Städte bis hin zu kulinarischen Highlights oder inspirierende Arten von Aufenthalten. Die Schweizer Beherbergungsbranche verwandelt diese Geschichten in unvergessliche Erlebnisse und freut sich, die Gäste zu empfangen und zu beherbergen. Entdecken also auch Sie dieses Jahr den Schweizer Winter von einer seiner schönsten Seiten!

Text Christian Hürlimann, Direktor HotellerieSuisse

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