16.8 C
Zürich
9 August 2020

Ferien in der Schweiz – wieso nicht?.

Zu Hause bleiben statt in den Flieger steigen – Schweizer machen wieder vermehrt Ferien im eigenen Land. Das zeigt eine Studie des Ferienhausvermittlers Interhome. Wer noch Überzeugung braucht: fünf Gründe, wieso sich Ferien in der Schweiz lohnen.

Für den Kurzurlaub nach Barcelona, Bali für die Flitterwochen und in den Sommerferien die langersehnte Japan-Rundreise. Dank Flugzeug und Globalisierung ist das Reisen heute einfacher und günstiger als je zuvor. Je weiter weg, desto besser. Aber, muss man den immer um die halbe Welt jetten? Nein, hat doch die Schweiz ebenso viel, wenn nicht mehr, an Abenteuer und Schönheit zu bieten als das Ausland. Wer sich auf Entdeckungsreise in der Schweiz macht, muss feststellen: Unser Land ist eine unschlagbare Reisedestination.

Und tatsächlich kommen die Schweizer wieder auf den Geschmack des eigenen Landes. Ob es an den Menschenmassen an den Flughäfen liegt oder an der zunehmenden Terrorbedrohung im übrigen Europa, Schweizer bleiben wieder öfter zuhause. Diesen Trend bestätigen Zahlen des aktuellen Ferienreports des Schweizer Ferienhausvermittlers Interhome, welcher die vergangene Sommersaison ausgewertet hat. 54 Prozent der einheimischen Interhome-Kunden buchten Unterkünfte im Inland – das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Trend, dem es sich für einmal lohnt, zu folgen. Nicht überzeugt? Fünf Gründe, wieso Ferien in der Schweiz eine gute Idee sind:

Wir Schweizer lieben es zu organisieren und noch mehr lieben wir es, wenn alles nach Plan läuft. Umso befriedigender ist für uns das Reisen in der Schweiz.

Exotik, nicht unweit der Haustüre

Nun gut, wer sich nach Strand, Sonne und Meer sehnt, der muss sich ausserhalb der Landesgrenzen umschauen. Wer hingegen meint, die Schweiz biete keine Exotik, liegt falsch. Dank der topografischen Vielfalt offeriert unser Land Reisenden auf kleinstem Raum all das, wofür sie sonst mehrere Fernreisen unternehmen müssen. Denken Sie an das romantische Binntal im Oberwallis, den Aletschgletscher mit seinen 27 Milliarden Tonnen Eis, den Schweizer Grand Canyon, Creux du Van, und nicht zu vergessen der Lago Maggiore, der mit Palmen und Sonnenschein lockt. Auch kulturell hat die Schweiz einiges an Exotik im Angebot. Schliesslich ist für den Deutschschweizer bereits der Schritt über den Röstigraben hinweg ein Schritt in eine fremde Welt, geschweige denn die Reise ins Tessin. In zwei bis drei Stunden erreichen wir von der Deutschschweiz aus jeden der drei übrigen Landesteile, treffen dort auf eine andere Kultur, eine fremde Sprache und eine eigene Mentalität. Dazu kommen die verschiedenen Bräuche und Traditionen wie beispielsweise der Kuhkampf in Saas-Almagell, die traditionellen Alpabzüge und Viehschauen im Appenzell oder das Eidgenössische Schwingfest. Ob als Städter in den Alpen oder als Älpler in der Stadt – für den Kulturschock müssen wir nicht einmal nach Asien oder in den nahen Osten reisen, den kriegen wir auch gratis zu Hause.

Waren Sie schon mal auf dem Matterhorn?

Die Schweiz ist in aller Welt berühmt für ihre Berg- und Seenlandschaften. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten gehören – genau Sie wissen es schon – das Matterhorn, das Jungfraujoch oder auch der Genfersee. Bestimmt, haben Sie diese Orte schon unzählige Male Freunden aus dem Ausland empfohlen. Doch, waren Sie selber überhaupt schon mal dort? Eben. Was die Schweiz den Touristen bietet, ist auch für die Einheimischen zu haben. Die vielen Chinesen und Araber, die tausende von Kilometer hinter sich haben, um auf den Rigi zu steigen oder im Berner Oberland Skifahren zu gehen, werden Ihnen bestätigen: Es ist wirklich so eindrücklich, wie alle sagen. Wir Schweizer haben paradiesische Orte vor der Haustüre. Das sollten wir schätzten.

Naherholung – wortwörtlich

Mit unseren bescheidenen 41 Tausend Quadratkilometern reiht sich die Schweiz in die Reihe der kleineren Nationen der Welt. Unsere überschaubare Grösse ist für zeiteffiziente Entdecker hingegen ein Vorteil: Alles ist nah. Die bedeutenden Deutschschweizer Städte Zürich, Basel, Bern und Luzern liegen nicht mehr als eine Stunde voneinander entfernt. In Genf ist man in zweieinhalb Stunden. Finden Sie zu lange? Australier und Amerikaner würden Sie auslachen. Wer schnell einmal Skifahren gehen will oder sich eine Bergwanderung vornimmt, geht am Morgen los und ist am Abend zurück. Das macht das Leben nicht nur einfacher, sondern auch stressfreier. Beim Reisen zu Hause brauchen Sie keine Reisedokumente, müssen kein Geld wechseln, den Übersetzer nicht mitschleppen und auf ihrem Handy können Sie getrost die mobilen Daten anlassen. Perfekt für all jene, die sich wahrlich nach (naher) Erholung vom Alltag sehnen.

Für den Kulturschock müssen wir nicht einmal nach Asien oder in den nahen Osten reisen, den kriegen wir auch gratis zu Hause.

Dem Klischee treu

Touristen aus dem Ausland schätzen die Schweiz für ihre Infrastruktur, Verlässlichkeit und Sauberkeit. Unsere Seen sind so sauber, dass die Fische keine Nährstoffe mehr finden und die Berufsfischer darunter leiden. Welches andere Land kämpft mit solchen Problemen? Auch in Sachen Pünktlichkeit schlägt uns kaum einer. In ihrem neuen Werbespot entschuldigt sich die SBB für drei Minuten Verspätung. Da lachen die zwei Zugreisenden aus Jamaica. Obwohl wir es dem spanischen Tourguide verziehen, wenn er uns eine halbe Stunde warten lässt – «Die nehmen das halt nicht so genau hier» – toben wir innerlich. Wir Schweizer lieben es zu organisieren und noch mehr lieben wir es, wenn alles nach Plan läuft. Umso befriedigender ist für uns das Reisen in der Schweiz.

Aus Liebe zur Umwelt und dem einheimischen Tourismus

Zu guter Letzt bleiben ihr ökologischer Fussabdruck kleiner und ihr Gewissen reiner, wenn Sie in den Sommerferien ausnahmsweise nicht nach Griechenland fliegen, sondern ins Engadin fahren. Sei es mit der Bahn, dem Bus oder dem Postauto – es gibt kaum einen Ort in der Schweiz, den Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichen können. Deshalb darf auch das Auto während der Ferien in der Garage bleiben. Neben der Umwelt dankt ihnen auch die Tourismusbranche. Wegen dem starken Franken hat der Sektor in den letzten Jahren gelitten. Zeigen Sie sich patriotisch.

Klar, Ferien in der Schweiz sind kein Schnäppchen. Dafür besticht unser Land im internationalen Wettbewerb durch eines: Qualität. Wer recherchiert, findet ausserdem eine Vielzahl reduzierter Angebote und Skipass- Aktionen. Überzeugt? Dann machen Sie sich auf Entdeckungsreise im eigenen Land.

Text: Leslie Leuenberger

Lesen Sie mehr.

Dank Smart Working von überall aus arbeiten

Gemäss einer kürzlich publizierten Studie des Bundesamts für Statistik arbeitete letztes Jahr knapp die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer im Rahmen flexibler Arbeitszeiten. Doch nicht zuletzt dank Cloud Computing und modernster Kommunikationstechnologie wären noch viel innovativere Arbeitsformen möglich: «Smart Working» lautet der entsprechende Sammelbegriff.

Nach der Wanderung ist vor der Wanderung

Während der warmen Sommermonate zieht es wieder viele Wanderlustige in die Berge. Die Destinationen haben ihr Angebot stark ausgebaut und locken dadurch nicht nur im Winter Gäste in die jeweiligen Regionen. Das Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur ist in den Berggebieten absolut einzigartig.

Der «Global Player» mit den Wurzeln in der Schweiz

Umfassendes Know-how und ein eingespieltes Team aus Spezialisten zeichnet die «HB-Therm AG» als weltweit führenden Hersteller von Temperiergeräten aus. Trotz des Erfolgs verlor auch der Produktionsstandort Schweiz für sie nie an Bedeutung

Erfolgreich im Berufsleben dank Business-Look

Welche Kleider-Knigge herrscht im Büroalltag und welche Punkte gilt es zu beachten? Mit diesen Grundregeln gelingt der Wechsel zwischen dem Business- und Business-Casual-Look mühelos.

Andreas Caminada folgt seinem Bauchgefühl

Der Schweizer Starkoch Andreas Caminada überzeugt mit seinen vielfältigen und in sich stimmigen Kreationen. Im Interview verrät er die Geheimnisse seines Erfolgs und was er privat gerne kocht.

Archiv.

Hochzeiten gewinnen an Individualität

Die heutige Zeit wird immer schneller und digitaler. Gerade deswegen vertrauen wir stärker als je zuvor in die Gemeinsamkeit und in die Ehe.