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Zürich
9 August 2020

Tipps für einen erfolgreichen Grill-Sommer.

Endlich! Mit den ersten heissen und langen Sommertagen hat auch die Grillsaison so richtig Einzug gehalten. Mit den nachfolgenden Tipps werden Sie zum Meister, zur Meisterin am Grill: Punkten Sie bei der nächsten Grillparty mit Ihrem Know-how!

Normalerweise ist man beim Grillieren etwas nachsichtiger als bei der Zubereitung in der Küche. Wem kann man es schon übel nehmen, wenn die Wurst halt doch ziemlich verkohlt, die Hälfte des Fisches am Rost kleben bleibt und das Fleisch hart ist wie eine Schuhsohle? Aber das muss nicht sein, wenn man weiss, wie man Wurst, Fleisch, Fisch und Gemüse richtig grilliert.

Vorab: Gas, Kohle, Elektro – welcher Grill ist der richtige? Dazu gibt es verschiedenste Philosophien. Das typische rauchige Grillaroma lasse sich nur mit einem Holzkohlegrill erzielen, sind viele Profis überzeugt. Objektiv betrachtet schmeckt Fleisch und Fisch vom Elektro- oder Gasgrill aber nicht anders, weil ja Holzkohle keinen Geschmack abgibt. Sie haben hingegen den Vorteil, dass man den Grill nicht viel vorher anheizen muss und auch weniger Rauch entsteht. Wer also nicht lange auf sein Fleisch oder seine Grillwurst warten möchte und auf dem Balkon grilliert, sollte auf ein solches Modell setzen. 

Die Unkomplizierten – Geflügel, Wurst und Schwein

Geflügel, Schwein und Wurst gilt als unproblematisches Grillgut. Die exakte Grilldauer ist unkritisch, solange die Köstlichkeiten aussen nicht verkohlen. Bei Pouletbrust und Ähnlichem empfiehlt sich eine Marinade, damit das Fleisch nicht trocken wird. Brutzelt das Fleisch auf dem Grill, gelegentlich einschneiden – sobald es nicht mehr rosa ist, heisst es: Essen ist fertig! Für die Würste gilt: anfangs in der Mitte des Rosts platzieren, bis die Haut etwas Farbe annimmt, danach auf die Seite des Rostes schieben. Regelmässig wenden; wenn die Haut aufplatzt, ist die Wurst fertig. 

Bei rotem Fleisch hängt die Bratdauer stark von der Dicke des Stücks ab. Wie weit das Fleischstück durch ist, zeigt sich am besten im Drucktest: Ist das Fleisch weich, wenn Sie mit dem Daumen draufdrücken, ist es noch blutig; zeigt es etwas Widerstand, ist es aussen kross und innen rosa; bei viel Widerstand ist es ganz durchgebraten. Fleisch darf übrigens nie direkt aus dem Kühlschrank auf den Grill gelegt werden – durch den starken Temperaturunterschied verliert es sonst schnell an Saft und trocknet aus.

Fleisch darf nie direkt aus dem Kühlschrank auf den Grill gelegt werden

Etwas anspruchsvoller – der Fisch

Fischfilets mit Haut können ohne Wenden auf der Hautseite gegrillt werden. Wichtig: Fisch und Grillstäbe vorher gut einölen. Das Fischfilet muss bei mittlerer Temperatur so lange grilliert werden, wie die Oberfläche noch leicht glasig ist. Für Fischfilets ohne Haut eignen sich Alugrillschallen. Auch hier gilt: Das Fischfilet mit Öl bestreichen und wenn möglich nur einmal wenden.

Der Klassiker – Folienkartoffeln

Folienkartoffeln, auch bekannt als «baked potatoes» sind die ideale Beilage und schmecken auf dem Grill um einiges besser als aus dem Ofen. Noch besser: Man legt sie direkt in die Glut. Dafür müssen die Kartoffeln vorgekocht werden. Die ersten zehn Minuten müssen sie unter regelmässigem Wenden die maximale Hitze abbekommen. Danach werden sie an den Rand geschoben, bis sie weich sind – normalerweise nicht länger als eine halbe Stunde, auch bei etwas grösseren Kartoffeln. 

Auch für Vegetarier 

Fast jedes Gemüse eignet sich zum Grillieren: Angefangen bei der Zucchini, der Aubergine, dem Maiskolben (mit Butter und Salz ein echter Grillklassiker) bis hin zu Paprika. Grilliertes Gemüse ist leicht, vielseitig, reich an Ballaststoffen und gesund – nicht nur als Beilage!

Tipp: Gemüse braucht meist etwas länger als Fleisch. Es muss also etwas früher auf den Grill gelegt werden, damit alle gleichzeitig essen können.

Geheimgrilltipp: den Grill richtig befüllen

Die Kohle nicht im Inneren des Grills verteilen, sondern nur am äusseren Rand aufschichten. Innen bleibt ein Kreis ausgespart. Fürs Anbraten die Aussenbereiche des Grills nutzen, dann kommt das Fleisch zum Garen in den inneren Kreis. Diese Form der Fleischzubereitung bezeichnet man als «indirektes Grillieren». Mit diesem Grilltipp bleibt das Steak innen schön zart und rosa, der Fisch glasig und saftig. 

Vor dem Genuss das Rechtliche klären

Kein Nachbar wird gerne eingeräuchert, deshalb ist der Grill auf dem Balkon oder auf dem Sitzplatz nach der Waschküche häufigster Grund für Streitigkeiten in Mehrfamilienhäusern. Dazu muss man wissen, dass der Grill auf dem Balkon grundsätzlich erlaubt ist. Selbst ein Verbot in der Hausordnung ist gemäss Mieterverband nicht durchsetzbar. Der Grund dafür ist, dass der Balkon rechtlich gesehen ein zusätzliches Zimmer ist. Gegenseitige Toleranz ist da wohl das beste Rezept – es lohnt sich ja nicht, im Quartier als intoleranter und überempfindlicher Wutbürger wahrgenommen zu werden. Und vor der Mietschlichtungsstelle lässt sich ein Verbot nur selten durchsetzen, da es schwierig ist, eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität nachzuweisen. Noch besser ist es, auf dem Balkon möglichst rauchfrei zu grillieren. Am meisten Rauch entsteht in der Regel bei der Nutzung eines Holzkohlegrills. Deshalb werden für den Balkon vertikale Grills, Elektrogrills oder auch so genannte Lotusgrills empfohlen – bei letzteren wird zwar mit Kohle gegrillt, sie verfügen aber über batteriegetriebene Elektrolüfter.

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