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11 April 2021

Fahrsicherheit im Winter: Diese Fehler gilt es zu vermeiden.

Glatteis, Dunkelheit, schlechte Sichtverhältnisse wegen Schneefall – Autofahren kann im Winter eine echte Herausforderung darstellen. Wie ist man dennoch auf vier Rädern im Winter sicher unterwegs? «Fokus» weiss mehr.

Ein Unfall ist für jeden Automobilisten ein absolutes Worst-Case-Szenario. Die kalte Jahreszeit verstärkt diese Angst aufgrund zahlreicher Tücken nur noch. Das richtige Know-how ist im Zuge dessen das A und O.

Falsche Vorstellungen zu Fahrsicherheit

Verbesserungspotenzial diesbezüglich ist bereits bei der Sensibilisierung des Themas zu beobachten. So fällt in der Praxis auf, dass generell viele Automobilisten falsche Vorstellungen zu Fahrsicherheit an sich haben. Viele haben des Weiteren beispielsweise auch Hemmungen, sich zu einem Fahrsicherheitstraining anzumelden – weil sie fälschlicherweise davon ausgehen, dass sie die Anforderungen dazu nicht erfüllen. Ein weitverbreiteter Irrtum! Denn die Kurse sind so aufgebaut, dass alle, die im Besitz eines Führerausweises sind, daran teilnehmen können.

Die meistbegangenen Fehler

Eine Vollbremsung löst bei Automobilisten ebenfalls grosses Unbehagen aus – doch in manchen Fällen ist diese unvermeidbar. Die Angst vor dem Bremsen stellt in puncto Fahrsicherheit unangefochten den gravierendsten Fehler dar, den man begehen kann. Dabei ist es in jeder Notsituation unumgänglich, das Tempo zu drosseln und die Energie abzubauen. Ein beherzter Tritt aufs Bremspedal verhindert so manche schlimme Situation oder kann zumindest deren Folgen mildern. Aufgrund dieser weitverbreiteten Angst besteht hier der grösste Handlungsbedarf.

Ein beherzter Tritt aufs Bremspedal verhindert so manche schlimme Situation oder kann zumindest deren Folgen mildern.

Waghalsige Lenkmanöver

Es ist dunkel, die Sicht ist schlecht, man fährt durch einen Wald – und plötzlich springt ein Reh vors Auto. Der Automobilist erschrickt und reisst das Lenkrad herum, jedoch ohne zu bremsen. Ein fataler Fehler! Denn das Fahrzeug kann instabil und nicht mehr durch den Lenker kontrolliert werden. Weil dieser nicht bremst, erfolgt auch kein Abbau des Tempos – im schlimmsten Fall crasht das Auto mit dem Ursprungstempo in einen Baum. 

Die Rolle des Fahrzeugtyps

Ob Minivan, Gelände- oder Kleinwagen: Jeder Fahrzeugtyp geht mit Vor- und Nachteilen einher. Moderne Autos bieten beispielsweise eine gute Sicherheitsausstattung, welche sehr gut funktioniert. Wichtig dabei sind gute Reifen, die saisonal gewechselt werden. Der Automobilist muss sich zudem vollumfänglich bewusst sein, welches Fahrzeug er lenkt und welchen Einfluss dies allenfalls auf die Sicherheit hat. Ein Lieferwagen hat etwa ein leicht anderes Fahrverhalten als ein Kleinwagen, genauso wie ein grosser SUV «träger» in der Reaktion ist als ein Sportwagen. So verschieden Fahrzeuge auch sein können: Im Grundsatz gelten aber für alle die gleichen fahrphysikalischen Grundsätze. Nichtsdestotrotz sei an dieser Stelle auf eine Weisheit zu verweisen, die ebenfalls Gültigkeit besitzt: Das grösste Risiko geht vom Fahrer aus!

Die häufigsten Ursachen für Autounfälle im Winter

Dass das grösste Risiko in der Tat vom Fahrer ausgeht, schlägt sich auch im Hinblick auf die häufigsten Ursachen für winterliche Autounfälle nieder. Viele werden dadurch verursacht, dass sich Automobilisten nicht an die neuen Verhältnisse anpassen. Oftmals fährt man mit zu hoher Geschwindigkeit und hält zu kurze Abstände zum Vordermann ein, was eine besonders prekäre Kombination darstellt.

Eine falsche Einschätzung der Zeit ist ein ebenfalls häufig begangener Fehler. Oftmals berechnen Herr und Frau Schweizer zum Beispiel bei Schneefall nicht mehr Zeit ein, um von A nach B zu gelangen. Der Stressfaktor setzt eine Reihe verhängnisvoller Ereignisse in Kraft: Aufgrund des Zeitdrucks fährt man auf Schnee viel zu schnell; überschätzt dabei die Möglichkeiten des eigenen Könnens und der Fahrtechnik. Viele Automobilisten wollen sich nicht eingestehen, dass der Bremsweg auf Schnee viel länger ist als bei ungetrübten Strassenverhältnissen. Die fehlende Ausrüstung kann einem ebenfalls rascher zum Verhängnis werden als gedacht. Wer bei Schneetreiben mit Sommerreifen unterwegs ist, die Scheiben nicht enteist oder das Fahrzeug nicht von Schnee befreit, erhöht die Unfallgefahr massiv!

Der beste Zeitpunkt für einen Reifenwechsel

A propos Reifen: Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Reifenwechsel? Von O bis O, liefert eine Faustregel Antwort – von Oktober bis Ostern ist Zeit für Winterreifen. Wenn die Durchschnittstemperatur unter 7 Grad fällt, stellt der Winterreifen zweifelsohne einen Vorteil dar. Die Tiefsttemperaturen in der Nacht und am Morgen sind im Zuge dessen ausschlaggebend. Es ist keine Seltenheit, dass sich dieser Wert im Winter um den Gefrierpunkt befindet; die Entstehung von Gefriernässe ist die Folge. Hier wartet der Winterreifen durch seine spezifischen Eigenschaften mit enormen Vorteilen auf. Des Weiteren sind moderne Winterreifen weder lauter noch unkomfortabler als die Pendants im Sommer. Doch lediglich mit einem Wechsel von Sommer- auf Winterreifen ist es nicht getan – beispielsweise zeigt sich in der Praxis, dass das Thema Luftdruck in den Reifen immer noch zu wenig Beachtung findet. Denn auch der beste Reifen kann seine Performance nur dann erbringen, wenn der Luftdruck korrekt eingestellt ist. Plaketten im Tankdeckel oder am Rahmen der Türen verraten hierzu Genaueres.

In diesem Sinne: Wer sich einige wichtige Punkte zu Herzen nimmt, ist auch im Winter auf vier Rädern sicher unterwegs – gute Fahrt!

Text Lars Gabriel Meier

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