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25 Februar 2021

So wird aus jedem Badezimmer eine Wellness-Oase.

Die Tage sind kurz, die Nächte lang, die Temperaturen tief – jetzt ist der ideale Zeitpunkt für Wellness zu Hause. «Fokus» weiss, was es braucht, damit der Traum einer Wellness-Oase zu Hause wahr wird.

Aufgrund der Coronapandemie sind zurzeit auch Wellnessbäder geschlossen. Doch auf die ersehnte Entschleunigung muss deswegen keineswegs verzichtet werden. Damit Wellness auch in den eigenen vier Wänden klappt, sollten jedoch einige Faktoren zusammenspielen.

Das Badezimmer als Home-Spa

Das Badezimmer ist geradezu prädestiniert, als Wellness-Oase zu fungieren. Es ist der Ort, an dem man sich der Körperpflege widmet und sich mit den richtigen Mitteln entspannen kann. Interessanterweise war das jedoch nicht immer so, wie ein Blick auf die Historie des Badezimmers beweist: Zwar nahmen Themen wie Baden und Waschen bereits in der Antike einen hohen Stellenwert ein, allerdings eher als gemeinschaftliches Erlebnis in grossen öffentlichen Bädern. Im Laufe der Zeit änderte sich die Einstellung der Gesellschaft gegenüber Nacktheit und Körperlichkeit und trug so zu einem erheblichen Teil auch zur Entwicklung des Badezimmers bei. So nahm der Stellenwert von Hygiene und Körperkultur in den 1930er-Jahren zu und leistete so bereits einen wichtigen Vorstoss, doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte der Grossteil der europäischen Bevölkerung über ein eigenes Badezimmer mit Badewanne, Waschbecken und Toilette in der Wohnung. Heute, zu Beginn der 2020er-Jahre, steht eines mit Sicherheit fest – die Zeiten, in denen dem Badezimmer lediglich ein funktionaler Wert zugeschrieben wurde, sind definitiv vorbei. Das Badezimmer als Wellness-Oase ist der beste Beweis dafür.

Das Badezimmer ist geradezu prädestiniert, als Wellness-Oase zu fungieren.

Die richtige Einrichtung

Das wichtigste gleich zu Beginn: Wellness ist keine Platzfrage! Denn auch wenn eine freistehende Badewanne oder eine geräumige Wasserfalldusche zweifellos zum Entspannen einladen, verfügen nicht alle Badezimmer über den notwendigen Platz. Doch es sind die meist eher unscheinbaren Dinge, die diesbezüglich eine umso wichtigere Rolle spielen. Ein ausladender Spiegel kann beispielsweise ein kleines Badezimmer grösser wirken lassen und fungiert zugleich auch als Blickfang – etwa durch einen auffälligen Rand, eine integrierten LED-Leuchte oder eine markante Form. Ein besonderer Wasserhahn oder eine geschickt platzierte Pflanze brauchen ebenfalls nicht viel Platz, verleihen einem Raum dennoch eine besondere Note und regen dazu an, sich länger darin aufzuhalten. Es gibt Möglichkeiten en masse!

Farbe bekennen – ja, aber mit Mass

Weiss wirkt zwar klassisch und zeitlos, doch auch andere Farben können einem Badezimmer eine wohnliche und einladende Note verleihen. Wie wäre es beispielsweise mit einem dezenten oder auch kräftigen Grün? Grüntöne wecken sofort Erinnerungen an die Natur und wirken so beruhigend und harmonisierend. Auch Farben wie Beige, Blau oder Rot halten zunehmend Einzug in Badezimmern. Angesichts der Vielfalt an Farben gilt auch bei der Wahl der Farbgestaltung des Badezimmers das Credo: Probieren geht über Studieren. Doch Achtung: Zu viele Farbkontraste können rasch unruhig wirken und somit genau das Gegenteil des gewünschten Resultats bewirken! Weniger ist schliesslich mehr, des Weiteren trägt auch die Farbe von Handtüchern und Accessoires zum Gesamtbild der heimischen Wellness-Oase bei.

Alle Sinne anregen

Nicht nur das Auge, auch die anderen Sinnesorgane sollten für ein intensives Wellness-Erlebnis angeregt werden. So trägt ein angenehmer Raumduft – sei es in Form eines Raumsprays, einer Duftkerze oder auch eines ätherischen Öls – ebenfalls in einem hohen Masse zur Entspannung bei und hilft, den Stress des Alltags hinter sich zu lassen. Gut eignen sich hierfür Düfte wie Lavendel, Melisse, Vanille und Fichtennadel.

Mit Geräuschen entspannen

Das ständig klingelnde Telefon, die Benachrichtigungstöne des Handys, der bellende Hund des Nachbarn – im Alltag sind wir oft Geräuschen ausgesetzt, denen man am liebsten entrinnen möchte. In der heimischen Wellness-Oase ist dies nun problemlos möglich, was aber nicht heisst, dass völlige Stille herrschen muss. Es gibt auch andere Optionen. Wie wäre es beispielsweise mit beruhigender Musik oder einem spannenden Hörbuch? Dank Aufnahmen ist es auch kein Problem, sich Strand- oder Vogelgeräusche in die eigenen vier Wände zu holen. Physisch im Badezimmer, gedanklich am Meer oder im Wald – was will man mehr?

Den Gaumen verwöhnen

Ein wohlschmeckendes Getränk darf in der heimischen Wellness-Oase nicht fehlen. Eine Tasse Tee, beispielsweise Kamille, Fenchel oder Baldrian, wärmt nicht nur von innen, sondern trägt ebenfalls zur Entspannung bei. Wer nicht unbedingt der grosse Teetrinker ist und zudem eine edlere Stimmung schaffen möchte, greift vielleicht auch zu einem Glas Champagner. Ob warm oder kalt – mit dem richtigen Getränk in der Hand kommt Entspannung auf!

Entspannung am ganzen Körper fühlen

In Wellnessbädern kann man dank Massagedüsen und Co. wunderbar entspannen; in der Wellness-Oase zu Hause sucht man diese jedoch in den meisten Fällen vergebens. Doch keine Sorge: Ein Körperpeeling – vielleicht sogar selbst gemacht? – lässt ebenfalls entspannen und sorgt zudem noch für eine gepflegte und gesunde Haut. Wellness muss also gar nicht aufwändig sein – ein paar gute Gedanken zur Einrichtung und eine durchdachte Vorbereitung genügen bereits vollkommen.

Text Lars Gabriel Meier

Über den positiven Effekt von Wellness kann man hier mehr lesen.

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