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Business Editorial IT Digitalisierung

Im Eiltempo in Richtung Zukunft

25.03.2022
von SMA

Die IT prägt viele Bereiche unseres Alltags und verändert sich dabei ständig. Das Tempo dieses Wandels scheint sich dabei immer mehr zu beschleunigen. Gleichzeitig kann es schwierig sein, Hype von Realität zu unterscheiden. 

Professor Kenny Paterson,
Stellvertretender Leiter Departement Informatik, ETH Zürich

Welche Auswirkungen wird Quantencomputing auf die reale Welt haben? In welchem Ausmass werden künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen unser Leben bestimmen? Gibt es bald vollständig autonome selbstfahrende Autos oder bleibt dies ein Wunschtraum? Hat ein Zeitalter begonnen, in dem wir – aus Bequemlichkeit und um personalisierte Informationen zu erhalten – bereitwillig unsere Privatsphäre aufgeben? Können wir mit Technologien zum Schutz der Privatsphäre, wie zum Beispiel Kryptografie, ein neues Verhältnis zwischen Privatsphäre und Convenience in der entstehenden Informationswirtschaft finden? Was verspricht das «Web 3.0»? Geht es hier nur um den Besitz von schlechten Affenzeichnungen oder anderen NFTs oder könnte es echten Wandel herbeibringen? 

Der IT-Sektor floriert, ist international wettbewerbsfähig und lockt Talente aus der ganzen Welt in die Schweiz.

Was die verbleibenden Fragen angeht, so können die Leserinnen und Leser versichert sein: Der Schweizer IT-Sektor ist gut positioniert, um die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen zu meistern. Der Sektor floriert, ist international wettbewerbsfähig und lockt Talente aus der ganzen Welt in die Schweiz.

Der Netzwerkeffekt funktioniert: Cluster von IT-fokussierten Unternehmen bilden sich in Zürich, Zug und anderen Städten. Zusätzlich forschen die Hochschulen der Schweiz an vorderster Front nach Antworten auf die obigen, aber auch auf weiterführende Fragen.

IT-Sektor Schweiz

An der ETH Zürich erleben wir einen Boom, die Studierendenzahlen in der Informatik steigen. Die nächste Generation von Software-Ingenieurinnen, IT-Systemdesignern und Datenschutzarchitektinnen ist also «in Produktion». Diesen hochqualifizierten Informatikerinnen und Informatikern stehen erfolgreiche Karrieren bevor. Allerdings werden diese nicht so vorhersagbar und linear verlaufen wie bei vorherigen Generationen.

Sie werden gefordert sein, sich immer wieder neue Fähigkeiten anzueignen. Sie werden häufig die Stellen wechseln. Und viele von ihnen werden sich möglicherweise entscheiden, frühzeitig aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, um in anderen Berufen tätig zu werden, oder einfach, weil sie über die finanziellen Mittel dazu verfügen. Der IT-Sektor wird sich an diesen Wandel anpassen und einen sehr viel flexibleren Ansatz bei der Einstellung und Vergütung verfolgen müssen.

Was klar ist: Die Geschwindigkeit des Wandels wird unablässig hoch bleiben. 

Text Professor Kenny Paterson

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