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Herbst in Bewegung

10.10.2026
von SMA

Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, verändert sich auch der Sportalltag. Die grosse Hitze ist vorbei, viele Wege sind weniger stark belaufen und in höheren Lagen beginnt langsam der Übergang zum Winter. Für den Outdoor-Sport bedeutet das aber keineswegs Saisonende. Wandern, Trailrunning, Mountainbiken oder Klettern lassen sich vielerorts bis weit in den Herbst hinein betreiben und eignen sich perfekt, um fit zu bleiben und sich auf den Winter vorzubereiten.

Foto: iStock

Wandern bleibt ein Klassiker

Wandern gehört in der Schweiz zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Rund 65 000 Kilometer markierte Wanderwege durchziehen das Land und gemäss dem Verband Schweizer Wanderwege wandern etwa 58 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren regelmässig. Im Herbst reicht die Auswahl von Wegen im Mittelland und durch Rebberge bis zu anspruchsvollen Touren in den Voralpen und Alpen.

Die unterschiedlichen Höhenlagen machen die Saison flexibel. Während weiter oben bereits Schnee liegen kann, sind tiefer gelegene Wege oft noch gut begehbar. Kühlere Temperaturen machen längere Aufstiege angenehmer und viele Ausflugsziele sind weniger stark besucht als im Hochsommer. Wichtig bleibt aber immer eine realistische Planung, denn Wetter und Wegverhältnisse können sich im Herbst rasch verändern.

Trailrunning zwischen Wald und Bergen

Wer schneller unterwegs sein möchte, findet beim Trailrunning viele Möglichkeiten. Waldwege, Höhenwege und Bergpfade lassen sich zu kurzen Trainingsrunden oder längeren Touren verbinden. Weil Untergrund und Steigung ständig wechseln, werden neben der Ausdauer auch Koordination, Gleichgewicht und Konzentration gefordert.

Im Herbst ist das eine abwechslungsreiche Alternative zum klassischen Lauftraining. Die Temperaturen sind häufig angenehm und Strecken lassen sich je nach Wetter flexibel anpassen. Wenn eine Tour wegen Schnee oder schlechter Sicht ausfällt, kann ein tiefer gelegener Waldtrail eine gute Alternative sein.

Die Bikesaison ist noch nicht vorbei

Auch auf zwei Rädern geht die Saison weiter. Mountainbike-Routen reichen von breiten Naturstrassen bis zu technisch anspruchsvollen Trails. Mit dem Release 2026 hat SchweizMobil zusätzlich 77 offiziell erfasste Mountainbike-Trails in sein Angebot aufgenommen. Je nach Region bleiben Trails, Bikeparks und Bergbahnen bis weit in den Herbst geöffnet. Verleihstationen und Transportmöglichkeiten mit der Bahn oder Bergbahn erleichtern dabei vielerorts die Planung.

Wichtig ist: Der Untergrund verändert sich. Nasses Laub, Schlamm und erste vereiste Stellen können eine Strecke deutlich anspruchsvoller machen als im Sommer. Gute Reifen, funktionierende Bremsen und eine angepasste Fahrweise sind deshalb von höchster Priorität.

Klettern bei milderen Temperaturen

Auch Kletternde profitieren vielerorts vom Herbst. Tiefer gelegene und südseitig ausgerichtete Felsgebiete, die im Hochsommer schnell zu warm werden, bieten bei milderen Temperaturen oft bessere Bedingungen.

Klettern setzt einen anderen Schwerpunkt als Wandern oder Biken: Kraft, Körperspannung, Beweglichkeit und Konzentration stehen stärker im Zentrum. Damit bietet die Sportart eine gute Abwechslung zu den vielen Ausdaueraktivitäten des Sommers. Bei Nässe oder Kälte lässt sich das Training in Kletter- und Boulderhallen fortsetzen.

Vorbereitung auf den Winter

Der Herbst verbindet Sommer- und Wintersport. Wer später Ski fährt, snowboardet oder langläuft, kann jetzt gezielt an Ausdauer, Kraft und Stabilität arbeiten. Dafür braucht es keinen komplizierten Trainingsplan. Wanderungen mit Höhenmetern stärken Beine und Grundlagenausdauer, Trailrunning fordert Kondition und Koordination und Mountainbiken trainiert zusätzlich das Gleichgewicht. Ergänzendes Krafttraining kann Beine, Rumpf und Rücken auf die Belastungen des Winters vorbereiten.

Die Bewegungsempfehlungen des Bundesamts für Gesundheit halten fest, dass regelmässige körperliche Aktivität unter anderem Fitness, Schlaf, psychisches Wohlbefinden und Lebensqualität positiv beeinflusst. Entscheidend ist also weniger eine einzelne intensive Einheit als regelmässige Bewegung, die in den Alltag passt.

Bedingungen richtig einschätzen

Mit dem Herbst ändern sich auch die Anforderungen an die Planung. Einzelne Hütten und Bergbahnen schliessen oder reduzieren ihren Betrieb. Vor einer Tour sollten deshalb Wetter und Verhältnisse geprüft, genügend Zeit eingeplant und die Ausrüstung angepasst werden. Wärmere Kleidung, Regen- und Windschutz sowie bei längeren Touren eine Stirnlampe gehören zur Grundausstattung. Besonders in den Bergen sollten Höhe, Schwierigkeit und Tageslicht nicht unterschätzt werden.

Eine eigenständige Sportsaison

Sport im Herbst muss weder extrem noch aufwendig sein. Eine Wanderung am Wochenende, eine Runde auf dem Bike, ein Trailrun im Wald oder einige Stunden am Fels reichen, um aktiv zu bleiben und die Natur zu geniessen.

Die Schweiz bietet dafür eine grosse Auswahl auf kleinem Raum. Unterschiedliche Höhenlagen, ein dichtes Wander- und Routennetz sowie zahlreiche Sportanlagen ermöglichen es, je nach Wetter und Vorlieben zwischen verschiedenen Aktivitäten zu wechseln. Der Herbst ist deshalb weniger eine Pause zwischen Sommer und Winter als eine eigenständige Sportsaison – und eine gute Gelegenheit, Bewegung, Training und Erholung miteinander zu verbinden.

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