Sonnencreme
Gesundheit Sommer

Sommer, Sonne – Sonnenbrand? So bleibt die Haut gesund

20.07.2021
von SMA

Der Sonnenbrand gehört seit jeher zu den Schattenseiten der warmen Jahreszeit. Und er ist nicht nur schmerzhaft und lästig – sondern kann je nach Hauttyp auch schnell gefährlich werden. Aus diesem Grund haben wir die Do’s und Dont’s des Sonnenbadens zusammengetragen.

Bisher zeigte uns das Jahr 2021 wettertechnisch die kalte Schulter – der diesjährige Mai war sogar der kälteste seit elf Jahren. Kein Wunder also, dass es ganz Deutschland kaum erwarten kann, endlich rauszukommen und die Sonne in vollen Zügen zu geniessen. Dass für diesen Sommer zudem weitreichende Lockdown-Lockerungen erwartet werden dürfen, tut sein Übriges.

Doch bei all der sommerlichen Euphorie darf das Thema «Sonnenschutz» nicht ausser Acht gelassen werden. Denn egal ob im heimischen Garten, am Badesee oder im Strassencafé; die UV-Strahlung der Sonne schadet unserer Haut. Und je nach Hauttyp kann dies schnell zum unliebsamen – und gefährlichen – Sonnenbrand führen.

Welcher Typ bin ich?

Je nach UV-Empfindlichkeit werden sechs Hauttypen unterschieden, schreibt das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS). Die Grundlage hierfür bietet die Klassifikation des amerikanischen Hautarztes Thomas Fitzpatrick aus dem Jahre 1975. Die Einteilung der Hauttypen ist gemäss BFS relativ grob, die Übergänge fliessend. Bei den Hauttypen eins bis vier handle es sich um die europäischen Hauttypen, da diese typisch für die europäische Bevölkerung sind. Hauttyp fünf wiederum ist charakteristisch für Menschen aus arabischen Ländern, Nordafrika sowie Indien. Zum Hauttyp sechs gehören die Ureinwohner Zentralafrikas sowie Australiens.

Von den europäischen Hauttypen reagiert vor allem der erste besonders empfindlich auf die UV-Strahlung der Sonne. Menschen dieses Hauttyps verfügen über eine sehr helle und damit extrem empfindliche Haut. Charakteristisch für sie sind helle Augen, rotblondes Haar sowie Sommersprossen. Wie das BFS betont bräunt Hauttyp eins nie und erleidet rasch einen Sonnenbrand. Der zweite Hauttyp zeichnet sich ebenfalls durch helle und empfindliche Haut aus. Blaue, graue, grüne oder braune Augen sowie blonde bis braune Haare seien ebenso typisch für diese Menschen wie Sommersprossen. Hauttyp zwei bräunt kaum bis mässig und bekommt oft einen Sonnenbrand. Diese beiden europäischen Hauttypen sind damit die UV-empfindlichsten. Hauttyp drei und vier können zwar nach übermässiger UV-Strahlenaussetzung auch einen Sonnenbrand erleiden, aber ihr zeitlicher Spielraum ist bedeutend grösser.

Die Gefahr, die von der Sonne ausgeht

Was bedeutet das nun konkret, insbesondere für helle Hauttypen? Was können sie tun, um den Sommer sorgenfrei zu geniessen – und was macht UV-Strahlung eigentlich so gefährlich? Laut BFS dringt sowohl natürliche als auch künstliche UV-Strahlung in Augen und Haut ein und wird dort in den Zellen aufgenommen. Dies führt zu einer Schädigung des Erbguts (DNA). Zwar sind die Reparatursysteme der Zellen in der Lage, die meisten dieser Schäden zu beseitigen. Doch wie die Expertinnen und Experten des BFS betonen, können häufige, lang anhaltende sowie intensive UV-Bestrahlungen zu einer Überlastung dieses Systems führen. Die Gefahr einer solchen Überlastung liegt in den Langzeitfolgen, die sich daraus ergeben können: Bei den Augen kann es zu einer Linsentrübung (Grauer Star) kommen. Die langfristigen Auswirkungen auf die Haut sind vorzeitige Hautalterung sowie Hautkrebs.

Um solchen Worst-Case-Szenarien vorzubeugen, hat das BFS eine umfassende Empfehlung für den effektiven Schutz vor UV-Strahlung herausgegeben. Vor allem Menschen des ersten und zweiten Hauttyps sollten sich vehement an diese Empfehlungen halten, da ihre Haut am wenigsten natürliche Ressourcen gegen UV-Strahlung aufbringen kann. Anbei listen wir die zentralen Punkte auf, die gesamte Liste ist unter www.bfs.de zu finden

Die Do’s und Dont’s

Der erste Punkt ist wahrscheinlich der wichtigste: Man sollte starke Sonneneinstrahlung konsequent meiden. Das bedeutet, dass man sich vor allem zur Mittagszeit nicht in der Sonne aufhalten darf. Dies, weil die Wirkung der Sonne dann mehrfach höher ist als vormittags oder nachmittags. Aktivitäten im Freien sollte man nach dem UV-Index richten, den man im Wetterbericht erfährt oder im Internet abrufen kann. Klar: Nebst Menschen mit Hauttyp eins und zwei sind vor allem Kinder vor übermässiger Sonneneinstrahlung zu schützen. Ihre Haut verfügt noch nicht über die Abwehrmechanismen erwachsener Haut.

Der zweite Punkt: Kopf und Oberkörper mit Kleidung bedecken. Im Handel sind zudem Klamotten erhältlich, die über einen zusätzlichen UV-Schutz verfügen. Empfehlung Nummer drei des BFS bezieht sich auf die Augen: Da diese extrem empfindlich auf UV-Strahlen reagieren, sollte zu jeder Zeit eine Sonnenbrille getragen werden, auch im Schatten. Hinsichtlich UV-Filterwirkung bestünden grundsätzlich keine Bedenken, preisgünstige Brillen von seriösen Händlern zu verwenden – sofern diese einen Herstellerhinweis zum absoluten UV-Schutz (100 Prozent UV-Schutz oder UV 400) sowie einen ausreichenden Seitenschutz aufweisen.

Empfehlung Nummer vier betrifft das Eincremen: Für Kinder empfiehlt das BFS ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30, für Jugendliche und Erwachsene von mindestens 20. Im Hochsommer sowie in südlichen Ländern sollten Menschen mit Hauttyp eins und zwei einen sehr hohen Lichtschutzfaktor (50+) verwenden. Sonnencreme muss übrigens bereits eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden. Ebenfalls wichtig: Bei Medikamenten sollte man auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Sonnenlicht achten. Kosmetika, Deodorants sowie Parfüms benutzt man beim Sonnenbaden besser nicht, da sie die Gefahr bleibender Pigmentstörungen bergen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vorheriger Artikel Mundhygiene: Der Mund als Tor zum Körper
Nächster Artikel Ausgewogene Ernährung für den Geist