Hoch über Adelboden liegt auf 2000 Metern eine Winterwelt, die sich ihren eigenen Charakter bewahrt hat. Die Engstligenalp ist hochalpin, schneesicher und eingebettet in eine geschützte Landschaft von nationaler Bedeutung. Hier reicht der Winter bis Anfang Mai. Und wer nach oben fährt, findet weit mehr als ein Skigebiet.

Schon die Fahrt mit der Luftseilbahn ist Teil des Erlebnisses. Vorbei an den 600 Meter hohen Engstligenfällen führt sie hinauf auf die weite Hochebene auf 2000 Metern. Rundherum erheben sich die Gipfel des Wildstrubelmassivs. Im Winter liegen Alpweiden, Wege und Bäche unter einer tiefen Schneedecke. Die Landschaft ist eindrücklich. Und Winter ist hier noch Winter.
Vielleicht passt deshalb zur Engstligenalp, was auch über dieser Ausgabe steht: Best of Switzerland. Die Engstligenalp gehört zwar nicht zu den grössten Skigebieten der Schweiz. Doch hier oben zeigt sich die winterliche Schweiz von ihrer schönsten Seite.
Vom Kinderland bis zur schwarzen Piste
Im Globiland gehören leuchtende Kinderaugen zum Winterbild. Hier gelingen die ersten Schwünge im Schnee, und regelmässig schaut auch Globi persönlich vorbei. Weiter oben wird es sportlicher: Rote und schwarze Pisten sorgen für sportliche Herausforderung, und im hochalpinen Gelände finden Freerider ihre Linie im Tiefschnee.
Auch abseits der Skipisten ist die Hochebene ein Wintererlebnis. Langläufer ziehen ihre Spuren durch die verschneite Ebene, Winterwanderer und Schneeschuhläufer entdecken die stille Landschaft in ihrem eigenen Tempo. Dazu kommen Snowtubing und Eisklettern. Und wer den Berg gerne früh für sich hat, kann im Frühjahr bereits ab 7 Uhr auf die Engstligenalp fahren und den erwachenden Tag auf der Hochebene erleben.
Wenn im Tal längst der Frühling Einzug hält, bleibt die Engstligenalp dem Winter noch eine Weile treu. Dank ihrer Höhenlage auf über 2000 Metern reicht die Skisaison bis Anfang Mai. Frühlingssonne, Firnschnee und Skifahren vor der Kulisse des Wildstrubels machen diese letzten Wintertage besonders reizvoll.
Bleiben, wenn es ruhig wird
Ein Tag auf der Engstligenalp muss noch nicht mit der letzten Abfahrt zu Ende sein. Im Berghotel lässt sich der Aufenthalt verlängern. Wer eine aussergewöhnliche Nacht sucht, schläft im Schlaf-Iglu mitten in der Winterlandschaft und erlebt die Hochebene, wenn die letzten Tagesgäste längst im Tal sind.
Ein besonderes Wintererlebnis wartet gleich nebenan. Im Fondue-Iglu geniessen die Gäste ihr Fondue mitten in einer Welt aus Schnee und Eis. In der Raclettehütte geht es traditionell und gemütlich zu, dazu kommen das Bergrestaurant und die Skibar. Am Freitag und Samstag fährt die Luftseilbahn bis Ende März bis 22 Uhr ins Tal. So bleibt Zeit für einen langen Winterabend auf 2000 Metern.
Skifahren im Licht des Vollmonds
Besonders eindrücklich zeigt sich die Engstligenalp bei Vollmond. Wenn der Mond über den Gipfeln aufgeht, taucht er die verschneite Hochebene in silbernes Licht und wirft lange Schatten auf den Schnee. In dieser besonderen Atmosphäre geht es auf die Piste und im natürlichen Mondlicht über den Schnee. Wer zwischendurch Wärme sucht, kehrt in der Raclettehütte ein und geniesst ein Raclette, bevor es wieder hinaus in die Winternacht geht.
Im Winter 2026/27 wird dieses Erlebnis erstmals an ausgewählten Vollmondnächten angeboten. Ob die Bedingungen stimmen, entscheidet die Natur.
Das Kleinste der Besten?
Vielleicht ist die Engstligenalp tatsächlich das Kleinste der Besten. Ein Ort, an dem man morgens die ersten Spuren in den Schnee zieht, die Weite der Hochebene geniesst, in der Sauna sitzt und durch das Fenster über die verschneite Ebene blickt. Und an einem klaren Abend vielleicht nochmals die Skier anschnallt und unter dem Vollmond seine Schwünge zieht.
Zeit, den Winter auf der Engstligenalp selbst zu erleben.
Winter 2026/27 bis 2. Mai 2027. Alle Informationen zu Skibetrieb, Vollmondskifahren, Fondue-Iglu, Wintererlebnissen und Übernachtungen auf www.Engstligenalp.ch
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