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Zürich
18 Februar 2020

Print und online Hand in Hand – Facebook macht es vor.

1,6 Milliarden Menschen. So viele Personen tummeln sich heute täglich auf Facebook. Unter anderem teilen sie dort Bilder aus ihren Ferien, versehen die Lebensereignisse von Freunden und Bekannten mit einem «Like» – oder informieren sich über anstehende Veranstaltungen. Und manche von ihnen schliessen sich in Gruppen zusammen, die eine gemeinsame Leidenschaft verbindet. Wie etwa die Liebe zu der Stadt, in der sie leben: In diesen Gruppen tauschen die Mitglieder Tipps und Insider-Informationen aus über das Kulturangebot, die lokale Gastro-Szene oder die architektonischen Must-Sees der Stadt. So entdecken selbst Einheimische immer wieder neue Facetten «ihrer» City.

Kürzlich hat sich Facebook auf neues Terrain gewagt, nämlich in die Welt der Printmedien.

Kürzlich hat sich Facebook auf neues Terrain gewagt, nämlich in die Welt der Printmedien. Denn vor einigen Wochen erschien im «Tages-Anzeiger» der «Facebook Zürich City Guide». Die Idee dahinter bringen die Verfasser im Vorwort des Guides folgendermassen auf den Punkt: «Diesen Community City Guide haben wir gemeinsam mit Menschen gestaltet, die sich regelmässig in lokalen Facebook-Gruppen über Zürich austauschen und selbst immer wieder neue Ecken erkunden. Zürich hat viel zu bieten: Du bekommst Einblicke und Geheimtipps für schöne und spannende Orte innerhalb der Stadt und kannst Zürich aus der Perspektive von fünf unterschiedlichen Facebook-Gruppen neu entdecken, ganz nach dem Motto: von der Community, für die Community.»

Digitaler Transfer «rückwärts»

Facebook überträgt also, zusammen mit seinen Usern, deren lokales Know-how aus der digitalen in die reale Welt und setzt dabei auf das gute alte Papier. Dieser Prozess ist quasi eine umgekehrte digitale Transformation: Während weltweit immer mehr Aufgaben, Prozesse und Inhalte digitalisiert werden, verwandelt Facebook als eines der führenden Tech-Unternehmen digitale Inhalte in «analoge». 

Wir bilden damit ab, dass sich Menschen nicht nur ausschliesslich auf unserer Plattform vernetzen, sondern auch im echten Leben miteinander agieren.

«Wir bilden damit ab, dass sich Menschen nicht nur ausschliesslich auf unserer Plattform vernetzen, sondern auch im echten Leben miteinander agieren», erklärt Johannes Prüller, Communications Manager bei Facebook für die Schweiz und Österreich. Digitale Begegnungen, die ihren Ursprung in Facebook-Gruppen haben, werden so zu realen. Und um noch mehr Menschen zu erreichen und für diese Idee zu begeistern, habe man den Zürich City Guide als Printbeileger publiziert. «Für uns ist das Medium ‹Papier› eher ungewöhnlich, aber es weist unserer Meinung nach einige spannende Vorteile auf», führt Prüller aus. «Denn man kann den Guide so ganz einfach in den Rucksack stecken und sich auf Erkundungstour machen, ohne immer das Smartphone in der Hand haben zu müssen.»

Die Idee mit dem Print-Städte-Special ist dabei keineswegs auf Zürich beschränkt: Im deutschsprachigen Raum sind bereits Stadtführer zu Leipzig und Stuttgart erschienen. Weltweit wurden mittlerweile 12 Guides veröffentlicht, unter anderem zu St. Petersburg, Oslo oder Bordeaux – immer einmal auf englisch und einmal in der jeweiligen Landessprache. Weitere Guides für die Schweiz sind gemäss Johannes Prüller nicht ausgeschlossen. «Wenn in den lokalen Gruppen spannende Interaktionen stattfinden, werden wir sehen, ob sich daraus ein weiterer Städteguide machen lässt.»

Ein neuer Kreislauf

Das Vorgehen von Facebook ist aus mehreren Gründen bemerkenswert – und könnte gar als Vorbild für andere Social-Media- und Online-Plattformen dienen: Denn bekanntlich geniesst «User generated Content» (UGC), sprich Inhalte, die von den Nutzern einer Plattform erstellt werden, besonders viel Glaubwürdigkeit bei anderen Nutzern / Rezipienten. Indem man diesen UGC nun aus den lokalen Facebook-Gruppen über ein Publikumsmedium wie dem «Tages-Anzeiger» einem grösseren und breiteren Publikum zuführt, schafft man nicht nur zusätzlichen Lesernutzen – sondern festigt auch die eigene Glaubwürdigkeit bei den Zielgruppen. Und dies ist einer der Hauptpfeiler des Content Marketings.

Doch das Prinzip des City Guides endet hier noch nicht: Denn nachdem der Guide als Beileger erschienen ist, wird er wieder digital auf einer separaten Website publiziert. Jeder einzelne Artikel wird dort direkt mit der ursprünglichen lokalen Facebook-Gruppe verlinkt, aus der die Inhalte des Textes stammen. Somit macht der Content aus diesen Gruppen nicht nur den Sprung von Online zu Print, sondern gelangt dann wieder zurück in die digitale Welt. Und sorgt somit für einen erhöhten Zulauf in den Gruppen dank derjenigen Menschen, die den City Guide gelesen haben. Aus dieser grösseren Facebook-Gruppe können dann neue Inhalte hervorgehen, die ihrerseits wieder in Printform verbreitet werden können. Damit hat Facebook einen Kreislauf geschaffen, der auf eine in dieser Form einzigartigen Art und Weise die reale mit der digitalen Welt verbindet. Und damit beweist, dass Print im Onlinezeitalter alles andere als tot ist. Vielmehr können die beiden Formate eine Bereicherung füreinander darstellen.

Sie möchten es Facebook gleichtun und mit Ihren Inhalten sowohl in digitaler als auch in gedruckter Form attraktive Zielgruppen erreichen? Dann freuen wir uns, Sie bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Hier erfahren Sie, was wir für Sie tun können.

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