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Zürich
26 Februar 2020

Wirtschaftskanzlei. Prime Tower. Zürich..

Ein Blick hinter die Kulissen.

Auf der 28. Etage im Prime Tower brennt Licht. Draussen ist es bereits dunkel. Mario Wälti sitzt an seinem Schreibtisch und studiert Unterlagen. Er ist Anwalt bei Homburger, einer der grössten Kanzleien der Schweiz.

Mario Wälti

Associate bei Homburger. Spezialisiert auf Fusionen und Unternehmenskäufe (M&A). Spielt Fussball und ist in der Rap-Szene bekannt als «EMM».
Hallo Mario, was machst du da?

Mario Wälti: Ich überprüfe nochmals einen Vertragsentwurf, den wir die letzten Tage im Team für einen Unternehmenszusammenschluss erarbeitet haben. Da steckt viel Arbeit drin. 

Was findest du besonders spannend am Anwaltsberuf?

Als Jurist hat man die Möglichkeit, sich in unterschiedlichste Bereiche einzubringen – Branchen, Themen und Positionen. Diese Bandbreite fand ich zu Beginn meiner Ausbildung attraktiv. Heute, als Wirtschaftsanwalt bei Homburger, fasziniert mich die Flughöhe unserer Tätigkeit. Wir haben das Privileg, die besonders grossen und herausfordernden Fälle in der Schweizer Wirtschaft zu begleiten. Das ist schon sehr cool!

Es ist schon 20 Uhr und du bist immer noch hier. Wie viel arbeitest du?

Wir arbeiten viel, das ist richtig. Es ist auch schon vorgekommen, dass wir eine Nacht bis morgens um vier Uhr durchgearbeitet haben. Pizza, Red Bull, ein Top-Team und ein gemeinsames Ziel vor Augen. Und dann legst du morgens um sieben Uhr der Gegenpartei das entscheidende Papier auf den Tisch. Das ist dann ein super Gefühl. In dieser Konstellation macht es Freude, über sich hinauszuwachsen. Wir sind Feuer und Flamme für unseren Beruf. Das merkt man in solchen Momenten besonders.

Das klingt intensiv. Hast du nebenbei noch Zeit für Freunde und Hobbies? 

Auf jeden Fall. Ich mache regelmässig Sport und meine grosse Leidenschaft ist Rap. Unter dem Pseudonym «EMM» habe ich bereits sieben Alben produziert. Texte schreiben, Beats picken, aufnehmen, touren, und das ist zeitintensiv. Es gibt Phasen, da muss mein Hobby kürzertreten. Aber grundsätzlich kann ich mir das gut einrichten. Gerade bin ich wieder dabei, ein neues Album einzuspielen. 

Wir lassen Mario weiterarbeiten. Bei Homburger sind gut 330 Mitarbeitende beschäftigt. Geführt wird die Kanzlei von 36 Partnerinnen und Partnern. Eine davon ist Katrin Ivell. Sie ist seit 2018 in der Partnerschaft, Mutter von zwei Kindern und Diversity-Beauftragte bei Homburger. Wir treffen Sie in der Lounge der Kanzlei. 

Katrin Ivell

Partnerin bei Homburger. Spezialisiert auf interne Untersuchungen und Compliance-Angelegenheiten. Diversity-Beauftragte in der Kanzlei. Hat einen Mann und zwei Kinder.
Hallo Katrin, wieso hast du dich entschieden, Anwältin zu werden?

Katrin Ivell: Es war für mich kein langgehegter Kindheitstraum, Anwältin zu werden. Ich fand die Materie grundsätzlich interessant, hatte dann die Möglichkeit, in Oxford zu studieren und hab so damit angefangen. Im Studium konnten wir uns mit echten Fällen befassen, da hat es bei mir «klick» gemacht. Seither liebe ich den Beruf! 

Was gefällt dir besonders daran?

Ich mag die Abwechslung. Beispielsweise bin ich Teil vom Krisen-Team. Wenn da ein Anruf kommt, ist von null auf hundert die volle Aufmerksamkeit gefordert.  Wir trommeln das Team zusammen und erarbeiten eine Strategie zu einem Thema, das wir am Morgen noch nicht kannten. Das ist eine super spannende Challenge. 

Und wie bringst du Familie und Karriere unter einen Hut? 

Mein Mann und ich sind ein eingespieltes Team. Wir gehen die Erziehung unserer Kinder gemeinsam an und teilen uns die Aufgaben, Freuden und Herausforderungen des Elternseins. Aber klar: Kinder zu haben, war zu Beginn eine neue Priorität im Leben, die ich einordnen musste. Wenn mein Kind krank ist, dann organisiert man sich. In einer modernen Kanzlei geht das. 

Du bist auch Diversity-Beauftragte bei Homburger. Welche Ziele verfolgst du in dieser Position?

Das verbindende Element bei Homburger ist die absolute Begeisterung für die Jurisprudenz und der Anspruch, herausragende Arbeit zu leisten. Welche Biografie ich mitbringe, ist sekundär. Unter Diversity wollen wir sicherstellen, dass sehr unterschiedliche Persönlichkeiten bei uns eine willkommene Arbeitsumgebung finden. Dieses Thema ist uns sehr wichtig. 

Letzte Frage: Welche Eigenschaften sollte man mitbringen, um eine gute Anwältin zu werden?

Hmm… ich würde sagen, die Fähigkeit zu reflektieren, Fleiss, Beharrlichkeit und ganz viel Neugier. 

Homburger ist mit über 330 Mitarbeitenden eine der grössten Kanzleien der Schweiz. Geführt wird die Kanzlei von 36 Partnerinnen und Partnern in den Büroräumlichkeiten im Prime Tower. Homburger ist laufend auf der Suche nach herausragenden Mitarbeitenden – sowohl Anwälten, als auch Steuerexperten, IT-Spezialisten und diversen Positionen im Adminbereich. Offene Stellen, Praktikumsplätze und weitere Informationen sind auf der Website zu finden.

homburger.ch/de/karriere


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