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Zürich
25 Februar 2021

Zu Hause ist es sowieso am schönsten.

Patricia Cornali, Verantwortliche Verbandskommunikation, 
Schweizer Wanderwege
Patricia Cornali, Verantwortliche Verbandskommunikation, Schweizer Wanderwege

Es sind skurrile Zeiten, mit denen wir konfrontiert sind: Unsere Liebsten schützen wir, indem wir uns von ihnen fernhalten, zu viel Freizeit zu Hause fühlt sich einengend an und die Anpassung an ständig ändernde Umstände wird zur neuen Normalität. Typisch schweizerische Charakteristika wie Zuverlässigkeit oder Sicherheit können nur noch schwer gewährleistet werden. Der Entdeckergeist und das Bedürfnis nach Geselligkeit von Menschen, die sich gerne aktiv in der Natur bewegen, werden aktuell stark eingeschränkt. Ja, Spass macht zurzeit dank dem Coronavirus tatsächlich nicht mehr vieles. So könnte man meinen. Denn der Mensch besitzt die wunderbare Fähigkeit, sich rasch anpassen zu können. Wir werden kreativ und haben Zeit, durchzuatmen oder Dinge anzupacken, die im hektischen Alltag oft aufgeschoben wurden. Wir entdecken neue Möglichkeiten und lernen, uns wieder an kleinen Dingen zu erfreuen. Und wir erkennen, dass viele unentdeckte Abenteuer direkt vor der eigenen Haustür auf uns warten.

Wandern liegt im Trend

Zum Beispiel auf einem Wanderweg, der Teil des 65 000 Kilometer umfassenden Wanderwegnetzes der Schweiz ist. Darauf wandert fast die Hälfte der Bevölkerung regelmässig, was das Wandern zur beliebtesten Sport- und Freizeitaktivität von Herrn und Frau Schweizer macht. Für die korrekte Signalisation und die Pflege der hiesigen Wanderrouten sorgen die Schweizer Wanderwege zusammen mit ihren 26 kantonalen Wanderweg-Organisationen. Auch die Förderung des Wanderns und der Wanderweginfrastruktur sowie die politische Interessenvertretung gehören zu den Aufgaben des Verbands. Das Fuss- und Wanderwegnetz ist in der Schweiz sogar gesetzlich verankert und geschützt. Weltweit ist das einmalig.

Wir erkennen, dass viele unentdeckte Abenteuer direkt vor der eigenen Haustür auf uns warten.

Patricia Cornali

Und es ist wichtig, damit der Erholungswert und die Verbindungsfunktion des Wanderwegnetzes erhalten werden können. So kann auch in Zukunft der Zugang zu imposanten Panoramen oder kulturellen Sehenswürdigkeiten gesichert werden. Das kommt übrigens nicht nur Wanderinnen und Wanderern zugute, sondern auch Anhängern anderer Mobilitätsformen, die sich jetzt umso mehr auf den Wanderwegen tummeln. Egal, ob Wanderinnen, Trailrunner, Mountainbikerinnen oder Reiter – gerade in diesen Zeiten wollen wir alle draussen sein, abschalten und die alltäglichen Sorgen in der entspannenden Natur für eine Weile vergessen können. Mehr Menschen und verschiedene Interessengruppen führen auch zu einem erhöhten Konfliktpotenzial. Doch vielleicht hat uns gerade diese Krise gelehrt, miteinander etwas geduldiger und rücksichtsvoller zu sein und mehr Verständnis füreinander aufzubringen. Wäre es nicht versöhnend, wenn wir auch etwas Gutes aus dieser leidvollen Situation ziehen könnten? Und die neu gewonnenen Erkenntnisse in unseren künftigen Alltag einfliessen lassen würden? Wenn der «Alltag» dann irgendwann wieder Einzug hält… 

Bleiben Sie gesund!

Lassen Sie uns bis dahin die Schönheit der Schweiz – unseres Zuhauses – entdecken! Nicht nur, weil wir diesen Sommer keine Alternative haben. Nein, weil wir in einem Land mit einer atemberaubenden Landschaft leben. Ob wir Berge, Seen oder Wälder gemütlich oder sportlich, zu Fuss oder auf Rädern erleben, spielt dabei keine Rolle. Das Coronavirus hat uns gezeigt, was wirklich zählt: körperliche wie mentale Gesundheit, Zusammenhalt und das Leben zu schätzen. All dies lässt sich bei einer Aktivität in der Natur wiederfinden. In diesem Sinne: Geniessen Sie, erleben Sie und – vor allem – bleiben Sie gesund!

Herzlich, Patricia Cornali

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