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14 Juli 2020

Grillieren und geniessen.

Nach dem Lockdown den Sommer in der Schweiz geniessen – in kleinen Gruppen oder mit der Familie lassen sich schöne Abende beim Grillieren verbringen. Bereits Sokrates sagte, dass gutes Essen gute Leute zusammenbringt. Bei einem Glas Wein und einer köstlichen Mahlzeit kann man somit die einsamen Stunden der letzten Monate mit den besten Freunden oder engsten Verwandten wieder aufholen.

Um den Grillabend von A bis Z zu perfektionieren, gibt es einige hilfreiche Tipps und Tricks. Ein Meister fällt schliesslich nicht vom Himmel und so will auch das Grillieren gelernt sein. Hans Jörg Elsasser, Präsident der Swiss Barbecue Association, erklärt, welcher Fehler Anfängern am häufigsten unterläuft und mit welchen Spezialitäten man seine Gäste dieses Jahr überraschen kann.

Die grösste Herausforderung für Laien

Der häufigste Anfängerfehler ist laut dem Grillmeister zu starke Hitze: «Statt das Fleisch nur anzubraten, wird es meist schon fast kremiert.» Dies könne man ganz einfach umgehen, indem man beispielsweise bei einem Gasgrill den ersten Brenner auf eine heisse Stufe dreht, um die schönen Grillspuren zu erhalten. Den zweiten Brenner sollte man wiederum kühler stellen, um dabei die richtige Garstufe des Grillgutes zu erhalten.

Zwischen dem Gas- und dem Holzkohlegrill gilt es ganz klar zu unterscheiden. Ersterer ist laut dem Experten grundsätzlich einfacher in der Temperatursteuerung. Denn wenn er einmal in Betrieb ist, läuft er, solange er mit Gas versorgt ist. Die Variante mit Holzkohle sei in dieser Hinsicht anders, da die Temperatur über die Zuluft geregelt ist. Dies macht das Grillieren ein wenig anspruchsvoller. Anfänger sind mit einem Gasgrill gut bedient und können leckeres Fleisch zaubern. Einzig fehlt hier das typisch rauchige Aroma, dass bei der Verbrennung von Holzkohle entsteht.

Zwischen dem Gas- und dem Holzkohlegrill gilt es ganz klar zu unterscheiden.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Ein wichtiger Schritt zu einem köstlich schmeckenden Stück Fleisch ist die richtige Marinade. Hierzu gäbe es tausende geheime Kreationen, wobei der Grillmeister am liebsten verschiedene Kräuter, ein wenig Meersalz sowie einen Schluck Öl verwendet. «Wichtig ist bei der Marinade, dass das Fleisch einige Stunden vor dem Grillieren mariniert wird», führt Hans Jörg Elsasser weiter aus. Ausserdem sollte die Marinade vor dem Grillieren mit einem Haushaltstuch abgetupft und entfernt werden, da sie auf dem Grillrost sonst verbrennt. 

Neben der flüssigen Würzmischung kann man das Fleisch auch mit einer Trockenmarinade – einem sogenannten Rub – verfeinern. Salz, Zucker und Gewürze wie Paprika, Zwiebel- oder Knoblauchpulver werden dabei grosszügig auf das Fleisch aufgetragen. Diesen Rub lässt man dann mehrere Stunden einwirken, damit das Fleisch im Inneren gewürzt, saftiger und zarter wird. Danach wird es langsam und lange grilliert; der Zucker karamellisiert und ergibt eine leckere Kruste.

So grilliert man diesen Sommer

«Ein grosser Trend diesen Sommer ist das Zubereiten und die Veredelung von grösseren Fleischstücken und anderem Grillgut mit Holzchips der unterschiedlichsten Sorten, wobei das typische Räucheraroma entsteht», erläutert der Experte. Je nach Produkt eignen sich andere Hölzer: Hickory passt perfekt zu rotem Fleisch, Erlen zu Geflügel und Zedernholz gibt Fisch einen süsslichen und würzigen Geschmack.

Die Holzchips können auch in Verbindung mit einem Gasgrill verwendet werden, um neben der einfacheren Bedienung auch den Vorteil des köstlich rauchigen Aromas eines gewöhnlichen Holzkohlegrills geniessen zu können. 

Fleischlos glücklich

Doch auch Vegetarier und Veganer sollten bei einem geselligen Grillabend nicht zu kurz kommen. Hans Jörg Elsasser sieht hier viele Veränderungen: «Das Angebot an fleischlosem Grillgut ist die vergangenen Jahre enorm gestiegen. Der Lebensmittelhandel bietet in der Zwischenzeit ein grosses Angebot an, damit Grillkäse nicht die einzige Alternative bleibt.» 

Neben dieser ausgebauten Produktpalette seien auch viele Arten von Gemüse vom Grill eine gelungene Abwechslung zu Fleisch. Festkochendes Gemüse wie Zucchetti, Auberginen oder Pilze eignen sich hier besonders. Doch egal was auf den Teller kommt, eine vollkommene gesellige Grillparty beinhaltet für den Grillprofi aufgestellte und spannende Gäste, schönes Wetter, einfache und kleine Grillhäppchen, die jeder selber zubereiten kann und viel Zeit!

So gelingt das perfekte Steak

  1. Vorbereiten: Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur hat, und je nach Dicke und Grösse des Stücks unterschiedlich fest würzen.
  2. Grillieren: Das Steak rund zwei bis 4 Minuten auf jeder Seite anbraten und die Temperatur messen. Bei rund 52 – 54 Grad Celsius ist ein durchschnittliches Rindersteak medium-rare.
  3. Ruhen lassen: Damit das Steak saftig wird und man es richtig geniessen kann, sollte man es noch einige Minuten auf dem Teller liegen lassen.

Text Flavia Ulrich 

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