Aktivferien Schweiz

Die etwas andere Seite der Schweiz erkunden

23.06.2021
von Kevin Meier

Der Sommer ist da und damit auch der Drang, rauszugehen, etwas mit den Liebsten zu unternehmen und Neues zu erleben. Dafür müssen nicht grosse Reisen organisiert werden. Die Schweiz bietet viele Ausflugsmöglichkeiten mit dem gewissen Etwas.

Zusammenspiel von Stein und Wasser: Areuse-Schlucht

Im Übergangsgebiet vom Jura zum Mittelland ist die Landschaft von unzähligen Schluchten durchzogen. Eine der imposantesten davon ist zweifellos die Schlucht der Areuse. Beginnend ab dem neuenburgischen Noiraigue führt eine beeindruckende Tour in etwa drei Stunden bis nach Boudry. Während der Wanderung zeigt sich das Wasser in all seinen Facetten: ruhig gurgelnd bis sprudelnd zu wild tosend. Das Highlight der mittelschweren Strecke ist mit Sicherheit die pittoreske alte Steinbrücke beim «Saut de Brot». Die Wanderung lohnt sich besonders während der Sommerhitze, da die Schlucht stets um einige Grade kühler ist.

Die ultimative Abkühlung: Lac Souterrain de Saint-Léonard

Im Herzen der Walliser Alpen gibt es in der Tat Magisches zu entdecken. Zum Beispiel den grössten natürlichen unterirdischen See Europas. Seit 1949 ist die Höhle für Besucher:innen zugänglich. Auf Booten kann man einzigartige Stimmung geniessen und den spannenden Geschichten der Bootsfahrenden lauschen. Zwar kann man sich nicht mit einem Bad im Wasser erfrischen, aber die Lufttemperatur in der Höhle liegt konstant bei 15 Grad. Perfekt für den Hochsommer! Ausserdem kann man sich in einem neuen Lehrbereich über die Entstehung des Sees informieren und in der Boutique die verschiedensten Mineralien entdecken. 

Aussergewöhnliche Architektur in der Schweiz: Villa Patumbah

Villa Patumbah in der Schweiz

Nicht nur die Natur, sondern auch die Schweizer Städte haben einmalige Erlebnisse in petto. Im Quartier Seefeld in Zürich gibt es ein ungewöhnlich eklektisches Gebäude, das gleichzeitig den Augen etwas bietet und ein Stück Kulturgeschichte illustriert. Die durcheinandergewürfelten Architekturstile bezeugen, wie auch Schweizer:innen in der Kolonialzeit zu Reichtum kamen. Der Tabakplantagenbesitzer Carl Fürchtegott Grob-Zundel (1830-1893) beauftragte mit seinem auf Sumatra erworbenen Vermögen die Villa sowie Gartenanlage, die heute öffentlich zugänglich ist. Für Wissbegierige gibt es im Gebäude ein Museum, um im Heimatschutzzentrum unter anderem mehr über Baukultur zu erfahren.

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