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Die Frau Sponsored

Rosa Zeichen für die Brustkrebsprävention

29.04.2026
von SMA

Mit einer aufmerksamkeitsstarken Kampagne in Rosa eröffnet die Präsidentin der Soroptimist International Union Schweiz, Dr. Jolanta Jozefowski, das Zweijahresprojekt 2025–2026. Im Zentrum steht der Einsatz für einen universellen Zugang zur Brustkrebsprävention – denn Prävention darf kein Luxus sein.

In der Schweiz nimmt damit eine Initiative Gestalt an, die Kunst, persönliche Zeugnisse und öffentliche Gesundheit miteinander verbindet: «Emotionen in Rosa», ein Unionsprojekt (2025–2026) der Soroptimist International Union Schweiz.

Sensibilisierung im Zentrum

Die Initiative verbindet kulturelle Veranstaltungen und Informationsangebote rund um das Thema Gesundheit und Spendenaktionen, um Sensibilisierungskampagnen und konkrete Präventionsmassnahmen zu unterstützen. Gleichzeitig macht sie die Stärke jener Frauen sichtbar, die von der Krankheit betroffen sind, und betont die Bedeutung der Früherkennung.
Mit diesen Aktivitäten erinnern die Organisatorinnen an eine zentrale Tatsache: Jedes Jahr erhalten in der Schweiz Tausende Frauen die Diagnose Brustkrebs – die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Wird Brustkrebs früh erkannt, steigen die Heilungschancen deutlich.

Das Projekt verfolgt ein doppeltes Ziel: Es will breit für Prävention sensibilisieren und zugleich sicherstellen, dass alle Frauen in der Schweiz Zugang zu Programmen der Brustkrebsfrüherkennung erhalten – unabhängig davon, in welchem Kanton sie wohnen.

Engagement mit konkreter Wirkung

Seit dem Start des Projekts hat die Sensibilisierungs- und Advocacy-Arbeit bereits konkrete Resultate hervorgebracht.
In den Kantonen Zug und Schwyz engagierte sich die Union intensiv im Vorfeld kantonaler Abstimmungen. Beide Kantone stimmten der Einführung eines Programms zum Mammografie-Screening mit einer deutlichen Mehrheit von rund zwei Dritteln der Stimmen zu.

Auch der Kanton Schaffhausen bestätigte den Zugang für Frauen zu organisierten präventiven Mammografien. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Land haben den Zugang zu Screening-Programmen ebenfalls gestärkt oder bestätigt.
Darüber hinaus sind in mehreren Gemeinden im Zusammenhang mit dem Projekt «Emotionen in Rosa» pinkfarbene Bänke aufgestellt worden. Sie sind zu sichtbaren Symbolen der Sensibilisierung geworden. Das jüngste Beispiel ist der Kanton Schwyz, wo vor wenigen Wochen eine solche Bank eingeweiht wurde.

Für ein flächendeckendes Screening in allen Kantonen

In der Schweiz fällt das Mammografie-Screening in die Zuständigkeit der Kantone. Ein landesweit einheitliches Programm besteht nicht. Stattdessen entscheidet jeder Kanton selbst darüber, ob und in welcher Form ein organisiertes Früherkennungsprogramm eingeführt wird. In der Regel richtet sich dieses an Frauen zwischen 50 und 70 Jahren, wobei die Kosten ohne Franchise übernommen werden. Heute verfügt die Mehrheit der Kantone bereits über ein strukturiertes Programm. In einigen Kantonen besteht jedoch weiterhin Zurückhaltung.

Ein Appell an die Zentralschweiz und an Zürich

Das Projekt richtet deshalb einen klaren Appell an die Zentralschweizer Kantone Obwalden, Nidwalden, Uri und Luzern sowie an den Kanton Zürich. In diesen Kantonen gibt es für Frauen zwischen 50 und 70 Jahren bislang noch kein flächendeckendes, kostenloses und organisiertes Mammografie-Screening. Soroptimist ruft die Kantone auf, sich jener Mehrheit von Schweizer Regionen anzuschliessen, die die Gesundheit von Frauen, die Prävention und die langfristige Entlastung des Gesundheitssystems durch Früherkennung bereits zur Priorität gemacht haben.

Ein Recht für alle Frauen

Für die Präsidentin der Soroptimist International Union Schweiz, Dr. Jolanta Jozefowski, bleibt diese kantonale Zersplitterung ein Hindernis für gesundheitliche Chancengleichheit: «Jede Frau sollte unabhängig von ihrem Wohnort von einer regelmässigen und kostenlosen Früherkennung profitieren können.» Das Projekt «Emotionen in Rosa» versteht sich deshalb zugleich als Plattform für Reflexion und Unterstützung sowie als politischer Hebel für eine stärkere Vereinheitlichung der Präventionsprogramme in der ganzen Schweiz. In einem Land, in dem die öffentliche Gesundheit weitgehend dezentral organisiert ist, schlägt das Projekt eine Brücke zwischen gesellschaftlicher Sensibilisierung und Gesundheitspolitik – und dies mit einem klaren Ziel: Brustkrebsprävention soll für alle Frauen zu einem realen Recht werden, denn Prävention darf kein Luxus sein.

Weitere Informationen unter: swiss-soroptimist.ch

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