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Zurich
20 September 2019

Mit diesen Hochzeitsspielen ist gute Laune garantiert.

Jede Hochzeitsfeier wird zu einem Erlebnis. Damit sich die Gäste nicht langweilen, ist Unterhaltung wichtig. Hochzeitsspiele sorgen an jedem Fest für eine gute Stimmung. Zudem können sich Gastgeber und Gäste dadurch besser kennenlernen.

Der Moment der Eheschliessung soll auch nach der Zeremonie gefeiert werden. Dabei dienen Livebands, Hochzeitsreden und Showeinlagen der Unterhaltung. Aber auch Hochzeitsspiele können dazu beitragen. Da sich manche Gäste zuvor noch nie begegnet sind, eignen sich vor allem Kennenlernspiele. Zudem empfiehlt es sich, nicht zu viele Spiele durchzuführen und sie am besten im Voraus zu planen. Die Hochzeitsplanerin Kate Santos empfiehlt: «Ein Hochzeitsspiel muss interessant sein und die Gäste dazu animieren, mitzumachen. Meistens sind drei Spiele optimal, je nachdem was sonst noch auf dem Programm steht.»

Was verraten die Gruppen?

Dieses Spiel eignet sich besonders zu Beginn einer Hochzeitsfeier. Es wird getestet, wie gut die Gastgeber ihre Gäste wirklich kennen. «Heutzutage ist die Kommunikation zwischen den Gästen und dem Brautpaar sehr wichtig. Das Brautpaar möchte die Gäste miteinbeziehen und den Tag unvergesslich in Erinnerung behalten», fügt die Hochzeitsplanerin hinzu. Braut und Bräutigam sitzen nebeneinander und haben einen Überblick über alle Gäste. Hinter dem Brautpaar hält der Spielführer oder die Spielführerin Schilder nach oben, welche das Brautpaar nicht sieht. Auf den Schildern stehen Eigenschaften der Gäste wie «single», «Vegetarier» oder «mit der Braut verwandt». Anschliessend stehen die Gäste auf, auf welche die Eigenschaft zutrifft. Das Brautpaar muss anschliessend erraten, um welche Eigenschaft es sich handelt. Für jede richtige Antwort kann dann zum Beispiel Geld in die Hochzeitskasse gegeben werden.

Der Gast als Fotograf

Dieses Spiel dient ebenfalls dazu, dass das Brautpaar die Hochzeitgäste näher kennenlernt. Je nach Anzahl der Gäste werden dafür bis zu fünf Sofortbildkameras benötigt. Diese stehen den Hochzeitsgästen zur Verfügung. Jeder Gast darf nun einen Zettel ziehen, auf dem ein Foto-Auftrag vermerkt ist. Die daraufhin entstandenen Fotos werden vom jeweiligen Gast in ein Album für das Brautpaar geklebt – am besten mit einem witzigen Text. Beispiele für Foto-Aufträge können sein: Der älteste und der jüngste Gast oder das nächste Paar, das heiratet. «Je verrückter die Konstellation, desto lustiger die Bilder und die Erinnerung für das Brautpaar», rät die Hochzeitsplanerin.

Wem gehört dieser Steckbrief?

Bei diesem Spiel schickt man den Freunden und Verwandten zusammen mit der Einladungskarte einen Steckbrief mit. Damit das Spiel funktioniert, sollte der Steckbrief nicht allzu viele Fragen beinhalten und nicht über das Aussehen informieren. Zudem muss die Zeile mit dem Namen des Gastes freibleiben. Beispielsweise könnte nach Beruf, Lieblingsessen oder Hobby gefragt werden. Die ausgefüllten Steckbriefe werden gemeinsam mit der Antwortkarte zurückgeschickt oder werden als Eintrittskarte am Eingang der Feier abgegeben. Sie werden dann gut durchmischt und beliebig an die Gäste verteilt. Anhand des Steckbriefes müssen die Gäste dann erraten, um wen es sich handelt. Dieses Hochzeitsspiel eignet sich zu Beginn einer Hochzeitsfeier. «Durch das Steckbrief-Raten können auch Gäste, die sich nicht kennen, in Kontakt geraten und entdecken vielleicht noch Gemeinsamkeiten», verrät die Hochzeitsplanerin. Eine Spielvariante kann sein, dass die Gäste Münzen in eine Sparbüchse werfen müssen. Dies ist der Fall, wenn sie es bis zu einer bestimmten Zeit nicht schaffen, den Besitzer des Steckbriefes ausfindig zu machen.

Eine Hochzeitsmission erfüllen

Zu einem klassischen Hochzeitsspiel gehören die Chaoskarten. Kate Santos verdeutlicht: «Dieses Spiel lockert die Hochzeit auf. Man benötigt lediglich lustige Aufgaben und Papier.» Es findet vor versammelter Hochzeitsgesellschaft statt. Jeder Gast, der mitmachen möchte, zieht zu Beginn der Feier eine Karte. Auf dieser Karte steht eine Aufgabe wie beispielsweise «den Bräutigam zu einer Partie Daumenwrestling herausfordern». Der Gast hat die Aufgabe im Laufe des Tages zu erledigen. Gefällt dem Gast die Aufgabe nicht, darf er oder sie die Karte tauschen. «So können unvergessliche Fotos entstehen. Den Fotografen warnt man am besten vor», bringt die Hochzeitsplanerin zum Ausdruck.

Wie tauglich ist man für die Ehe?

Zu einem beliebten Hochzeitsspiel gehört der Ehetauglichkeitstest. Das frisch vermählte Hochzeitspaar kann unter Beweis stellen, wie gut es sich eigentlich kennt. Es wird besonders unterhaltsam, wenn Braut und Bräutigam Rücken an Rücken sitzen. Sie bekommen dann die Mimik des anderen nicht zu Gesicht. Sowohl Braut als auch Bräutigam erhalten dann je zwei Gegenstände. Die Gegenstände wie Kochlöffel und Hammer repräsentieren jeweils die Frau oder den Mann. Anschliessend werden zirka 15 Fragen an das Brautpaar gestellt wie: «Wer ist zuverlässiger?» oder «Wer ist der grössere Dickschädel?». Um die Frage zu beantworten, halten Braut und Bräutigam das entsprechende Objekt hoch. Stimmen die Antworten überein, erhält das Brautpaar einen Punkt. Die Auswertung kann dann so aussehen:

  • 0-3 Punkte: Ihr fahrt noch in stürmischen Gewässern – rückt enger zusammen!
  • 4-7 Punkte: Im ersten Ehejahr rumpelt es noch ein wenig – aber dann.
  • 8-12 Punkte: Ihr habt den idealen Partner gefunden.
  • 13-15 Punkte: Die goldene Hochzeit ist bereits in Sicht.

Kate Santos betont: «Der Ehetauglichkeitstest sorgt immer wieder für Unterhaltung. Der Gast muss nicht viel dazu beitragen und kann sich bei den Fragen sehr amüsieren.»

Text: Chantal Somogyi

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