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Zürich
21 Oktober 2020

Je früher, desto besser – Administrative Hilfe für Senioren.

Jahrelang arbeitete Marcel Wyss in verschiedenen Funktionen im Bankwesen, bis er ausstieg und städtischer Beistand wurde. Dabei musste er feststellen, dass er oft zu spät beigezogen wurde. Nun bietet er einen eigenen Service, der Seniorinnen und Senioren in administrativen Belangen schon rechtzeitig unterstützt. Nämlich dann, wenn es ihnen noch gut geht.

Marcel Wyss

Marcel Wyss (43) ist ein ehemaliger Banker und nun offiziell akkreditierter Beistand der Stadt Zürich. Er unterstützt ältere Menschen ehrenamtlich in administrativen und finanziellen Belangen, wenn sie dazu alleine nicht mehr in der Lage sind. Dabei habe er selber viel gelernt, sagt er. Doch sei er auch zur Erkenntnis gelangt, dass er zu spät beigezogen werde. «Diesen Leuten geht es oft sehr schlecht und die Kommunikation ist nur noch beschränkt oder gar nicht mehr möglich», erzählt er. «Das macht es schwierig, ihren Willen zu erfahren und diesen umzusetzen.» Es liege in der Natur der Sache, dass Beistandschaften erst errichtet werden, wenn die Betroffenen alleine nicht mehr handlungsfähig sind. Er habe sich gefragt, ob man nicht früher eingreifen, unterstützen und helfen könnte. Dies würde die Arbeit für beide Seiten erleichtern.

Ältere Menschen frühzeitig vom «Bürokram» entlasten

Damit war die Geschäftsidee für seine Dienstleistung «Wyss Vorsorge» geboren. Seit 2017 bietet Marcel Wyss Seniorinnen und Senioren Begleitung und Betreuung in administrativen, organisatorischen und finanziellen Fragen an. «Der Gedanke dahinter ist, dass ich bereits beigezogen werde, wenn es den Leuten noch gut geht», erklärt er. «Das beginnt mit einfacheren, kleineren Büroarbeiten, mit all dem administrativen und behördlichen «Kleinkram», der mit zunehmendem Alter mehr Mühe bereitet». Damit meint er konkret: Das Bezahlen von Rechnungen, das Ausfüllen der Steuererklärung, das Führen der Korrespondenz und der Buchhaltung, Abklärungen und Beratung in rechtlichen Fragen, Kontakte mit Behörden oder Handwerkern etc.

Der Gedanke dahinter ist, dass ich bereits beigezogen werde, wenn es den Leuten noch gut geht

Marcel Wyss
Eine «Putzfrau für Administratives»

Diese Leistungen erbringt Wyss als kontinuierliche Begleitung im Abonnement: Dafür kommt er in regelmässigen Intervallen ins Haus, sozusagen als «Putzfrau für Administratives». «Zuerst überreiche ich meinen Seniorinnen und Senioren immer ein Post-Körbchen, in das sie alle ihre Pendenzen hineinlegen können», erklärt er, «dann besuche ich sie einmal im Monat für zwei Stunden, um das Anstehende mit ihnen gemeinsam abzuarbeiten.» Das sei nicht nur gut, um Fragen zu klären, ihren Willen oder ihre Wünsche zu erfahren und Entscheidungen zu treffen: «So leiste ich den Senioren auch ein bisschen Gesellschaft, bringe Abwechslung in ihr Leben und trage zur Erhaltung ihrer Unabhängigkeit bei.» Selbstverständlich hat er bei seinen Besuchen den Laptop sowie einen mobilen Drucker dabei.

Vertrauen langfristig aufbauen

Mit zunehmendem Alter kommen bei seinen Mandantinnen und Mandanten weitere Bedürfnisse hinzu. Bei diesen kann sie der erfahrene Bankkaufmann und eidgenössisch diplomierte Anlage- und Finanzexperte fachmännisch beraten und begleiten. Das sind etwa vertrauliche Fragen rund um das Thema «Vorsorge zu Lebzeiten» (wie Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung, Testamentsberatung, Willensvollstreckung, Nachlassregelung), aber auch Hilfe und Unterstützung, wenn die Umsiedlung in eine altersgerechte Wohnform nötig wird: Hier reicht sein Service von der Suche nach der geeigneten Wohnform über die Organisation des Umzugs, der Wohnungsabgabe bis hin zum Verkauf einer Immobilie. Dabei wird er von seinem Geschäftspartner, dem ehemaligen Altersheimleiter und diplomierten Liegenschaftsverwalter Hans Büchi, unterstützt.

Alles aus einer Hand

«Dass mich meine Klientinnen und Klienten bereits von den einfacheren Betreuungs- und Beratungsleistungen her kennen, ist später eindeutig ein Vorteil», sagt Wyss. «Die Leute wissen, dass ich zuverlässig arbeite, sie gut und uneigennützig berate und dass sie mir vertrauen können. Durch die frühe Zusammenarbeit ist ein Vertrauensverhältnis entstanden.»

Wnn sich der Gesundheitszustand von Mandanten plötzlich verschlechtert, müssen nicht unter Zeitdruck externe Fachpersonen evaluiert und eingeschaltet werden. Dann ist Marcel Wyss mit den persönlichen Verhältnissen und Wünschen «seiner» Seniorinnen und Senioren bereits bestens vertraut und kann sie in deren Sinn umsetzen.

www.wyss-vorsorge.com, Tel. 043 537 72 86

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