lüftungsanlagen «effizienz muss sich im betrieb beweisen»
zVg
Sponsored Interview

«Effizienz muss sich im Betrieb beweisen»

05.11.2026
von SMA

Nachhaltigkeit und Innovation versprechen viele. Doch woran erkennt man, ob eine Lüftungslösung wirklich hält, was sie verspricht?

Ein Gespräch mit Roger Kälin von Lufttechnik AG Wädenswil über Einsparungspotenziale, versteckte Kosten und die Vorteile von Modernisieren versus Ersetzen.

Roger Kälin, Inhaber von Lufttechnik AG Wädenswil

Woran erkennen Kund:innen, ob hinter einem Versprechen echte Qualität steckt?
Als Unternehmen müssen wir innovativ bleiben, aber das allein reicht nicht: Entscheidend ist, ob die geplanten Massnahmen im Betrieb messbar sind. Wir vergleichen deshalb die Einsparungen, die wir in der Planung prognostizieren, mit den Werten nach der Installation.

Bei mehr als 400 umgerüsteten Anlagen haben wir die prognostizierten Einsparungen in den Messungen erreicht. Für uns zeigt sich technische Qualität nicht darin, welche Zukunftsversprechen ein Unternehmen macht, sondern darin, ob seine Lösungen diese Versprechen langfristig erfüllen.

Was geht bei Entscheidungen für Gebäudetechnik häufig vergessen oder wird unterschätzt?
Viele Kund:innen schauen zuerst auf den Anschaffungspreis oder auf kurzfristige Einsparungen. Die langfristigen Betriebs- und Unterhaltskosten geraten dabei aus dem Blick. Bei ineffizienten Anlagen können diese versteckten Kosten hoch sein. Wenn Wartungspersonal ohnehin vor Ort ist, wird die dafür benötigte Zeit nicht immer als Aufwand der Anlage wahrgenommen. Dabei sollte ein effizientes System möglichst autonom laufen. Oft werden die prognostizierten Betriebskosten auch falsch beziffert oder unterschätzt.

Dazu gibt es einen bekannten Zielkonflikt: Die Investition bezahlen oft die Immobilieneigentümer:innen, während die Mieter:innen die laufenden Energiekosten tragen. Eine effizientere Anlage kann sich in wenigen Jahren amortisieren – aber derjenige, der über die Investition entscheidet, profitiert nicht unbedingt direkt von der Einsparung.

Wie finden Sie die passende Balance zwischen Energieeffizienz, Komfort und Betriebssicherheit?
Das erreichen wir mit individueller Planung. Als Erstes müssen wir die Bedürfnisse der Kund:innen verstehen. Was ist am wichtigsten: ein möglichst hoher Wirkungsgrad oder die Sicherheit, dass der Betrieb auch bei einem Ausfall weiterläuft?

Wenn die Produktions- oder Betriebssicherheit Vorrang hat, schlagen wir eine Redundanz vor: Eine zusätzliche Einheit wird im Alltag nicht gebraucht, kann aber einspringen, falls eine andere ausfällt. Dafür nehmen wir gegebenenfalls einen um drei bis vier Prozentpunkte geringeren Systemwirkungsgrad in Kauf. Die Kund:innen können so mit einem etwas weniger effizienten System eine höhere Sicherheit in der Produktion erreichen.

Wir erläutern die Zusammenhänge und geben auf Wunsch eine Empfehlung ab. Entscheiden müssen die Kund:innen, denn jede Lösung hängt davon ab, was ihnen am wichtigsten ist. Wichtig ist, die Prioritäten nicht erst nach der Installation zu klären.

Muss eine alte Lüftungsanlage immer komplett ersetzt werden, um sie fit für die Zukunft zu machen?
Nein, oft kann man am bestehenden System viel optimieren. Bei einem Systemwechsel lässt sich zum Beispiel die Hygiene verbessern, indem man eine zusätzliche Filterstufe einbaut. Auch eine Kühleinheit oder ein Befeuchter kann nachgerüstet werden, wenn sich Anforderungen ändern – etwa bei heissen Sommern, höherem Bedarf an Luftqualität oder zu trockener Raumluft.

Ein Vorteil unseres Systems ist, dass Ventilator und Motor heute weit weniger Platz als die Hälfte der alten Anlage beanspruchen. Dadurch wird Platz frei, der für eine zusätzliche Einheit genutzt werden kann. Wir gehen nach der Modernisierung von einer neuen Lebensdauer von rund 15 Jahren aus. Das ist mit einer Neuanlage vergleichbar. Sicherungen und Steuerung werden dabei in der Regel aktualisiert.

Die Herausforderung ist, Kund:innen davon zu überzeugen, dass nicht immer alles ersetzt werden muss. Eine gezielte Modernisierung kann die bestehende Anlage verbessern und für künftige Anforderungen öffnen.

Was sollten Bauverantwortliche und Betreibende sich vor einer Entscheidung fragen?
Sie sollten klären, welche Raumluftqualität sie brauchen und wie viel Betriebssicherheit erforderlich ist. Ein gutes Raumklima soll Menschen und Maschinen ermöglichen, dauerhaft Leistung zu erbringen und Reklamationen oder Ausfälle zu vermeiden. Das kostet Geld.

Aber man muss es mit den möglichen Folgen schlechter Bedingungen vergleichen. Wenn an einem heissen Nachmittag 50 Mitarbeitende nur noch 75 Prozent ihrer Leistung erbringen, und dies womöglich über mehrere Tage oder Wochen, entsteht eine erhebliche Leistungsreduktion. Eine zusätzliche Kühlung kann sich vor diesem Hintergrund schnell rechnen.

Unsere Verantwortung endet nicht mit der Übergabe. Wir prüfen jedes Projekt intern nach dem Vieraugenprinzip: Eine mitarbeitende Person, die nicht daran beteiligt war, hinterfragt die Planung und fordert von der Projektleitung Begründungen. So erkennen wir, wo noch nachgeschärft werden muss. Planung ist das A und O.

Jede Phase – von der Arbeitsvorbereitung über die Installation bis zur Inbetriebnahme – muss sorgfältig vorbereitet, umgesetzt und protokolliert sein. Mit der Übergabebescheinigung werden die vereinbarten Werte bestätigt und die Anlage geht in die Verantwortung der Kund:innen. Für unsere Kund:innen sind wir gestern, heute und morgen da.

Weitere Informationen unter:
lufttechnik.ch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Vorheriger Artikel Zwei Sprachen, doppelte Perspektiven: So lernen Kinder an der Obersee Bilingual School in Wollerau