Gabelstapler-Tracking verhindert Unfälle und steigert Effizienz
Wer seine Logistik optimieren will, muss oft Monate auf Ergebnisse warten oder teure Roboter anschaffen. Dass es auch schneller und kosteneffizienter geht, zeigt die Lösung von Sevensense: Der Alphasense Tracker lässt sich innerhalb eines Tages an bestehenden Gabelstaplern installieren und liefert bereits nach einer Woche detaillierte Daten über die tatsächliche Auslastung und unnötige Leerfahrten.
Betritt man heute ein beliebiges Lager oder eine Produktionsstätte, sieht man eine Mischung aus Menschen, Gabelstaplern, Transportwagen und zunehmend auch autonomen mobilen Robotern. Es ist ein komplexes, dynamisches und voneinander abhängiges Zusammenspiel, bei dem die Effizienz nicht nur von der Geschwindigkeit der Maschinen abhängt, sondern massgeblich von der Koordination aller Bewegungen. In dieser unter hohem Kostendruck stehenden Branche wird Transparenz zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Trotz moderner IT-Infrastruktur herrscht in vielen Betrieben oft Unklarheit über die realen Abläufe. Gregory Hitz, Business Manager bei Sevensense, stellt fest: «Oft verbergen sich die grössten Ineffizienzen im Offensichtlichen – direkt im Betrieb.» Während ERP- oder Lagerverwaltungssysteme zwar dokumentieren, was geschehen sollte, scheitern sie häufig daran, festzuhalten, was tatsächlich im täglichen Betrieb passiert. Gabelstapler fahren unnötige Wege, Fahrzeuge sind leer unterwegs und an unerwarteten Stellen entstehen Engpässe.
Das Problem liegt oft in der Art der Datenerfassung. Traditionelle Systeme dokumentieren zwar zuverlässig Warenein- und -ausgänge, doch physische Prozesse wie Wartezeiten oder Staus bleiben unsichtbar. Der Grund: Es fehlen Lösungen, die diese Daten einfach und kosteneffizient erfassen. Hitz weist darauf hin, dass klassischen Systemen die entscheidende Verbindung zwischen Bewegungs-, Zeit- und Raumdaten fehlt. Gleichzeitig sind Informationen oft über mehrere Systeme verteilt. Das Ergebnis ist eine grosse Datenmenge, die jedoch kaum Orientierung oder belastbare Erkenntnisse liefert.
Diese Lücke in der Sichtbarkeit führt dazu, dass viele Entscheidungen noch immer auf Bauchgefühl und Erfahrung statt auf objektiven Daten basieren. Hier setzt der Alphasense Tracker von Sevensense an. Es ist ein kamerabasiertes Echtzeit-Ortungssystem (RTLS), das die physische Ausführung von Prozessen erstmals lückenlos erfasst.
Visualisierung deckt versteckte Potenziale auf
Wenn Unternehmen ihre Betriebsdaten zum ersten Mal visualisiert sehen, folgt oft ein Aha-Erlebnis. Laut Gregory Hitz ist die grösste Überraschung meist, wie stark die Realität von den bisherigen Annahmen abweicht. Mittels Heatmaps, Spaghetti-Diagrammen und Flussanalysen werden ungenutzte Bereiche oder Transportwege sichtbar, die deutlich länger sind als ursprünglich gedacht.
Besonders wertvoll ist die Technologie für die Prozessoptimierung. So lassen sich beispielsweise Kitting-Prozesse, also das Zusammenstellen von Bauteilen zu Sets, durch minimierte Reisestrecken effizienter gestalten. Auch die Maximierung der Gabelstapler-Auslastung und die strategische Verlagerung von Lagerorten werden durch die gewonnenen Datenströme ermöglicht.
Sicherheit durch «Shock Maps»
Ein kritischer Aspekt, der in klassischen Lagern oft unentdeckt bleibt, ist das Sicherheitsrisiko. Beinahe-Unfälle, abruptes Bremsen oder Kollisionen werden selten systematisch erfasst. Der Alphasense Tracker verknüpft Bewegungs-, Zeit- und Raumdaten, um solche Risiken in sogenannten «Shock Maps» darzustellen. Dadurch können strukturelle Gefahrenstellen entschärft werden, bevor es zu folgenschweren Unfällen kommt.
Schnelle Ergebnisse ohne Infrastrukturumbau
Ein entscheidender Vorteil für Unternehmen ist die unkomplizierte Einführung. Da das System keine Beacons oder sonstige externe Infrastruktur in der Halle benötigt, kann der Tracker innerhalb eines einzigen Tages an der bestehenden Flotte installiert werden. «Unternehmen müssen nicht monatelang auf den Mehrwert warten, sie beginnen praktisch sofort zu lernen», erklärt Hitz. Ein Praxisbeispiel zeigt, dass ein Industriebetrieb bereits nach wenigen Tagen eine vollständige Erfassung der Fahrzeugnutzung erstellen und gezielte Verbesserungen einleiten konnte.
Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist die Nachhaltigkeit der Lösung. Da die Datenerfassung kontinuierlich weiterläuft, lassen sich Verbesserungen nicht nur einmalig identifizieren, sondern über lange Zeiträume hinweg dokumentieren, beziffern und überwachen. Die Fähigkeit, Arbeitsabläufe präzise zu verfolgen und relevante KPIs (Leistungskennzahlen) dauerhaft zu messen, ist grundlegend, um Schwachstellen zu erkennen. So wird die Gabelstapler-Verfolgung zum Rückgrat einer kontinuierlichen Prozessoptimierung, die sich dynamisch an veränderte Anforderungen im Lager anpasst.
Die Zukunft der Intralogistik
Für Sevensense ist die Digitalisierung manueller Flotten das Rückgrat einer kontinuierlichen Prozessverbesserung. Die Vision von Gregory Hitz für die Branche ist klar: «Die Intralogistik bewegt sich auf eine Welt zu, in der jede Bewegung in Echtzeit sichtbar ist und sich Abläufe kontinuierlich auf Basis dieser Daten selbst optimieren». Mit dem Alphasense Tracker wird diese Vision für Lager- und Produktionsbetriebe bereits heute greifbare Realität.
Zum Video:

Weitere Informationen unter:
sevensense.ai
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