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Sauberes Wasser: Grundlage für die Gesundheit von Generationen

06.05.2026
von SMA

Sauberes Trinkwasser gehört in der Schweiz zum Alltag. Wir drehen den Wasserhahn auf und füllen ein Glas, selbstverständlich, jederzeit verfügbar und streng kontrolliert. Manchmal merken wir erst im Ausland, dass das nicht überall so ist: Bei Ferienreisen ins Ausland kaufen wir vorsichtshalber Wasserflaschen im Supermarkt, weil das Leitungswasser ungewohnt schmeckt oder nicht empfohlen wird. 

Wenn Wasser den Alltag bestimmt 

Für Millionen Menschen weltweit sieht der Alltag ganz anders aus. In vielen Ländern bedeutet Wasser holen oft stundenlange Fussmärsche. Und selbst dieses Wasser ist nicht trinkbar: Es muss zuerst gefiltert oder abgekocht werden, bevor es getrunken werden kann. 

In der hügeligen Region Kigezi im Südwesten Ugandas prägt Wasser das Leben der Menschen. Jahrzehntelang mussten Frauen und Kinder täglich weite und steile Wege zurücklegen, um Wasser aus offenen Quellen zu holen. Das Wasser war verschmutzt, doch es gab keine Alternative. Das wenige Wasser reichte kaum zum Trinken und Kochen. Für Hygiene oder Landwirtschaft blieb meist nichts übrig. Krankheiten, Erschöpfung und Zeitmangel bestimmten den Alltag vieler Familien. 

Vom Eimer zur Quelle 

Jeniffer Busingye, 65 Jahre alt, erinnert sich noch gut an diese Zeit. Die Mutter von sieben Kindern und Grossmutter von vier Enkeln sagt: «Wir waren es gewohnt, jeden Tag kilometerweit zu gehen. Das Wasser war oft schmutzig, aber wir hatten keine Wahl.» 

2003 änderte sich die Situation grundlegend. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung entstand ein sogenanntes Gravity-Flow-System (GFS). Dabei wird Quellwasser aus höher gelegenen Quellen über Leitungen in die Dörfer geführt. Ein einfaches, aber wirkungsvolles System, das an die lokalen Gegebenheiten angepasst ist und ohne aufwendige Technik funktioniert. 

Mehr als zwanzig Jahre später wurde die Anlage mit Unterstützung von ena umfassend saniert. Eine zusätzliche Quelle wurde erschlossen und neue Leitungen gebaut. Insgesamt entstanden 19,5 Kilometer Wasserleitungen, mit der tatkräftigen Unterstützung der Bevölkerung. Zudem wurden ein weiterer Wassertank installiert, neun Zapfstellen errichtet und 37 bestehende repariert. Heute profitieren auch Schulen und ein Gesundheitszentrum von sauberem Wasser. 

Neue Perspektiven in jedem Tropfen 

Der Zugang zu sauberem Wasser verändert das Leben ganzer Gemeinschaften. Krankheiten wie Durchfall oder Infektionen gehen zurück, Kinder können regelmässiger zur Schule gehen anstatt Wasser zu holen, und Familien gewinnen Zeit für die Landwirtschaft und das Erwirtschaften ihres Einkommens. Gesundheit bedeutet hier weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie schafft die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. 

Für Jeniffer Busingye bedeutet Wasser heute vor allem eines: Selbstständigkeit. «Jetzt kann ich mein Zuhause selbst versorgen», sagt sie. Ihre Enkelkinder gehen zur Schule, Krankheiten sind seltener geworden und die Familie hat mehr Zeit für den Anbau und Verkauf von Nahrungsmitteln. 

Bei ena steht die Gesundheit im Zentrum der Arbeit. Durch Zugang zu sauberem Trinkwasser, sichere Sanitäranlagen und Hygieneschulungen trägt die Organisation dazu bei, Infektionskrankheiten zu verhindern und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Allein im Südwesten Ugandas erhielten bereits rund 50 000 Menschen langfristigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 40 000 Menschen wurden in Alltagshygiene geschult. Zusätzlich wurden in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung Leitungssysteme und Regenwassertanks mit 560 Wasserstellen gebaut.

Der Vergleich mit dem Wasserschloss Schweiz

Der Blick in die Schweiz zeigt, wie wertvoll dieser Zugang ist. Rund 80 Prozent des Trinkwassers hierzulande stammen aus Grundwasser, der Rest aus Quellen und Seen. Dank strenger Kontrollen, einem komplexen System und gut ausgebildeten Leuten gehört Leitungswasser heute zu unserem Selbstverständnis. 

In der Schweiz werden durchschnittlich rund 140 Liter Trinkwasser pro Person und Tag verbraucht. Im Gegensatz dazu haben viele Menschen in ruralen Gegenden Ugandas weniger als 15 Liter Wasser pro Tag zur Verfügung. Nach dem Trinken und Kochen bleibt bei Weitem nicht genug für eine minimale Körperhygiene, die Bewässerung der Felder und die Wasserversorgung der Tiere.

Diese Zahlen verdeutlichen, was vielerorts auf der Welt fehlt: zuverlässiger Zugang zu sauberem Wasser. Projekte wie jene von ena in Uganda tragen dazu bei, diese Lücke zu schliessen – Schritt für Schritt, Dorf für Dorf. Dazu braucht es das Know-how und den Willen der lokalen Bevölkerung sowie Starthilfe von aussen. Diese Zusammenarbeit sorgt für mehr als sauberes Wasser. Ausreichend Wasser bedeutet Gesundheit, Würde, Bildung und Chancen für kommende Generationen. 

Über ena

ena ist eine Hilfsorganisation, die Menschen weltweit darin unterstützt, ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern. Der Leitgedanke lautet: «Wir spenden Chancen.»  

In Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen engagiert sich ena auf drei Kontinenten. Ein wichtiger Teil der Gesundheitsarbeit ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser, sicheren Sanitäranlagen und Hygienegrundlagen. Das sind zentrale Voraussetzungen, um Krankheiten vorzubeugen und die Lebensqualität dauerhaft zu verbessern. ena engagiert sich ganzheitlich. Verfügbares Wasser bedeutet auch die Grundlage für genügend Nahrung und ausreichend Zeit für Bildung zu haben.  

ena handelt langfristig, partnerschaftlich und auf Augenhöhe. Ziel ist es, gemeinsam mit den Menschen vor Ort nachhaltige Lösungen zu entwickeln und ihnen eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen. 

ena-schweiz.ch/wasser

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