auch krankenkassen schaffen den digitalen arbeitsplatz.
iStockphoto/antoniokhr
Deutschland Sponsored Gesundheit

Der digitale Arbeitsplatz für die gesetzliche Krankenkasse von morgen

20.08.2026
von SMA

Mit Künstlicher Intelligenz, intelligenter Automatisierung und agentischen Systemen verändert sich die Art, wie Arbeit organisiert und geleistet wird, auch bei Leistungsträgern. In den kommenden Jahren werden viele Standardanfragen nicht mehr durch Menschen, sondern durch KI-Agenten bearbeitet.

Damit verändert sich auch die Rolle des IT-Dienstleisters. Klassische IT-Unterstützung wird zunehmend durch KI-gestützte Self-Services und automatisierte Prozesse ergänzt, weil KI-Agenten viele Anfragen automatisch erkennen, einordnen und lösen. Durch Self-Service-Portale, autonome Abläufe und Assistenzsysteme werden manuelle Tätigkeiten stark reduziert und Probleme idealerweise schon gelöst, bevor sie für Nutzer überhaupt sichtbar werden. Für Mitarbeitende werden intelligente Assistenten zunehmend zum einfachen Zugang zu IT-Services. Sogenannte DEX-Plattformen (Digital Employee Experience) sorgen dafür, dass Störungen automatisch erkannt, analysiert und behoben werden. Damit wird der digitale Arbeitsplatz insgesamt stabiler, nutzerfreundlicher und produktiver.

digitaler Arbeitsplatz

Der Mensch verschwindet nicht aus dem Betrieb, nur seine Rolle verändert sich.

Routinetätigkeiten übernimmt zukünftig die KI. Kontrolle und Weiterentwicklung verbleiben bei den Kollegen. »Mit einem autonomen, KI-gestützten Betrieb schaffen wir mehr Potenziale für gesetzliche Krankenkassen: 24/7-Service, proaktive Fehlererkennung mit Self-Healing, höhere Servicequalität, messbar reduzierte Betriebsaufwände und eine kontinuierliche Optimierung durch Analytics und Künstliche Intelligenz«, sagt Markus Krenn, Bereichsleiter Digital Workplace bei Arvato Systems. Als erfahrener Digitalisierungspartner des deutschen Gesundheitswesens kennt Arvato Systems die Anforderungen der Branche und richtet sichere digitale Lösungen konsequent darauf aus, Verwaltung und Versorgungsservice der Kassen spürbar zu verbessern und IT-Kosten durch Innovationen zu senken.

Wie aber lässt sich das Potenzial von KI nutzen, ohne die Kontrolle über Kosten, Daten und Infrastruktur zu verlieren?

Was den Wandel anspruchsvoll macht.

KI ist nur so gut wie die Daten dahinter und die gewonnene Effizienz muss mit Sicherheit, Datenschutz und Compliance einhergehen. Besonders in regulierten Umgebungen wie dem Gesundheitswesen. Zudem braucht es eine Governance für den Umgang mit fehlerhaften KI-Antworten (Halluzinationen), um Risiken zu minimieren und die Anforderungen des EU AI Act einzuhalten. Auch transparente, steuerbare und langfristig kalkulierbare Kostenstrukturen sind entscheidend, damit bei der Abrechnung nach Verbrauch von Recheneinheiten (Tokens) die Kosten nicht unvorhersehbar explodieren. Viele Ausschreibungen betrachten nur den Arbeitsplatzpreis. Zukünftig werden jedoch KI-Assistenten, Copiloten und Automatisierungsplattformen einen relevanten Kostenblock darstellen. Dabei ist die langfristige Handlungsfähigkeit – ohne dauerhafte Abhängigkeit von einzelnen Herstellern, Cloud-Anbietern oder KI-Plattformen – im Gesundheitswesen oftmals wichtiger als der kurzfristige Funktionsumfang. Umso relevanter ist die Fähigkeit, Daten, Prozesse und Plattformen auch zukünftig selbst steuern zu können.

Architektur für den digitalen Arbeitsplatz von morgen

»Unser Ansatz für den digitalen Arbeitsplatz für gesetzliche Krankenversicherungen ist bestens auf den Wandel vorbereitet, weil er Nutzer nicht nur schnell und produktiv macht, sondern Sicherheits- und Datenschutzanforderungen von Anfang an integriert, KI-gestützte Services wie den TÜV-geprüften Sprachbot verantwortungsvoll einbindet und Kosten planbar und skalierbar macht«, erläutert Markus Krenn. Damit wird ein digitaler Arbeitsplatz geschaffen, der weit über reine Technologiefragen hinausgeht. Der Ansatz sichert maximale Souveränität im Betrieb, unterstützt die Migration der PC-Arbeitsplätze in die Delos Cloud und stärkt zudem Nachhaltigkeit durch längere Nutzungszyklen und kontrollierte Rücknahmeprozesse. Im Zentrum steht die KI-Arbeitsplattform Arvato Systems Sphere: Sie führt generative KI, Unternehmenswissen und verschiedene Datenbestände in einer einheitlichen Chat-Oberfläche zusammen. Dafür setzt Arvato Systems auf große Sprachmodelle (LLMs) aus dem eigenen Rechenzentrum, die volle Transparenz über die Datenströme ermöglichen. Dank einer MCP-basierten Architektur bleibt die Plattform offen für neue Datenquellen und KI-Szenarien – ohne die besonderen Schutzanforderungen für Sozialdaten aus dem Blick zu verlieren.

Nicht jeder Dienstleister für digitale Arbeitsplätze kennt die Anforderungen für den Umgang mit besonders schützenswerten Gesundheitsdaten.

Für gesetzliche Krankenkassen gilt: Sozialdaten dürfen ausschließlich im Inland, in der EU oder in gleichgestellten Staaten verarbeitet werden, reine EU-Standardvertragsklauseln reichen im Sozialdatenschutz nicht aus. IT-Dienstleister müssen diese Vorgaben auch bei der Auswahl ihrer Software sowie beim Einsatz von KI-Modellen konsequent berücksichtigen. Diese nötige Branchenkenntnis reduziert mögliche Betriebs- und Compliance-Risiken erheblich.

Digitale Souveränität statt nur Cloud-Funktionalität, planbare KI-Kosten statt unkontrollierter Verbrauchsmodelle, Erfahrung mit Sozialdaten, eine nachhaltige Automatisierungs- und Transformationsstrategie sowie eine nachweisbare Betriebsstabilität in regulierten Organisationen mit tausenden Arbeitsplätzen – fünf Erfolgsfaktoren für zukunftsfähige Arbeitsplatz-Ausschreibungen. Für gesetzliche Krankenkassen entscheidet deshalb nicht der größtmögliche Funktionsumfang über den Erfolg. Entscheidend ist ein Betriebsmodell, das Innovation mit Verantwortung verbindet: stabil im Alltag, souverän in der Steuerung und offen für die nächsten Entwicklungsschritte.

Open Source als strategische Ergänzung zu Microsoft 365

»Wir bei Arvato Systems betrachten Open Source als zusätzlichen Baustein innerhalb eines komplexen Ökosystems für Resilienz, Handlungsfähigkeit und Datensouveränität, nicht als ideologischen Gegenentwurf zu Microsoft 365. Deshalb gewinnt ein unabhängiger »Plan B« zunehmend an Bedeutung«, so Markus Krenn.

Die Business Continuity wird durch eigene, von Microsoft unabhängige Open-Source-Lösungen wie den Matrix-basierten Notfall-Messenger tim+ gewährleistet. Backup-IAM (Identity & Access Management) kontrolliert den Zugriff auf Benutzer, Rollen und Berechtigungen, geschäftskritische Dokumente werden in einer separaten Ausweichumgebung bereitgestellt. Zudem werden alternative Kommunikationswege außerhalb der Microsoft-Cloud angeboten.

Damit bleibt eine Organisation auch bei größeren Störungen oder Cloud-Ausfällen handlungsfähig. Gesetzliche Krankenkassen, die ihre Kontrolle über Datenhaltung und Informationsaustausch noch erhöhen möchten, lagern sensible Daten in einen souveränen Datenraum aus, mit Microsoft 365 als weiterhin zentrale Arbeitsplattform. Die weitreichendste Ausbaustufe ist der vollständige Open-Source-Arbeitsplatz, bei der sämtliche Kernfunktionen des digitalen Arbeitsplatzes durch offene Technologien bereitgestellt werden.

Weitere Informationen unter:
www.arvato-systems.de/portfolio/loesungen/digital-workplace

Logo Arvato Systems

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Vorheriger Artikel ePI steht für den Eintritt in eine datengetriebene Pharmawelt
Nächster Artikel Die Ambitionen der Schweizer KMU finanzieren