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Genehmigt ist nicht gebaut

16.07.2026
von SMA

Die Herausforderung der Energiewende hat sich verändert. Immer mehr Windparkprojekte sind heute genehmigt und baureif. Der Engpass liegt zunehmend nicht mehr in der Projektentwicklung, sondern in der Finanzierung ihrer Umsetzung. Genau hier zeigt sich, welche Rolle Bürgerenergie für eine sichere, unabhängige und wettbewerbsfähige Energieversorgung spielt.

Deutschland steht vor einer gewaltigen Investitionsaufgabe. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Klimaschutz, sondern auch um Versorgungssicherheit, Energieunabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Erneuerbare Energien gelten häufig als Kostentreiber. Studien zeigen jedoch, dass sie Energieimporte verringern, die Versorgungssicherheit stärken und langfristig wettbewerbsfähige Strompreise ermöglichen können. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und Investitionen.

Geschäftsguthaben stärken das Eigenkapital der Genossenschaft und schaffen die Grundlage für die Finanzierung neuer Windparkprojekte.

Genau hier setzt die Prokon Regenerative Energien eG an. Im ersten Halbjahr 2026 erhielt sie Genehmigungen für Windparkprojekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 115 Megawatt. Doch genehmigt ist nicht gebaut: Erst wenn Finanzierung, Bauplanung und weitere Voraussetzungen zusammenkommen, entstehen daraus neue Windparks.

»Die Energiewende ist längst auch eine Frage von Wirtschaftlichkeit, Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit. Damit Projekte Realität werden, braucht es Menschen, die bereit sind, mit Kapital und Überzeugung zu unterstützen.«

– Henning von Stechow, Vorstandsvorsitzender der Prokon Regenerative Energien eG

Zwei Projekte vor dem Baustart

Mit Horst IV in Schleswig-Holstein und Podelzig-Lebus II in Brandenburg stehen derzeit zwei Windparkprojekte unmittelbar vor der Realisierung. Genehmigungen, EEG-Zuschläge und Bauplanung liegen vor. Jetzt entscheidet sich, ob aus den Projekten neue Windparks werden.

Im Windpark Horst ersetzt Prokon acht ältere Anlagen durch vier deutlich leistungsstärkere. Dadurch steigt die installierte Leistung von 10,4 auf 28 Megawatt – ein Beispiel dafür, wie Repowering bestehende Standorte effizienter nutzt und deutlich mehr erneuerbare Energie erzeugt.

»Repowering-Projekte sind ein wichtiger Baustein der Energiewende, weil sie aus bestehenden Standorten deutlich mehr erneuerbare Energie herausholen, ohne neue Flächen auszuweisen.«

– Malin Edith Creydt, verantwortlich für den Rückbau bei Prokon

Foto: Kjell Kantak, Windpark Podelzig-Lebus I

»Durch Repowering kann in den nächsten Jahren eine gewaltige Menge an zusätzlicher Kapazität erreicht werden. Deutschlandweit schätzt man das Potenzial auf rund 78 Gigawatt.«

– Christoph Rosengarten, Bereichsleiter Projektentwicklung bei Prokon

Mit Podelzig-Lebus II entsteht nahe Frankfurt (Oder) ein neuer Windpark mit sechs modernen Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 42 Megawatt. Beide Projekte stehen stellvertretend für zahlreiche weitere Vorhaben, die Prokon in den kommenden Jahren realisieren möchte.

Warum Eigenkapital zählt 

Genehmigte Projekte allein reichen nicht aus. Erst ausreichend Eigenkapital ermöglicht die Finanzierung und damit den Bau neuer Windparks. Deshalb wirbt Prokon derzeit um zusätzliches Mitgliederkapital. Die Beteiligung erfolgt über Geschäftsanteile an der Genossenschaft. Das eingeworbene Kapital soll vorrangig in die Projekte Horst IV und Podelzig-Lebus II fließen.

Aus Projekten wird Realität

Genehmigungen schaffen noch keine Windparks. Erst wenn Menschen gemeinsam investieren, können Projekte umgesetzt werden. Genau hier setzt das genossenschaftliche Modell von Prokon an: Geschäftsguthaben stärken das Eigenkapital der Genossenschaft und schaffen die Grundlage für die Finanzierung neuer Windparkprojekte. Bürgerenergie hilft, aus genehmigten Projekten Windparks werden zu lassen.

Coverbild Foto: Vitali Palianski, Aufstieg mit Kooperationspartner WEtell im zuletzt erbauten Windpark Friedersdorf

Prokon auf einen Blick

Gegründet 1995, befindet sich Prokon seit 2015 als Genossenschaft in Bürgerhand. Rund 42 000 Mitglieder machen Prokon zu einer der größten Energiegenossenschaften Europas.

Als integriertes Unternehmen der erneuerbaren Energien entwickelt, plant, baut und betreibt Prokon Wind-, Photovoltaik- und Batteriespeicherprojekte. Zur Wertschöpfung gehören außerdem Betriebsführung, Direktvermarktung sowie die Versorgung von Privat- und Gewerbekunden mit Ökostrom.

Beteiligung an der Genossenschaft

Mitglieder beteiligen sich über Geschäftsanteile an der Prokon Regenerative Energien eG. Das aktuell eingeworbene Eigenkapital soll vorrangig für die Finanzierung der Windparkprojekte Horst IV und Podelzig-Lebus II eingesetzt werden.

Weitere Informationen zu den -aktuellen Windparkprojekten, zur Beteiligung an der Genossenschaft sowie zum Stand der -Kapitalgewinnung unter prokon.energy/foe

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