energiezukunft «lernend in  energiezukunft»: der mensch bei infrastrukturprojekten im fokus
zVg
Sponsored Energie

«Lernend in die Energiezukunft»: Der Mensch bei Infrastrukturprojekten im Fokus

15.07.2026
von SMA

Für diejenigen, die regelmässig mit dem Zug zwischen Luterbach und Solothurn unterwegs sind, hat sich der Blick aus dem Fenster während der vergangenen Jahre verändert. 2020 begannen die Bauarbeiten an kenova, einer neuen energieoptimierten Kehrichtverwertungsanlage, die die bestehende ersetzt. Nun ist sie fertig. Doch wie jedes Infrastrukturprojekt ist auch dieser Neubau kein Selbstzweck: Er dient den Menschen und zeigt, wie die Energiezukunft der Schweiz konkret gestaltet werden kann. Diesen Gedanken ins Zentrum zu stellen, ist für das Planungsunternehmen TBF + Partner Grundlage seiner Arbeit.

Dort, wo Emme und Aare zusammenfliessen, werden seit 50 Jahren jährlich gut 220 000 Tonnen Abfall aus 176 Gemeinden verwertet. Dabei entstehen Elektrizität und Fernwärme für die Region. Mit kenova wird diese Geschichte weitergeschrieben – nicht nur als technische Erneuerung, sondern als Investition in kommende Generationen. Für die Gesamtplaner von TBF + Partner, welche die Anlage seit 2015 für und mit dem Kunden kenova geplant und realisiert haben, stehen deshalb die Menschen im Mittelpunkt, die von solchen Anlagen profitieren und sie gleichzeitig planen, bauen, betreiben und weiterentwickeln.

Nicht von ungefähr sind Eröffnungstage (Samstag, 22.8.2026 und Sonntag, 23.8.2026) geplant, an denen die Bevölkerung die neue Anlage begehen und ihre Funktionsweise unmittelbar erleben kann. Für Andreas Sägesser sind solche Begegnungen weit mehr als Informationsveranstaltungen. Sie schaffen einen niederschwelligen Dialog und machen sichtbar, dass Energie- und Kreislaufwirtschaft Teil des Alltags sind. Infrastruktur soll nicht hinter Zäunen verschwinden, sondern für die Gesellschaft verständlich und erlebbar werden.

Diese Haltung gehört zur Philosophie von TBF + Partner. Gleichzeitig ist sie eine Notwendigkeit. Öffentliche Infrastrukturprojekte werden grösstenteils von der Gesellschaft finanziert und dienen ihr über Jahrzehnte hinweg. «Wenn man all diese notwendigen Investitionen für die Energiewende zusammenzählt, dann ergeben sie enorme Summen», erklärt Joachim Rutz. kenova umfasst beispielsweise ein Investitionsvolumen von über einer halben Milliarde Franken. Solche Projekte entstehen dort erfolgreich, wo Menschen ihre Bedeutung verstehen und gemeinsam Verantwortung für die Zukunft übernehmen.

Energieinfrastrukturprojekte als gemeinsame Gestaltungsaufgabe

Die Energiewende ist weit mehr als eine technische Aufgabe. Sie bietet die Chance, Gesellschaft, Politik und Fachwissen zusammenzubringen und gemeinsam Lösungen für kommende Generationen zu entwickeln. Für Joachim Rutz ist entscheidend, den Sinn eines Projekts immer wieder sichtbar zu machen. «Es ist ein Erfolgsfaktor, wenn man nicht nur informiert, sondern kommuniziert und sich frühzeitig über Partizipation Gedanken macht.» Der Dialog mit Bevölkerung, Behörden und politischen Gremien schafft dabei nicht nur Akzeptanz, sondern verbessert häufig auch die Projekte selbst. Unterschiedliche Perspektiven helfen, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Gerade Entscheidungs- und Verantwortungsträger:innen übernehmen dabei eine anspruchsvolle Aufgabe. Im Schweizer Milizsystem engagieren sich viele Menschen für ihre Gemeinden und Regionen. TBF versteht einen Teil seiner Aufgabe darin, diese Menschen kompetent zu begleiten und zu stärken. Neben technischer Expertise braucht es kommunikative Fähigkeiten, Resilienz und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Denn die Energiezukunft entsteht dort, wo Menschen den Wandel aktiv mitgestalten.

Vor über 20 Jahren hat es mich gepackt – das Thema Lernen und Entwicklung. Seither lässt es mich nicht mehr los – dieses Phänomen, dieses Wunder, wenn Menschen und Organisationen plötzlich neuartige Lösungen in herausfordernden Situationen entwickeln,– Andreas Sägesser

Grosse Projekte für viele Schultern

Zum Verständnis des «Erfolgsfaktors Mensch» gehört auch, Verantwortung bewusst zu teilen. Komplexe Infrastrukturprojekte gewinnen an Qualität, wenn Wissen, Erfahrung und Entscheidungen auf mehrere Schultern verteilt werden.

Im Fall von kenova gelang dies auf beispielhafte Weise. Dem Direktor der Kehrichtverwertungsanlage, der gleichzeitig das Generationenprojekt leitete, stand ein Bauausschuss aus drei Mitgliedern des Verwaltungsrats zur Seite. Dieser begleitete sämtliche Bauherrensitzungen und bereitete die wesentlichen Geschäfte gemeinsam vor.

Für den bauherrenseitigen Projektleiter entstand daraus ein grosser Mehrwert. Fragen konnten früh diskutiert, unterschiedliche Perspektiven eingebracht und Entscheide gemeinsam vorbereitet werden. Gleichzeitig war der Bauausschuss Bindeglied zum politisch zusammengesetzten Verwaltungsrat.

«Das ist ein klassisches Beispiel einer organisatorischen Massnahme, die sehr viel Ruhe in das Projekt hineingebracht und das Verständnis des Verwaltungsrats erhöht hat», sagt Joachim Rutz. Komplexität wird dabei nicht als Hindernis verstanden, sondern als Chance, unterschiedliche Kompetenzen zusammenzuführen. Gute Governance entlastet Einzelpersonen und schafft die Grundlage für tragfähige Entscheidungen.

Die «lernende Organisation»

Die grossen Herausforderungen der Energiezukunft verlangen die Bereitschaft, gemeinsam zu lernen. «Selbst die bestausgebildeten Wissenschaftler:innen und Ingenieur:innen lernen entlang der Projekte, Lösungen für die Zukunft zu entwickeln», sagt Joachim Rutz. «Es geht darum, sich als Mensch und als Organisation weiterzuentwickeln.»

«Wir könnten wahrscheinlich noch einige Jahrzehnte warten, bis Menschen da wären, die all das bereits können, was wir für die Zukunft brauchen», ergänzt Andreas Sägesser. Deshalb versteht sich TBF als lernende Organisation. Statt auf perfekte Voraussetzungen zu warten, schafft das Unternehmen Räume, in denen Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam wachsen können.

Wie dieser Ansatz in der Praxis aussieht, zeigt Joel Haas. Während der Realisierung von kenova stiess er direkt im Anschluss an sein Studium zum Projektteam und begleitete die Entwicklung der neuen Anlage über mehrere Jahre hinweg. Heute bringt er seine Erfahrungen als Projektingenieur ein und erlebt mit, wie aus Ideen und Planungen gebaute Realität wird. Seine Entwicklung steht sinnbildlich für die Überzeugung, dass bei TBF nicht nur Infrastruktur entsteht, sondern auch die Menschen, die die Energiezukunft gestalten.

Ich interessiere mich für das gemeinsame Begehen neuer Wege. Stolz bin ich darauf, dass viele meiner Projekte erfolgreich realisiert wurden und für Generationen in der Gesellschaft Mehrwert schaffen.– Joachim Rutz

Erfahrene Projektleiter:innen und Ingenieur:innen arbeiten eng mit jungen Mitarbeitenden, Praktikant:innen und Werkstudierenden zusammen. Joachim Rutz selbst hat seine Karriere 1997 als Praktikant begonnen. Zwischen Erfahrung und neuen Perspektiven entsteht ein kontinuierlicher Austausch, der Innovationen fördert und die Fähigkeit stärkt, mit komplexen Herausforderungen lösungsorientiert umzugehen.

Joel Haas beim Kontrollblick in den Verbrennungsofen. © Federico Farinatti

Flexibel und digital

Wie wertvoll unterschiedliche Perspektiven sind, zeigte sich auch bei kenova. Während der Projektlaufzeit änderten sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Flusswasserkühlung. Gemeinsam entwickelte das Projektteam eine neue Lösung.

Solche Veränderungen verlangen Offenheit und Flexibilität. Junge Mitarbeitende bringen neue Ideen und digitale Kompetenzen ein, erfahrene Fachpersonen ihr Wissen und ihre Erfahrung. «Die Mischung und der Diskurs in interdisziplinären sowie alters- und geschlechtsdivers zusammengesetzten Teams bringt meist sehr gute Lösungen hervor», sagt Joachim Rutz.

Joel Haas während der Inbetriebnahme im Kontrollraum. © Federico Farinatti

Eine wichtige Rolle spielen dabei digitale Werkzeuge. Building Information Modeling ermöglicht die Zusammenarbeit aller Beteiligten und macht komplexe Bauwerke sichtbar. Gleichzeitig eröffnet es neue Möglichkeiten, Infrastruktur gegenüber Politik und Bevölkerung verständlich zu machen. Für Andreas Sägesser liegt darin eine grosse Chance: Geschichten und Visualisierungen helfen, den Nutzen eines Projekts sichtbar zu machen. Im Fall von kenova wird deutlich: «Das ist nicht nur Abfallverwertung, das ist Energieerzeugung.»

Wie verlässliche Rahmenbedingungen Innovation ermöglichen

Viele technische Lösungen für die Energie- und Klimazukunft sind bereits vorhanden. TBF engagiert sich in verschiedenen Projekten zur Schliessung von Stoffkreisläufen und bereitet auch bei kenova die Einführung von Carbon-Capture vor.

Damit solche Innovationen ihre Wirkung entfalten können, braucht es langfristige und verlässliche Rahmenbedingungen. Sie schaffen Investitionssicherheit und ermöglichen es, neue Technologien breit einzusetzen. Sind diese Voraussetzungen gegeben, können bestehende Lösungen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Eine neue Kehrichtverwertungsanlage für den Klimaschutz

kenova zeigt, wie eine solche Zukunft bereits heute Gestalt annimmt. Als eines der grössten thermischen Kraftwerke für erneuerbare Energie der Schweiz verbindet die Anlage Energieproduktion, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Die Photovoltaikfassade liefert zusätzliche Solarenergie, Wertstoffe werden zurückgewonnen und Stoffkreisläufe geschlossen. Gleichzeitig ist die Anlage bereits für Carbon-Capture vorbereitet.

Einen Blick hinter die Kulissen von kenova bietet das «espazium magazin»-Sonderheft «Energiezentrale kenova»:
espazium.ch/de/aktuelles/energiezentrale-kenova

Weitere Informationen unter:
tbf.ch

Logo TBF+Partner

Über TBF + Partner AG

«Wir wollen einen Beitrag leisten, um die grossen Fragen der Gesellschaft in der Zukunft lösen zu können», sagt Andreas Sägesser. kenova zeigt, dass die Zukunft der Energie und Kreislaufwirtschaft keine ferne Vision ist. Sie entsteht dort, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Zukunft passiert nicht einfach – sie wird gemeinsam lernend gestaltet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Vorheriger Artikel Wem gehört das Geld, das die Batterie verdient?
Nächster Artikel Die Energiewende hat ihren Kipppunkt überschritten