16 C
Zürich
5 Juni 2020

Das Jus-Studium als Erfolgsfaktor.

Prof. Dr. iur. utr. Brigitte Tag Dekanin Rechts- wissenschaftliche Fakultät Universität Zürich

Das Jus-Studium erfreut sich zu Recht grosser Beliebtheit. Denn es befasst sich mit den Regeln des Zusammenlebens in der Gesellschaft und schafft Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit in einem breiten Spektrum juristischer Berufe. Wer hat sich nicht schon gefragt: Was ist mein Recht? Wo und wie bekomme ich es? Dürfen andere das tun, was sie tun? Welche Einflussmöglichkeiten habe ich? Diese Fragen betreffen alle Rechtsgebiete. 

Das Zivilrecht befasst sich z.B. mit Verträgen, Haftungsfragen, Eigentum und Besitz, Familie, Erbschaften, um nur einiges zu nennen. Das Strafrecht regelt, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Verhalten strafbar ist, aber auch z.B. den Strafvollzug. Das öffentliche Recht beschäftigt sich insbesondere mit dem Verhältnis von Personen und Institutionen zum Staat und zwar unter ganz verschiedenen Aspekten: Sei es, dass die Reichweite von Grundrechten zu klären ist, eine Baubewilligung beantragt, eine kantonale Wahl mit oder ohne E-Voting durchgeführt wird oder Steuern erhoben werden. 

Das Handels- und Wirtschaftsrecht legt im Jus-Studium seinen Schwerpunkt auf den Geschäftsverkehr, einschliesslich der Finanzdienstleistungen. Rechtsphilosophie, Rechtsgeschichte und Rechtsoziologie befassen sich mit den Grundlagen des Rechts. Alle Rechtsgebiete arbeiten zusammen, haben nationale und internationale Aspekte und stehen mit anderen Disziplinen im Austausch, sei es die Medizin, Wirtschaft, Technik, Ethik und vieles mehr. Kurz: Das Recht ist so vielfältig und spannend wie das Leben. Daher braucht es fundiert ausgebildete Juristinnen und Juristen, die auch auf neue Herausforderungen überzeugende Antworten geben – einerlei, ob Ansichten unversöhnlich aufeinanderprallen oder ob Offenheit für Verhandlungen besteht. Die Rechtssuchenden danken es, wenn sie eine optimale Rechtsberatung erhalten. Wir alle wissen aber, dass in den «nicht exakten Wissenschaften», wozu auch das Recht zählt, die schlichte Rechnung «eins und eins gibt zwei» ebenso eine Illusion ist, wie die Annahme, dass ein schöner Sommer nie enden wird.  

Gesetze, die juristische Literatur und die Rechtsprechung sind zwar ein Fundus zur Lösung vieler, aber nicht aller Fragen.

Prof. Dr. iur. utr. Brigitte Tag, Dekanin Rechtswissenschaftliche Fakultät Universität Zürich

Gesetze, die juristische Literatur und die Rechtsprechung sind zwar ein Fundus zur Lösung vieler, aber nicht aller Fragen. Zu schnell ändern sich unsere gesellschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen, zu vielfältig und gross ist die Welt, um stets für alles Patentlösungen griffbereit zu haben. Da helfen selbst digitale Algorithmen wenig. Gerade dann kann man auf uns zählen: sei es bei Gericht, Staatsanwaltschaft, Anwaltschaft, Verwaltung, Wirtschaft und in der Gesetzgebung. Durch das wissenschaftlich gut abgestützte Jus-Studium wird die Logik des Rechts, wie die einer Sprache, verinnerlicht. Das bewährt sich in der Praxis,  wenn es darum geht, auch bei schwierigsten Rechtsfragen zu überzeugenden Lösungen zu kommen. Wollen Sie mehr über uns erfahren? Dann besuchen Sie die Rechtwissenschaftliche Fakultät der Universität Zürich – virtuell oder ganz real in einer unserer anregenden Veranstaltungen. 

Lesen Sie mehr.

Andreas Meyer Primavesi: Gasheizung raus – na klar!

Meine Eltern sind vorsichtige Menschen. Gerade auch, wenn es um ihr Mehrfamilienhaus, also ihre Altersvorsorge geht, scheuen sie Risiken.

«Wir bringen frischen Wind in die Mohrenkopf-Branche»

DieChocolat Ammann AG wartet gleich mit mehreren Innovationen auf – beim Geschmack und bei den Verpackungen.

Weiterbildungen im Vergleich

Aufgrund der Automatisierung fürchten heute viele Menschen um ihren Job. Diese Sorge ist nicht unbegründet. Allerdings gibt es viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden, sodass man für neue Herausforderungen gewappnet ist.

Archiv.

Hochzeiten gewinnen an Individualität

Die heutige Zeit wird immer schneller und digitaler. Gerade deswegen vertrauen wir stärker als je zuvor in die Gemeinsamkeit und in die Ehe.