Dinnerparty
50+ Gesellschaft

Stressfreie Dinnerparty: So gelingt’s!

13.01.2022
von Akvile Arlauskaite

Das Veranstalten einer Dinnerparty muss nicht zwingend ein Riesenstress sein. «Fokus» hat einige Ratschläge bereit, die das Gastgeben wesentlich erleichtern – ein entspannter Abend ist garantiert.

Planen, planen, planen

Das A und O eines gelungenen Kochabends ist eine gut durchdachte Organisation. Es lohnt sich, bereits einige Tage im Voraus zu überlegen, wie das Menü aussehen soll. Wie viele Gänge sollen es sein? Was kann vorgekocht werden, was muss am selben Tag zubereitet werden? Dabei ist es wichtig, allfällige Allergien und Besonderheiten in den Essgewohnheiten der Gäste zu berücksichtigen, damit auch wirklich alle auf ihre Kosten kommen. Statt experimenteller Rezepte sollten erprobte Leckereien gekocht werden, die mit Sicherheit gelingen werden. Gleichzeitig ist es ratsam, innerhalb des Menüs mit den Zutaten möglichst zu variieren und nebst herzhaften auch mit leichteren Speisen Abwechslung für den Magen zu schaffen. Einfachheit ist dabei Trumpf: Speisen, die am Tag der Dinnerparty zubereitet werden müssen, sollten nicht stundenlang an den Herd fesseln. Ideal sind Gerichte, die grösstenteils nur noch angerichtet werden müssen wie Auflauf, Suppe oder Chili – schliesslich sollen auch Gastgebende genügend Zeit mit den Gästen verbringen können.

Damit mit Sicherheit nichts fehlt

Steht das Menü, soll überprüft werden, welche Zutaten bereits zu Hause vorhanden sind und welche noch eingekauft werden müssen. Letzteres sollte idealerweise ein paar Tage vor dem Dinner erledigt werden – eine detaillierte Einkaufsliste hilft, nichts zu vergessen. Alternativ können die Lebensmittel auch über einen Lieferdienst bezogen und bis an die Tür geliefert werden. Das nimmt den Vorbereitungen ein wenig den Stress. Wichtig ist zudem, darauf zu achten, dass genügend Geschirr und Besteck für die Gäste vorhanden ist und dass an der Tischdeko nichts fehlt. Deckt man den Tisch schon am Vortag, hat man eine Sorge weniger.

Der Geheimtipp: Meal-Prepping

Eine Menge Stress spart man sich, wenn man möglichst viele Gerichte bereits am Vortag teilweise oder ganz vorbereitet. So können zum Beispiel die Zutaten für den Salat gewaschen und geschnitten werden und getrennt vom Dressing im Kühlschrank aufbewahrt werden. Auch das Ofengemüse kann vorgeschnitten, andere Zutaten mariniert oder paniert werden, sodass sie am nächsten Tag direkt gebraten oder in den Ofen gegeben werden können. Zudem gibt es zahlreiche Gerichte, die im Voraus zubereitet werden können: von Hauptgerichten wie Curry, Ragout sowie Nudel-, Reis- oder Kartoffelsalaten bis hin zu Desserts wie Mousse au Chocolat, Pudding oder Tiramisu. 

Der grosse Tag

Damit in der Küche alles glatt läuft, hilft am Tag des Dinners ein grober Zeitplan, so wird kein wichtiger Schritt vergessen. Um sich nicht um mehrere Pfannen sorgen zu müssen, können One-Pot-Gerichte wie Spaghetti-, Chili-con-Carne- oder Risottoeintopf ausprobiert werden, bei denen die Zutaten nur in einem Topf zusammengefügt und gekocht werden müssen. Am besten stellt man einen Timer, dadurch brennt sicherlich nichts an. Ist die Zeit knapp, können die Gäste beim Kochen involviert werden. Dies spart nicht nur Mühe, sondern sorgt auch für eine Menge Spass.

In der Zwischenzeit weckt gemischtes Fingerfood wie Käse, Cracker, Brot und Dips den Appetit der Gäste und schafft einen Zeitpuffer für letzte Vorbereitungen. Ein Riesenplus, wenn sich diese im Anschluss auch noch gut mit der Vor- und Hauptspeise kombinieren lassen, wie etwa Fetakäse zum Salat oder Oliven zum Flammkuchen. So wird das Menü noch vielseitiger. Ein weiterer wichtiger Punkt: Genügend Getränke bereitstellen. Beim Wein gilt «mehr ist mehr» – pro Gast sollte mit ungefähr einer Flasche gerechnet werden.

Nach dem Dinner ist vor dem Dinner

Sicherlich werden nach dem Abendessen einige Essensreste verbleiben. Diese können am nächsten Tag in feine Gerichte verwandelt werden. Beispielsweise kann der übrig gebliebene Beilagenreis in Kombination mit frischem Gemüse als Basis für einen erfrischenden, bunten Salat fungieren. Ein wertvoller Tipp: Die Rezepte, die bei den Gästen besonders gut ankamen, sowie weitere Inspiration aus Kochbüchern, Food-Zeitschriften oder Internet zu dokumentieren, um sie bei der nächsten Party nachkochen zu können.

Anmerkung der Redaktion: Wir empfehlen, die Rezepte vorab auszuprobieren, bevor sie für die Gäste gekocht werden.

Erbsensuppe

Koch-Inspiration: Cremige Erbsensuppe

Zutaten für 6 Personen:
750 g Erbsen
250 g mehligkochende Kartoffeln
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 l Gemüsebrühe
3 EL Olivenöl
Prise Muskatnuss
Saft einer halben Zitrone
6 EL Crème fraîche
Croûtons oder Backerbsen
Salz und Pfeffer

  1. Zwiebeln und Knoblauchzehe fein hacken, Kartoffeln würfeln und mit Öl in einem grossen Topf anschwitzen.
  2. Gemüsebrühe und Erbsen zugeben und aufkochen. Mit Salz und Pfeffer würzen und bei mittlerer Hitze eine Viertelstunde lang köcheln lassen.
  3. Mit einem Mixstab pürieren und durchsieben.
  4. Suppe nochmals aufkochen, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronensaft hinzugeben. 3 EL Crème fraîche unterrühren.
  5. Beim Servieren mit Crème fraîche und Croûtons oder Backerbsen garnieren.

Linseneintopf

Koch-Inspiration: Linsencurry-Eintopf

Zutaten für 6 Personen:
1 kg Süsskartoffeln
3 grosse Zwiebeln
300 g rote Linsen
5 EL Currypaste, gelb oder rot
750 ml Kokosmilch
600 ml Wasser
3 EL Olivenöl
Bund frischer Koriander
1 Limette
Salz und Pfeffer

  1. Süsskartoffeln würfeln, Zwiebeln hacken und in Öl in einem grossen Topf bei schwacher Hitze einige Minuten anbraten.
  2. Linsen und Currypaste zugeben, einige Minuten dünsten. 
  3. Kokosmilch und Wasser darüber giessen und zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und eine Viertelstunde köcheln lassen.
  4. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Allein, mit Jasminreis, Brot oder Naan servieren. Mit Koriander und einem Zitronenschnitz garnieren.

 

Ein weiteres Rezept gibt es hier.

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